[...] Wenn Buback (Erich Schaffner) durch widersprüchliche Nachrichten und das Deckeldraufhalten von Beamten und Ministern – hier ein grauer Clownschor mit Insignien der Macht – in Verwirrung gerät, deutet Regisseur Spielvogel dies etwa an, indem er den Blick aufs Schattenspiel hinter dem Vorhang ihm lenkt.
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Aus: "Die Geheimnisse der grauen Clowns" (22.03.2010)
Wolfgang Spielvogels Stück «Buback» in der Frankfurter «Brotfabrik» handelt von der Suche eines Sohnes nach den Mördern seines Vaters.
Quelle:
http://www.fnp.de/fnp/welt/kultur/rmn01.c.7452199.de.htm-.-
[...] Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker soll für ihre Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz im Mordfall Buback vom Staat bezahlt worden sein. Sie habe nach ihren Hinweisen auf mögliche RAF-Komplizen Geld bekommen, berichtete der ehemalige Verfassungsschutz-Beamte Winfried Ridder in einer ARD-Dokumentation über den Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977. Dies sei bei Nachrichtendiensten nichts Ungewöhnliches gewesen. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung, die ebenfalls mit Ridder sprach, soll Becker 100.000 Mark (rund 50.000 Euro) erhalten haben. Zudem habe es bei der Fahndung "massenhaft Versäumnisse" gegeben, kritisierte der als RAF-Experte bekannte Ridder in dem Interview, das am Mittwochabend in der ARD gesendet werden sollte.
[...] Auch SWR-Autor Egmont R. Koch hält nach seinen Recherchen den früheren RAF-Terroristen Wisniewski für den wahrscheinlichen Schützen auf dem Tatmotorrad beim Buback-Attentat. "Ich habe bei meiner Arbeit an dem Film keinen Anlass gefunden, an der Aussage von Frau Becker zu zweifeln", sagte Koch. Zudem sei der bisher verdächtigte Knut Folkerts Linkshänder, die Schüsse sollen nach Zeugenaussagen aber von der rechten Seite her abgegeben worden sein. Koch bezweifelt zudem die Aussagen mehrerer mutmaßlicher Tatzeugen, auf die Buback-Sohn Michael seine Theorie einer weiblichen Schützin baut. "Er hat sich in einer Verschwörungstheorie verrannt und ist beratungsresistent", sagte Koch über Buback, der seit Jahren auf eigene Faust ermittelt.
Seine Frau und er seien erschöpft und "innerlich an einer Grenze angekommen", sagte Buback der Wochenzeitung "Die Zeit". "Wir haben nicht die Kraft, noch viel länger weiterzumachen. Wenn jetzt wieder nichts passiert, hören wir auf", kündigte er an.
Unter dem Titel "Bubacks Mörder - auf der Spur eines ungeklärten Verbrechens" widmet sich die ARD-Dokumentation dem Attentat vor 32 Jahren. Nach der Verhaftung Beckers Ende der vergangenen Woche war die ursprünglich für Ende September geplante Sendung auf diesen Mittwoch (23.30 Uhr) vorverlegt worden.
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Aus: "Fall Buback: Ex-Terroristin erhielt angeblich Geld vom Staat" (2. September 2009)
Quelle:
http://www.stern.de/politik/deutschland/fall-buback-ex-terroristin-erhielt-angeblich-geld-vom-staat-1506718.html-.-
[...] "Die Akten sind da." Diesen Erfolg meldete gestern Frank Wallenta, Sprecher der Bundesanwaltschaft. So könnte es im Verfahren gegen Verena Becker, einst Terroristin der Roten Armee Fraktion (RAF), vorangehen. "Die Akten", das sind ein 227-seitiger Operativvermerk des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) von 1981 und ein 82-seitiger Auswertebericht von 1982. Ob die Öffentlichkeit deshalb neue Details über die RAF erfährt, bleibt offen, denn das Material gilt weiter als geheim.
[...] Gerüchte, die heute 57 Jahre alte Verena Becker sei Informantin des Verfassungsschutzes gewesen, gibt es schon lange. Angebliche Hinweise in einer Akte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR hatte zum Beispiel im vergangenen Jahr die Bild-Zeitung ausgegraben.
Innenminister Thomas de Maizère hat nun einen Kompromiss gewählt: Die Akten seien "gerichtsverwertbar", erklärt Wallenta. Der Quellenschutz, also die Frage, wer dem BfV Informationen geliefert hat, bleibe gewahrt. Auch bleibe die Einstufung als "geheim" bestehen. Für die Bundesanwaltschaft sei das jedoch "ganz normal". Gegebenenfalls müsse sich das Gericht Gedanken über den Ausschluss der Öffentlichkeit machen.
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Aus: "RAF-Akten ein wenig weniger geheim" CHRISTOPH FAISST (16.03.2010)
Quelle:
http://www.swp.de/goeppingen/nachrichten/politik/art4306,405272-.-
[...] Im Fall der ehemaligen RAF-Terroristin Verena Becker sind rund 300 Seiten umfassende Akten des Bundesamtes für Verfassungsschutz nun freigegeben worden. Dies bestätigte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe. Die Behörde ermittelt gegen Becker wegen Beteiligung am Mord des früheren Generalbundesanwalts Siegfried Buback und seiner zwei Begleiter am 7. April 1977. Bei den Unterlagen handelt es sich um zwei Vermerke aus den Jahren 1981 und 1982 mit insgesamt rund 300 Seiten.
Aus ihnen ist bislang bekannt, dass einer ungenannten Quelle zufolge Becker nicht die Todesschützin war. Becker war im vergangenen August verhaftet worden, weil von ihr laut Bundesanwaltschaft DNA-Spuren an damaligen Schreiben der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) gefunden worden waren. Sie wird seitdem verdächtigt, an der Ermordung Bubacks indirekt beteiligt gewesen zu sein. Im Dezember war Becker mangels Fluchtgefahr vorläufig auf freien Fuß gekommen.
Die Bundesanwaltschaft wird die nun als "geheim" klassifizierten aber gerichtsverwertbaren Akten des Verfassungsschutzes mit Blick auf eine Anklage Beckers sichten. Die Quelle, die Angaben zu den mutmaßlichen Buback-Mördern gemacht habe, sei allerdings weiterhin geschützt, sagte der Behördensprecher.
Becker war knapp einen Monat nach dem Buback-Attentat zusammen mit dem damaligen RAF-Mitglied Günter Sonnenberg im baden-württembergischen Singen nach einer Schießerei mit der Polizei gefasst worden. Ein bereits damals gegen sie eingeleitetes Ermittlungsverfahren wegen des Buback-Mordes wurde 1980 eingestellt, da trotz eines verbleibenden Tatverdachts keine für eine Anklageerhebung ausreichenden Beweise vorlagen. Becker wurde aber noch im Dezember 1977 in einem anderen Verfahren wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt und 1989 begnadigt.
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Aus: "Becker anscheinend nicht die Todesschützin" (16. März 2010)
Quelle:
http://www.stern.de/politik/deutschland/neue-akten-im-raf-fall-buback-becker-anscheinend-nicht-die-todesschuetzin-1551216.html