2013
06.09

Im Cafe Tante Suse hatten wir zwar noch einen handgemalten Wegweiser bekommen, aber auf dem Areal der Baufälligen Häuser waren Bauarbeiter, Sicherheitsdienste und Verbotsschilder. Wir holten das Stativ und die Nizo Kamera erst gar nicht aus dem Kofferraum.

Wir schlenderten noch über das Gelände vom Seefischmarkt – aßen je ein Fischbrötchen unter freiem Himmel (Lenny entschied sich für einen Bismarckhering und ich mich für eine geräucherte Makrele) und überquerten den Port of Kiel – konnten aber auch hier kein Drehort ausfindig machen. Vielleicht waren wir geblendet von zu viel Sonnenlicht.

Aus Berlin war das überspielte Super8 Rohmaterial gefangen in einem USB-Datenstock mit Aufnahmen aus dem Kieler Opernhaus zurück gekommen – und so blieb noch der Schnitt in das Schmalfilmmaterial für die Nacht.

Mit einer Schubkarre und einem Fahrradanhänger räumten wir aus hygienischen Gründen die leeren und halbleeren Rotweinflaschen der vergangenen Monate aus der Garage zum Altglascontainer.

Lennardo hatte Lust die Szenenschnittfolgen umzustellen. Aber es roch immer noch etwas seltsam. Selbst der Zigarettenrauch konnte es nicht übertünchen. Es war diesmal auch nicht einfach nur der Schimmel in den Wänden – und die Alten Weinflaschen waren ja gerade erst weggeräumt worden – was konnte das nur sein?

Nachdem wir die tote Ratte gefunden hatten, streute ich ATA mit Zitronengeruch über die Fundstelle mit auf dem schwarzen Teppich. Neben dem toten Tier lag eine angeknapperte weiße Tafelkreide – es sah so aus als ob das Tier selbst im Tode die Tafelkreide noch fest umklammert hielt – was mochte hier passiert sein? – Was hatte dieses Wesen uns vielleicht noch mitteilen wollen?

Die Opernhaus Szene ist erst ein mal geschnitten. Aber morgens um halb 4 kommt das erste Taxi nicht. Beim zweiten Versuch funktioniert es – und das Warten im Morgengrauen hatte sich gelohnt: unser Taxifahrer hat einen schwarzen Hut auf und weißes wirres Haar quol kraus nach allen Seiten und Clint Eastwood singt unter dem GPS-Navigationsgerät seine Kuhjungen Lieblingslieder in einem Zeitfenster von 1963. Selten glitten wir akustisch sanfter und gleichsam debiler zum Vinetaplatz. Drifting along with the tumbling tumbleweeds. …

2013
06.04

Stolen from the kitchen table of the Filmgruppe Chaos.
CCCP (Russian) b&w Film. 15m Super8. 50 ASA. Date of expiry 1991.

2013
05.28

Im Opernhaus Kiel trifft Super8 Film [Kodak Tri-X 200ASA] auf die Architektur 1950er & die Lichtkraftgrenze unsrer kleinen Schmalfilm-Strahler wurde uns (durch die Größe und Tiefe des Raumes) vor Augen geführt.

2013
05.28


Avenida de Mayo by Claudio Caldini (Super8 Tri-X, Buenos Aires, 2012)

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“Retrato n.1 – Claudio Caldini”
Um retrato realizado durante o Festival Xcèntric no CCCB (Centre de Cultura Contemporània de Barcelona). Claudio Caldini cineasta experimental Argentino. A PEÇA foi gravada como apresentaçao do artista e foi projetado antes dos filmes de Caldini durante o Festival UNAPOMA2009. …
http://vimeo.com/11294489

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Claudio Caldini
http://www.s8cinema.com/portal/edicion-2013/vanguardias/claudio-caldini/

2013
05.25

Out of the blue (Super 8)
by Alexandra Roxo (2008)
Starring Alana Kearns-Green
Sound by Poison Ring

2013
05.25

Eumig 860 PMA (Baujahr: 1978-1981)
http://static.cineinformation.org/wp-content/uploads/2010/10/Eumig-Camera-860-880-User-Manual.pdf

2013
05.18


Probenfotos

In der deutschen Sprache gibt es kein Entsprechung für das Wort Skeleton Crew – obwohl die Gerippen-Gruppe klingt gar nicht so übel: “…A skeleton crew is the minimum number of personnel needed to operate – the least number of essential workers required on a very low-budget project to shoot…”) & Der Garten ist die auserkorene Probebühne. Julia träumt und Isabella saugt die Grasnarbe.

2013
05.09

pulp fiction.
Typewriters photographed + photogrammed + rephotographed.
16mm > Optical Printer > Digital Transfer (phtogram + toner)
// 2013
>> https://vimeo.com/analoggrammar (brooklyn, new york)

2013
05.08

Shot with a Braun Nizo Super8 camera mounted on a bicycle (the camera had an intervalometer)
by Hans Sipma.

via http://www.vancouverobserver.com/culture/film/super-8-time-machine-bike-ride-through-1974-vancouver & https://www.youtube.com/user/hanssipma

2013
05.04


Zur Verschmelzung von Bild und Klang

Ungezählte Nächte standen wir (beispielsweise bei unserem letzten Filmprojekt Neila) mit den Lippen dicht vor dem Micro und der Poppschutz-Strumpfhose – und starrten gebannt auf die Mundbewegungen, die es vor uns auf der Leinwand möglichst treffend zu vertonen galt. Es war verblüffend – wir verbrachten ungleich mehr Zeit mit verschiedenen Satzbetonungen und dem Sprachtiming vor dem Mikrofon, als mit Szenen-Proben und dem Dreh selbst.

Super8 Film hat keinen eignen Ton (Super8 Tonfilmkassetten gibt es nicht mehr). Das Gewicht und die Bedeutung des Klangs (die Vertonung) streift am Anfang eines Projektes kaum das Bewusstsein – später bekamen wir den Eindruck, das der Ton-Moment mindestens so wichtig ist wie die 24 Bilder in der Sekunde.

Wir sind nun – um dem Weinstein Super8 Material klang zu geben – in der Garage von einem Bildschirm auf einen Beamer umgestiegen – nicht zuletzt um die zu vertonenden Lippen etwas größer zu sehen – und uns der TV-Monitor zersplatternd aus dem Wandregal in die Tiefe gekippt war.
Was ich gar nicht bedacht hatte, das Beamer auch lautstarke Lüfter haben können. Lüftergeräusche stören. Beim Vertonen braucht es so weit als möglich Stille. So mussten wir – wie bei einem Filmprojektor – bei der Vertonung den Beamer hinter einem Schallschutzglas verbannen (siehe Prinzip-Bild oben).

60iger Jahre Boxen vom Sperrmüll (2 Kieler Elac LK 3300 im Holzgehäuse) sind nun – auf der anderen Seite des Schallschutzglases – für den Schall zuständig. Wir suchen übrigens noch eine kleine Gegensprechanlage (oder ein Babyphon), zum Kommunizieren in der Garage – wer so etwas bei sich ungebraucht rumliegen hat, würde bei uns auf freudige Benutzer stoßen!