COMMUNICATIONS LASER #17
February 07, 2012, 09:09:01 PM *
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Author Topic: [Gewalt + Persönlichkeitsstörungen... ]  (Read 22477 times)
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« Reply #120 on: April 28, 2008, 10:08:20 AM »

Quote
[...] Es war der 24. August 1984 als das unfassbare Schicksal von Elisabeth F. begann. Schon seit sie elf Jahre alt war hatte sie ihr Vater immer wieder missbraucht. Doch an diesem Tag lockte der Elektromechaniker seine Tochter in den Keller, fesselte sie und sperrte sie ein. Nur kurze Zeit später meldete Josef F. die damals 18-Jährige der Polizei als vermisst.

24 qualvolle Jahre lang soll der heute 73 Jahre alte Rentner seine Tochter wie eine Gefangene in dem dunklen Verlies versteckt gehalten haben - mehr als die Hälfte ihres Lebens. In dieser Zeit brachte die Frau sieben Kinder zur Welt. Eines der Babys starb bereits nach der Geburt. Drei der Kinder, die heute im Alter von 5, 18 und 19 Jahren sind, mussten mit ihrer Mutter in Gefangenschaft leben. Drei weitere nahm Josef F. in seinem Haushalt auf. Wenn er auf die Kinder angesprochen wurde, erklärte er dass seine angeblich vermisste Tochter ihm die Babys "vor die Haustür gelegt" habe. Er habe sie dann "an Kindes statt" angenommen. Die Behörden hatten keine Einwände.

Auch mit anderen Erzählungen täuschte Josef F. in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Polizei und Öffentlichkeit. So behauptete er, seine Tochter sei abgängig und lebe vermutlich bei einer Sekte. So baute sich der Mann über Jahre hinweg ein perfektes Doppelleben auf.

Wie der Fall ans Licht kam, ist noch unklar: Vergangene Woche wurde die 19-jährige Tochter von Elisabeth F. offenbar bewusstlos im Haus ihres "Großvaters" gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Dort ringt die junge Frau, die offenbar mit einer Inzest-bedingten schweren Erbkrankheit belastet ist, mit dem Tod. Auf der Suche nach der als vermisst geltenden Mutter entdeckten die Ermittler im Haus des Vaters einen Brief aus dem Jahre 1984, in dem es hieß: "Sucht mich nicht, denn es wäre zwecklos und würde mein Leid und das meiner Kinder nur erhöhen." Die Behörden forderten die Mutter auch über die Medien auf, sich zu melden. Irgendwie gelang es Elisabeth F., ihren Vater zu überzeugen, mit ihr in die Klinik zu fahren. Am Abend wurde der 73-Jährige dann zusammen mit seiner Tochter in der Umgebung des Krankenhauses von Amstetten gefasst.

In Polizeigewahrsam erklärte Josef F., seine Familie "täte ihm leid". Ansonsten schweigt er sich über die Vorgänge in seinem Haus aus. Nur den Code zu dem Verlies teilte er der Polizei mit. Am Sonntagabend gelang es der Polizei, das durch eine elektrisch gesicherte Stahlbetontür verschlossene Verlies zu öffnen. Sie fanden ein perfekt ausgestattetes Gefängnis, das der Mann an seine Werkstatt angebaut hatte. Die gefangenen Familienmitglieder lebten in drei sehr engen und nur etwa 1,70 Meter hohen Räumen mit einer sanitären Anlage, Kochnische und unebenem Boden. Tageslicht gab es nicht. Zur Bestrafung der Tochter hatte der Mann sogar eine Gummizelle eingerichtet.

Elisabeth F. ist von ihrem Martyrium schwer gezeichnet. Schlohweißes Haar habe sie, heißt es. Auch die sonstige körperliche Verfassung der 42-Jährigen wird als "äußerst schlecht" bezeichnet. Erst nach einem längeren Gespräch und der Zusicherung, dass es zu keinem Kontakt mit dem Vater mehr kommen und auch für ihre Kinder gesorgt werde, war sie zu einer umfassenden Aussage bereit. Sie beschuldigt ihren Vater "massiver Verbrechen". Der Rentner muss sich nun wegen schwerem sexuellem Missbrauch, Inzest sowie Freiheitsberaubung verantworten. Ergebnisse einer DNA-Analyse werden in Kürze erwartet. Sie sollen beweisen, dass Josef F. der Vater der Kinder ist.

Während der Gefangenschaft sollen Elisabeth F. und die drei bei ihr lebenden Kinder ausschließlich von Josef F. mit Essen und Kleidung versorgt worden sein. Elisabeths Mutter, Rosemarie F., behauptet gegenüber der Polizei, sie habe von der Gefangenschaft in nächster Nähe nichts gewusst. "Sie hat es als gegeben hingenommen".

Der Fall ruft bei vielen Österreichern Erinnerungen an das Schicksal von Natascha Kampusch wach. Die heute 19-jährige Wienerin war 1998 als Zehnjährige auf dem Schulweg entführt worden und 2006 nach acht Jahren aus der Gewalt ihres Peinigers entkommen. Der Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Franz Polzer, betonte allerdings, die Ereignisse von Amstetten überträfen den Fall Kampusch um ein "Vielfaches".



Aus: "24 Jahre im Keller: Polizei: Schlimmer als der Fall Kampusch" (ZEIT online, Tagesspiegel, 28.04.2008 11:10)
Quelle: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/04/28/2521002.xml

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Quote
[...] Um mit seinem Doppelleben nicht aufzufliegen, versorgte Josef F. das Verlies nur nachts. Die notwendigen Einkäufe machte er grundsätzlich außerhalb von Amstetten.


Aus: "INZEST IN AMSTETTEN: Josef F. - Sklavenhalter im Kleinbürgeridyll"
Aus Amstetten berichtet Marion Kraske (28. April 2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,550264,00.html

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[...] Sollte ihm etwas zustoßen, werde er Gas in das 60 Quadratmeter große Kellerverlies leiten, kündigte er seinen Opfern an. Das ist eines der Ergebnisse eines Verhörs, wie ein Polizeisprecher bekannt gab.

Polizeisprecher Helmut Greiner sagte am Donnerstag , es könne sich dabei um eine "leere Drohung" gehandelt haben, damit seine Opfer nicht versuchten, ihn zu überwältigen. Jetzt überprüfe ein Team aus sechs Experten, ob es eine entsprechende Vorrichtung in dem Verlies gebe. Sie sollten zugleich auch den elektronischen Schließmechanismus der 300 Kilogramm schweren Betontür untersuchen.

Nach Angaben des Leiters der Ermittlungen, Franz Polzer, hatte Josef F. angegeben, dass sich die Tür bei einer längeren Abwesenheit von ihm automatisch geöffnet hätte. Inzwischen schweigt Josef F. auf Anraten seines Anwalts, will keine weiteren Angaben machen und schwächte seine Aussagen aus dem ersten Verhör ab.

[...]


Aus: "Josef F. drohte seinen Opfern mit Gas-Tod" (01.05.2008)
Quelle: http://www.rp-online.de/public/article/panorama/ausland/562779/Josef-F-drohte-seinen-Opfern-mit-Gas.html

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[...] Die Schwägerin Josef Fritzls beschrieb unterdessen den Mann ihrer Schwester als einen Tyrannen, der eine Atmosphäre der Angst im Haus verbreitet habe. "Wenn er gesagt hat, es ist schwarz, dann war es schwarz, auch wenn es zehnmal weiß war", sagte Christine R. Josef habe keinen Widerspruch geduldet.

[...] Zweimal schon hat der Jurist Rudolf Mayer seinen Mandanten Josef Fritzl in der Untersuchungshaft getroffen. Was er dabei erfahren hat, lässt für den prominenten Juristen nur einen Schluss, nur eine Strategie zu: "Meiner ganz persönlichen Meinung nach ist Fritzl psychisch krank und damit unzurechnungsfähig", sagte Mayer "Bild am Sonntag". Der Verteidiger will eine Haftstrafe für den Sexualstraftäter verhindern: "Ich glaube, mein Mandant gehört nicht ins Gefängnis, sondern in eine geschlossene Psychiatrie."

[...]


Aus: "SCHWÄGERIN DES INZEST-TÄTERS: "Er hat die Kinder gedrillt"" (04. Mai 2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,551331,00.html

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Quote
[...] Wenn ich oben war, war ich ganz normal. Ich hab voll funktioniert, Geld gemacht, meine Familie gut versorgt, und ich hab bewusst nur an unten gedacht, wenn ich für meine Zweitfamilie Besorgungen zu erledigen hatte. Aber irgendwann ist das alles auch ganz selbstverständlich für mich geworden, wie eben, dass ich im Keller meines Hauses ein zweites Leben führte, dass ich dort eine zweite Frau und unsere gemeinsamen Kinder zu betreuen hatte."

Kein Wort darüber, dass jene "zweite Frau" seine leibliche Tochter, das vierte seiner insgesamt sieben Kinder war. Kein Wort, dass er sie neun Monate an einer Leine hielt und sie, wie ein Ermittler SPIEGEL ONLINE sagte, "am laufenden Band vergewaltigte", sieben weitere Kinder mit ihr zeugte.

Zwei Stunden lang wurde Fritzl heute von Staatsanwältin Christiane Burkheiser verhört. "Allerdings ausschließlich zu seinen persönlichen Verhältnissen", sagt Staatsanwalt Peter Ficenc der Anklagebehörde in St. Pölten SPIEGEL ONLINE. Fritzl habe umfassend über seinen bisherigen beruflichen und privaten Werdegang Auskunft erteilt. Zu den Inzestvorwürfen sei er noch nicht befragt worden, habe aber signalisiert, dass er sich zu den Vorwürfen äußern werde. "Er zeigte sich bisher ausgesprochen kooperativ und zu weiteren Aussagen bereit", so Ficenc. Details würden vorerst streng vertraulich behandelt werden. "Wir warten jetzt die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei ab, dann wird es neue Vernehmungen geben."

[...] Die Privaträume des 73-Jährigen im Wohnbereich in der Ybbsstraße 40. "Das Haus verfügt über wahnsinnig viele Räumlichkeiten", sagt ein Ermittler SPIEGEL ONLINE. Allein im Wohntrakt gebe es neun Wohnungen. Nach bisherigem Ermittlungsstand könnte Fritzl dort Ende der siebziger Jahre seinen perfiden Plan gefasst haben. Im Oktober 1978 ließ er sich zumindest von der Baubehörde den Ausbau des Kellers genehmigen. "Vor allem in seinem Büro drehen wir derzeit jedes Blatt, jede Schublade nach Bauplänen, Aufzeichnungen und relevanten Notizen um."

Die Ermittler wissen: Je mehr Beweise sie sichern, desto weniger Halt findet Mayers Verteidigungsstrategie, Fritzl als Menschen oder gar als unzurechnungsfähigen Täter hinzustellen. "Bisher können wir sagen: Fritzl ist ein unglaublich umtriebiger und schaffensfroher Mann, der über besondere Fähigkeiten und ein besonderes Maß an Intelligenz verfügt", sagt Polzer. "Allein die Briefe beweisen, dass dieser Mensch nicht nur vor körperlicher Kraft und guter Gesundheit strotzt. Seine Handlungsweise über all die 24 Jahre spricht nicht für einen Menschen mit beschränkten Fähigkeiten. Im Gegenteil: Alles bisher widerspricht einem Menschen, der nicht alle Tassen im Schrank haben soll."

[...]


Aus: "JOSEF FRITZL: "Ich wusste, dass es nicht richtig ist" Von Julia Jüttner " (07. Mai 2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,552111,00.html

« Last Edit: May 08, 2008, 10:27:07 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #121 on: April 29, 2008, 10:47:38 AM »

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[...] Heilbronn - Deutschlandweit stehen sie nach der brutalen Attacke gegen einen 73-jährigen Rentner auf der Theresienwiese im Fokus der Medien.

[...] Der 16-jährige Türke Ö., ein Winzling von einem jungen Mann, kauert auf einem Stuhl und hat die fellbesetzte Kapuze seiner Jacke zunächst noch über den Kopf gezogen. Unter der Jacke wird ein Totenkopf auf seinem Pullover sichtbar. Der 22-jährige Deutsche B. steht in einer weißen Jacke vor der Fensterfront und redet mit seiner Anwältin. Der 19-jährige Bosnier H. sitzt in grauem Kapuzenpulli auf einem Stuhl und starrt regungslos auf den Boden.

Sechs Polizeibeamte in Zivil stehen drumherum. Sie haben die drei jungen Männer ins Gericht gebracht. Auf dem Flur ist es ruhig. Auffallend ruhig.

[...] Warum die Gewaltorgie am Tag zuvor passiert ist? Der 22-Jährige und der 19-Jährige wollen sich gegenüber der Presse nicht äußern. Der 16-jährige Türke drückt sich noch stärker in seinen Stuhl und murmelt ein paar Worte. Sein Gesicht ist verschämt Richtung Boden gerichtet. „Weil wir dumm waren“, wiederholt er. Die zwei anderen seien betrunken gewesen, sagt er kurz. Er habe nur relativ wenig getrunken. Mit einer fast leeren Wodka-Flasche war das Trio Passanten mittags am Bahnhof aufgefallen.

...


Aus: "Im Heilbronner Amtsgericht: „Weil wir dumm waren“ Von Carsten Friese (10.01.08)
Quelle: http://www.stimme.de/nachrichten/stadt-heilbronn/ueberfall-rentner/art16066,1158983



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Quote
[...] Der Rentner erlitt schwere Kopfverletzungen und Hirnblutungen. In Folge der Attacke leidet der Mann an Lähmungserscheinungen und immer wieder kehrenden Bewusstseinstrübungen. Die jungen Männer sind wegen schwerer Körperverletzung angeklagt.

Sie sollen am 6. Januar bei einem Streifzug durch Heilbronn eine Flasche Wodka getrunken und mehrere Personen belästigt beziehungsweise sogar angegriffen haben. Auf der Theresienwiese hat der Älteste laut Anklage dann mit Billigung seiner Freunde auf die Gedenktafel eingetreten. Als der Rentner, der in Begleitung seiner Frau vorbei kam, einschreiten wollte, stieß ihn der damals 19-Jährige vor die Brust, und sein älterer Komplize schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Daraufhin verlor der 73-Jährige das Bewusstsein und schlug mit dem Hinterkopf auf den Boden.

Die Beschuldigten, ein Türke, ein Deutscher und ein Bosnier, sitzen seit dem 10. Januar in Untersuchungshaft. Sie sind teils geständig. Der älteste des Trios steht aufgrund einer Verurteilung wegen Betrugs und Wohnungseinbrüchen unter so genannter Vorbewährung. Gegen die beiden jüngeren Tatverdächtigen laufen andere Verfahren wegen Körperverletzung.

Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstage geplant, 33 Zeugen und zwei Sachverständige sind geladen.


Aus: "Heilbronn: Prozess um brutalen Angriff auf Rentner" (29.04.2008,)
Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=3458774/1x60jy1/

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« Reply #122 on: May 05, 2008, 12:35:21 PM »

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[...] München – Seinen Besuch im Münchner Hofbräuhaus hat ein 36-jähriger italienischer Tourist teuer bezahlt: Nachdem ihn ein 67 Jahre alter Rentner aus München mit einem Masskrug malträtiert hatte, musste er mit schwersten Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und notoperiert werden.

Täter und Opfer waren am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr gemeinsam an einem Tisch gesessen. Als der Italiener seinen Masskrug zu heftig absetzte, schwappte Bier über. Der Rentner wurde nass und reagierte nach Auskunft des Polizeipräsidiums München äußerst aggressiv: Es kam zu einem Wortgefecht, der 67-Jährige packte seinen jüngeren Kontrahenten an der Jacke und schlug ihm einen Masskrug auf den Kopf.

Der Rentner wurde von Sicherheitskräften überwältigt und der Polizei übergeben. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen versuchter Tötung.

mm


Aus: "Rabiater Rentner im Hofbräuhaus festgenommen" (05.05.2008 09:01 Uhr | aktualisiert: 05.05.2008 10:20 Uhr)
Quelle: http://www.merkur-online.de/regionen/mstadt/;art8828,917938

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« Reply #123 on: May 09, 2008, 11:28:59 AM »

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[...] Der seit zwei Jahren aufgrund von Internet-Fotos gesuchte Mann namens Wayne C. arbeitete als Schauspieler und trat auf Weihnachtsfeiern von Banken und anderen Unternehmen in New York als "Santa Claus" auf. "Das brachte ihn regelmäßig mit Kindern in Kontakt", sagte Noble. Bei den Behörden im US-Staat New Jersey lag nichts gegen den Verdächtigen vor. Der Schauspieler soll aber in Südostasien kleine Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren missbraucht haben. Interpol ermittelt in drei konkreten Fällen.




Aus: "Mutmaßlicher Kinderschänder per Internet-Fahndung gefasst - Polizei meldet Festnahme in New Jersey" (09.05.2008)
Quelle: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,7236511,00.html

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« Reply #124 on: June 07, 2008, 09:13:47 AM »

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[...] Er schubste ein Mädchen vor die U-Bahn und wurde nach drei Tagen durch die Videoüberwachung überführt. Jetzt wird dem 69-jährigen Rentner Mordversuch vorgeworfen.

[...] In der ersten Vernehmung gab er gleich zu, dass er die Schülerin gegen die U-Bahn gestoßen habe. Aber warum? Der Rentner habe sich angeblich von den herumtobenden Schülern beengt und bedrängt gefühlt, berichtet Hauptkommissar Richard Thiess. Um sich einen Freiraum zu schaffen, habe er das Mädchen weggestoßen. Als die Schülerin später benommen auf dem Bahnsteig lag, will ein Zeuge gehört haben, wie der 69-Jährige rief: „Selber schuld.“

[...] Am Schluss des Verhörs sagte der Vater von zwei Kindern, er sei heilfroh, dass der Schülerin nicht mehr passiert sei.


Aus: "München - Ex-Nachbar erkannte U-Bahn-Schubser im Internet" Von Christian Sturm (06.06.08)
Quelle: http://www.focus.de/panorama/welt/muenchen-ex-nachbar-erkannte-u-bahn-schubser-im-internet_aid_306924.html

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[...]
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Thorsten Krings meint:
06.06.2008, 14:01 Uhr
Na dann können wir uns ja drauf einstellen, dass Roland Koch im nächsten Wahlkampf kriminelle Rentner thematisiert.


Quote
Endlich wird es thematisiert! meint:
06.06.2008, 14:11 Uhr
Kriminelle Rentner in der Münchener U-Bahn! Wer deren (bayrische) Mentalität kennt weiss schon seit langem, dass endlich etwas getan werden muss gegen dieses Rumgemosere, Zurechtgeweise und unfreundliche Rumgegrantele. Aber dass sie jetzt auch noch übergriffig werden sollte Roland Koch wirklich mal thematisieren!


Quote
Deutschland vergreist meint:
06.06.2008, 14:25 Uhr
Die emotionale Verrohung mancher älterer Leute ist nicht zu fassen. Hier fehlen Integrationsmaßnahmen, die den Weg in das normale Leben ebnen. Es gibt nun mal altere und jüngere Menschen, aber diese leute können nichts neben sich akzeptieren. München ist die Stadt, in der die meisten Rechtsklagen wegen Kindergärten in der Nachbarschaft eingereicht werden. Kinderhass ist dort gerade bei älteren Mitbürgern ein Volksleiden.


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Aber echt! meint:
06.06.2008, 14:28 Uhr
@ Es reicht!

Ja, aber wohin? An der spanischen und türkischen Südküste sind schon hundertausende! Es ist kein Platz mehr für weitere Bingoclubs!


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Schwuler Nazitürke im Ruhestand meint:
06.06.2008, 15:01 Uhr
Ein Rentner, ein einziger!!! Und schon geht die Kommentarlawine los, was man mit Rentnern machen soll. Schade, dass der Typ nicht auch noch Türke, rechtsradikal und schwul ist, dann hättet Ihr mal richtig was zu tun...;-)


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  es reicht!  meint:
06.06.2008, 15:08 Uhr
Deutsche Rentner endlich ausbürgern und ausweisen! Diese tagtäglichen Gewaltexzesse von Pensionären gegen deutsche Jugendliche ist einfach nicht mehr zu ertragen. Wahrscheinlich gibt's für so einen feigen Mordanschlag von irgendeinem durchgedrehten 68er-Richter mal wieder zwei Wochen auf Bewährung und einen Gratis-Erziehungsurlaub auf Hawaii.

Wie lange wollen wir Jungdeutschen uns das noch bieten lassen? Warum unternimmt die Politik eigentlich nichts gegen Rentner-Parallelgesellschaften mitten in unserem Vaterland? Noch ballen wir die Faust nur in der Tasche. NOCH...


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Aber echt! meint:
06.06.2008, 15:18 Uhr
@Es reicht!
Wem sagst Du das: bei mir in der Gegend traut man sich ja nachts kaum noch auf die Straße. Ganze Banden lungern da rum. Deutschland quo vadis?




[...]


KOmmentare zu "Mordversuch - Haftbefehl gegen "U-Bahn-Schubser" " (6. Juni 2008)
Quelle: http://www.welt.de/muenchen/article2073952/Polizei_nimmt_Muenchner_U-Bahn-Schubser_fest.html

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« Reply #125 on: July 03, 2008, 09:33:57 AM »

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[...] Nach einem erbitterten Streit um eine Mieterhöhung für seine Wohnung hat ein 66-jähriger Mann aus Niederösterreich zwei seiner Geschwister und deren Ehepartner erschossen. Nach Angaben der Polizei geschah das Verbrechen in Strasshof bei Wien bereits am Dienstag. Der mutmaßliche Mörder, Josef B., flüchtete. Gegen ihn wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten sich die Geschwister seit rund eineinhalb Jahren über den Mietpreis für eine von Josef B. bewohnte Wohnung in Wien gestritten. Am Montag hatte der Täter die Wohnung auf Antrag seiner Schwester räumen müssen. Strasshof geriet schon einmal in die Schlagzeilen: In dem 7000-Seelen-Ort hatte der 44-jährige Wolfgang Priklopil die von ihm 1998 entführte Natascha Kampusch acht Jahre lang gefangen gehalten.


Aus: "Geschwister nach Streit um Mieterhöhung ermordet" (Donnerstag, 3. Juli 2008 04:00)
Quelle: http://www.morgenpost.de/printarchiv/panorama/article650985/Mord_an_Arzt_und_Patientin_Taeter_gefasst.html

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Quote
[...] Nach den bisherigen Ermittlungen hatten sich die Geschwister seit rund eineinhalb Jahren über den Mietpreis für eine von Josef B. bewohnte Wohnung in Wien gestritten. Am Montag hatte der Täter die Wohnung auf Antrag seiner Schwester räumen müssen. Nach Angaben der Polizei hinterließ er für seine Tochter einen Zettel mit den Worten: "Ich will nicht, dass meine Geschwister zu meiner Beerdigung kommen!" Besorgt informierte die Tochter die Polizei, die daraufhin versuchte, die Geschwister des Mannes in Strasshof zu kontaktieren.

Als sich in deren Häusern niemand meldete, brachen Angehörige der Elitetruppe Cobra die Türen auf und fanden die blutüberströmten Leichen. Bei den Getöteten handelte es sich um den Bruder und die Schwester des mutmaßlichen Täters und ihre Ehepartner im Alter zwischen 56 und 67 Jahren. Nach der Tat fuhr der vermutlich bewaffnete Mann mit einem Fahrrad zur nächsten S-Bahn-Station.

Der 7000-Seelen Ort Strasshof war bereits 2006 in die Schlagzeilen geraten. Dort hatte der 44-jährige Wolfgang Priklopil die von ihm 1998 entführte Natascha Kampusch acht Jahre lang gefangen gehalten. Im August 2006 gelang ihr jedoch die Flucht.


Aus: "Wien - Vier Tote bei Familiendrama" (02. Juli 2008)
Quelle: http://www.stern.de/politik/panorama/:Wien-Vier-Tote-Familiendrama/625912.html

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« Reply #126 on: July 10, 2008, 08:22:17 AM »

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[...] Neun Jahre und acht Monate Haft: So lautet das Urteil für einen Metzger aus Aalen in Baden-Württemberg, der seine kleine Stieftochter 248 Mal vergewaltigt hat. "Die Zeiten sind schlecht für Leute, die Kinder missbrauchen. Ganz schlecht", erklärt der vorsitzende Richter.

Das Landgericht Ellwangen sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der Mann sich von 2003 an zwei- bis dreimal pro Woche an der damals Elfjährigen verging.

[...] Der 40-Jährige soll die Stieftochter über drei Jahre hinweg immer wieder missbraucht haben. "Sie haben ihr die Kindheit gestohlen", sagte die Staatsanwältin. Der Mann soll dem Mädchen zudem gedroht haben, es umzubringen, falls es jemandem von dem Missbrauch erzähle. Nach Angaben des Metzgers soll die Mutter des Kindes von den Vorgängen gewusst, aber aus Angst geschwiegen haben. (sba/dpa)


Aus: "Baden-Württemberg: Stieftochter vergewaltigt - zehn Jahre Haft" (ZEIT online, Tagesspiegel, 09.07.2008)
Quelle: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/07/09/2568818.xml

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« Reply #127 on: July 30, 2008, 10:49:46 AM »

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[...] David L. und Simon G., verurteilte Angreifer eines Frankfurter U-Bahn-Fahrers von Anfang Januar, sind noch vor ihrem Haftantritt erneut straffällig geworden.


Aus: "Frankfurt am Main: Verurteilter Gewalttäter sticht Mann nieder" (© ZEIT online, Tagesspiegel, 29.07.2008)
Quelle: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/07/29/2581880.xml

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[...] Frankfurt/Main - Rund ein halbes Jahr nach dem brutalen Überfall auf einen Frankfurter U-Bahn-Fahrer sollen zwei der jugendlichen Schläger im Frankfurter Stadtteil Bonames erneut einen Mann angegriffen und schwer verletzt haben. Ihr Fall hatte im Januar für erhebliches Aufsehen im hessischen Landtagswahlkampf gesorgt, als Ministerpräsident Roland Koch (CDU) nicht zuletzt wegen David L. und Simon G. für ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Jugendliche aus Zuwandererfamilien eintrat. Nach der schnellen Anklageerhebung hatte Hessens Justizminister Jürgen Banzer damals der Polizei und Staatsanwaltschaft noch großes Lob "für ihren engagierten Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung" ausgesprochen.

David L. und Simon G., beide 18 Jahre alt, die wegen des U-Bahn-Falls bereits im März zu Jugendstrafen ohne Bewährung verurteilt worden waren und "in nächster Zeit" ins Gefängnis gekommen wären, sitzen nun nach dem Messerangriff auf einen 23-Jährigen in Untersuchungshaft. Das teilten Staatsanwaltschaft und Amtsgericht Frankfurt gestern mit. Den beiden werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Sie sollen den 23-Jährigen am frühen Sonnabendmorgen in einer Hochhaussiedlung in Bonames niedergestochen haben. Während einer der beiden das Opfer festhielt, soll es der andere mit einem Stich in den Bauch an Leber und Niere schwer verletzt haben. Dabei sollen die Täter gesagt haben, sie wollten ihr Opfer abstechen.

Der 23-Jährige konnte sich aber trotz seiner Verletzungen losreißen und flüchten. Er hatte einem Mann helfen wollen, den die beiden 18-Jährigen gerade attackierten, weil sie ihn für einen Informanten der Polizei hielten, so die Staatsanwaltschaft. Wegen seiner schweren Verletzungen musste der 23-Jährige notoperiert werden. Er war gestern wieder außer Lebensgefahr.

Wegen des Angriffs auf den U-Bahn-Fahrer hatte ein Frankfurter Jugendschöffengericht im März David L. als Haupttäter sowie wegen der zwei früheren Bewährungsstrafen zu einer Jugendstrafe von 21 Monaten verurteilt. Nach der Tat hatte er noch Polizeibeamte bedroht und beschimpft. Einen Monat später wurde er allerdings wieder aus der Untersuchungshaft entlassen, weil das Oberlandesgericht den Haftgrund der Wiederholungsgefahr nicht für zutreffend hielt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das Urteil war bei dem neuen Angriff auf den 23-Jährigen am Sonnabend erst drei Tage rechtskräftig und sollte in nächster Zeit vollzogen werden. David L. hatte am vergangenen Mittwoch seine Berufung gegen das Urteil zurückgenommen.

Zuvor hatte ihm die Vorsitzende Richterin erklärt, seine Strafe könne nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Denn er sei auch nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft erneut mit Gewalttaten aufgefallen.

Jetzt sitzt David L. bereits seit dem Wochenende in Wiesbaden in U-Haft.

Gegen seinen mutmaßlichen Mittäter Simon G. war das Verfahren wegen des Angriffs auf den U-BahnFahrer abgetrennt und noch gar nicht verhandelt worden. Er war jedoch vor rund einem Monat unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung in einem anderen Fall bereits zu einer Jugendstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. Zwei Tage vor dem Messerangriff hatte das Amtsgericht entschieden, diese Strafe nicht zur Bewährung auszusetzen.

Dagegen habe der junge Mann Beschwerde eingereicht, so die Staatsanwaltschaft. Simon G. hatte sich nach dem Messerangriff mit seinem Anwalt am Sonntag bei der Polizei gestellt. Vor dem Haftrichter schwieg er allerdings zu den Vorwürfen.
dpa



Aus: "Sie waren noch nicht in Haft - und schlugen wieder zu" (erschienen am 30. Juli 2008)
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2008/07/30/914037.html

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[...] Die beiden jungen Männer hatten nach den Ermittlungen gemeinsam mit fünf weiteren Tätern im Alter von 17 bis 21 Jahren in der Nacht zum 6. Januar dieses Jahres in einer U-Bahn randaliert und eine Trennwand sowie mehrere Scheiben zerschlagen. Die Lokführerin alarmierte die Polizei. Auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Heddernheim gingen die Schläger auf einen 43-jährigen Zugführer los, traten und schlugen ihn, bis er zu Boden fiel. Das Opfer kam mit Prellungen im Gesicht und einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

In Hessen hatte die Gewalttat wenige Wochen vor der Landtagswahl eine politische Debatte ausgelöst, wobei auch die Tatsache eine Rolle spielte, dass die Täter einen Migrationshintergrund haben.

Quote
RDN meint:
29.07.2008, 15:46 Uhr
Ums vorweg zu sagen: Muslime sind die beiden nicht.


Quote
Verständnisvoll meint:
29.07.2008, 19:30 Uhr
In Wirklichkeit sind die Täter Opfer. Sie sind Opfer der gesellschaftlichen Verhältnisse in D.

Warum sitzen die jetzt in Haft? Typisch deutsche Ausländerfeindlichkeit! Was die brauchen, ist Verständnis, viel Verständnis und 1a sozialpsychologische Betreuung.

Außerdem: die wurden wahrscheinlich provoziert. Sie waren praktisch gezwungen zu reagieren, halt mit den Mitteln, die ihnen ihre Religion empfiehlt.

Wie gesagt: Viel Verständnis und ein Gespräch mit Claudia Roth.


Quote
Deppen gibts überall - ob nun Deutsch oder von sonstwo meint:
30.07.2008, 10:48 Uhr
Mich hat vor kurzem mal ein ich glaube arabischer Migrant angestänkert. In der U-Bahn. Ich hab wohl etwas doof geguckt irgendwie manchmal hat man ja so nen Moment, da möchte man sich selbst nicht im Spiegel sehen ;-) Aber der fühlte sich angesprochen und meinte: "Hey, Du Scheiß Deutscher. Ich ficke Deine Mutter". Ich war schon etwas überrascht und sagte dann aber: 1.) Ich habs mir nicht rausgesucht Deutsch zu sein, ist mir also egal, ob Du meinst ich sei ein Scheiß Deutscher. 2.) Du kennst doch meine Mutter gar nicht und 3.) Du hättest da nicht viel Spass. Die ist 66". Da war er dann überrascht. Die Antwort hat er nicht erwartet. So jemand wie er - ein randständiger Proll innerhalb der arabischen Community (die Mehrheit ist sehr wohl gut gebildet und redet nicht so) - legt eben Wert auf Ehre. Die eigene Nationalität beleidigen und die Mutter auch noch, das würde der nicht aushalten. Dieses Ehrgefühl projeziert er auf andere, die doch seiner Meinung nach genauso denken müssen. Aber ich kann über sowas nur lachen. Und ich kenne genug Migranten und ein Türke z.B. ist einer meiner besten Freunde (war auch mal mein Chef), die sich über solche Vollproleten genauso ärgern, wie wir alle. Und was hat er gemacht? Er sagte: "Du hast keine Ehre, Mann" Und stieg aus der U-Bahn. Zumindest hab ich nicht seinen Ehrbegriff und soll ich mich deshalb aufregen oder mich prügeln, weil ich ne bessere Erziehung hab? Die beiden Täter sind Deppen und Deppen gibts überall! Und sie gehören bestraft


Quote
Faustus meint:
29.07.2008, 16:28 Uhr
Wer als Gewalttäter mit dem Messer um sich sticht, soll durch das Messer umkommen. Die alttestamentarischen Weisheiten haben doch was für sich.

Quote
Ureinwohner meint:
30.07.2008, 01:50 Uhr
Wer schützt uns vor diesen furchtbaren Richtern ??

In Köln wurde ein Musel der einen Familienvater vor den Augen seiner Frau und den vier Kindern ins Koma geschlagen hatte wieder freigelassen - Antiaggressionstraining.

In Berlin gerade zwei Messerstecher die einen Busfahrer abgestochen haben (er hat überlebt) ......einer für 1,5 Jahre ins Gefängnis, der andere frei.

usw usw usw

Man könnte meinen die 68er Kuschel Richter bereiten bewußt die Anarchie vor.

Quote
Rechtsstaat verteidigen heißt auch ihn gegen den Mob gleich welcher Coleur zu verteidigen!!! (30.07.2008, 11:22 Uhr)

@all: Wie sagte doch vor kurzem eine Oberstaatsanwältin...
"Das Justizwesen wurde ganz bewußt als unabhängig gestaltet und nicht in die Hände des gesunden Volksempfindens gelegt".

Ich möchte weder, das der Mob Leute zusammenschlägt, noch das der Mob Recht spricht. So mancher hier ist nicht besser, als die beiden Prolls in dem Artikel



Aus: "Frankfurt - U-Bahn-Schläger stechen Passanten nieder" (29. Juli 2008, 15:20 Uhr)
Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/arti2262973/U-Bahn-Schlaeger_stechen_Passanten_nieder_.html

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« Reply #128 on: September 25, 2008, 12:25:44 PM »

Quote
[...] Ein 65-Jähriger war als Tatverdächtiger gesucht worden. Der Rentner soll vor zwei Tagen einen 64-jährigen Mann, seine 59 Jahre alte Frau sowie den 33-jährigen Sohn des Paares erschlagen haben. Die Leichen waren gestern in einer Kleingartenkolonie gefunden worden. Zwischen dem mutmaßlichen Täter und den Opfern soll es seit Jahren Streit gegeben haben.


Aus: "Festnahme nach Dreifachmord in Gifhorn" (25.09.2008)
Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/197806

-.-

Quote
[...] Nach dem Dreifachmord in einer Kleingartenanlage in Gifhorn sucht die Polizei einen Nachbarn der getöteten Familie. Der Mann steht im Verdacht, einen 64-jährigen Mann, dessen 59 Jahre alte Frau und deren 33-jährigen Sohn erschlagen zu haben, wie die Ermittler erklärten. Als Motiv für die Bluttat werden jahrelange Streitigkeiten in der Gartenanlage vermutet.

Der Verdächtige Wilfried R. ist seit Dienstagnachmittag verschwunden, wie der Leiter der Mordkommission, Jürgen Schmidt, sagte. Vermutlich sei der 65-Jährige zu Fuß unterwegs und halte sich noch im Gifhorner Stadtgebiet oder in der Nähe auf. Die Polizei geht nicht davon aus, dass er bewaffnet ist. Eine Schusswaffe habe auch bei dem Verbrechen keine Rolle gespielt. „Wir hoffen auf einen schnellen Fahndungserfolg“, sagte Schmidt.

Die Leichen waren am Dienstag von einem Spaziergänger an einem Stichweg bei der Anlage gefunden worden. Der Fundort ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht der Tatort, der sich aber in unmittelbarer Nähe befindet.

Alle drei Opfer seien an stumpfer Gewalteinwirkung gestorben. „Sie sind offenbar mit einem Werkzeug sehr intensiv bearbeitet worden“, sagte der Leiter der Mordkommission, Jürgen Schmidt. Die Schläge seien für sie offenbar sehr überraschend gekommen, weil man keine gravierenden Abwehrreaktionen gefunden habe. Der Spaziergänger, der die Leichen entdeckt hatte, sagte dem Sender N24, vor allem die Frau sei im Gesicht völlig entstellt gewesen.

Nach Aussage von Schmidt waren Polizei und Staatsanwaltschaft bereits in der Vergangenheit wegen Streitigkeiten in der Kleingartenanlage eingeschaltet geworden. In zwei Fällen – dabei habe es sich um Sachbeschädigung und leichte Körperverletzung gehandelt – seien die jetzt Ermordeten als Zeugen befragt worden und hätten angegeben, dass sie dem Beschuldigten diese Taten zutrauten. Umgekehrt habe der jetzt Tatverdächtige den 64-Jährigen und seine Frau wegen Brandstiftung an seiner Gartenlaube angezeigt. Es sei allerdings in keinem Fall zu einem Verfahren gekommen.

Die Opfer hätten in ihrem Umfeld als ganz normale, gut bürgerliche Familie gegolten. Die Eltern seien im Sommer zusammen mit dem Sohn fast täglich im Garten gewesen, sagte Schmidt. Dagegen hätten Befragungen im Umfeld des Verdächtigen ergeben, dass man ihm dort die Tat durchaus zutraue.

Die Familie wurden nach Angaben der Polizei zuletzt am Montagabend in ihrer Gartenlaube in der Kleingartenkolonie unweit des Leichenfundorts lebend gesehen.

[...]

Quote
24.09.2008
16:56 Uhr
    Wachsamer deutscher Gartenbesitzer meint:
    AHAAA!

    Und wieder verschweigt uns die Systempresse die Nationalität des Tatverdächtigen!

    Informierten und wachsamen Kreisen ist jedoch doch ganz klar, aus welchen Kulturkreis ein 65-jähriger Schrebergärtner stammt! Und das linksgrüne Gutmenschen Verbrechen in GÄRTEN am liebsten verschweigen wollen, ist offensichtlich!

    Kriminelle Klein-Gärtner ausweisen!!


Quote
24.09.2008
19:16 Uhr
    Partyzan meint:
    Oder der Mann hat diese bösen fiesen Killerspiele gespielt.....Da kenn ich welche, wo man Leute erschlagen kann.....Sonst würde ja sowas nicht passieren





Aus: " Gifhorn: Streit unter Nachbarn als Mordmotiv" (24. September 2008)
Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article2487492/Streit-unter-Nachbarn-als-Mordmotiv.html?page=1

-.-

Quote
[...] Nach dem Dreifachmord in einer Kleingartenkolonie in Gifhorn in Niedersachsen fahndet die Polizei nach einem Nachbarn der getöteten Familie. Gegen den flüchtigen 65-jährigen Wilfrid R. bestehe ein konkreter Tatverdacht, sagte der Leiter der Mordkommission, Jürgen Schmidt, am Mittwoch. Offenbar waren jahrelange Streitigkeiten zwischen den Laubennachbarn Auslöser der Tat vom Montagabend. Die Leichen des 64 und 59 Jahre alten Rentner-Ehepaares sowie des 33-jährigen Sohnes der beiden waren am Dienstagnachmittag auf einem Trampelpfad zwischen zwei Schrebergartenkolonien entdeckt worden.

Möglicherweise sei ein Streit unter Nachbarn, der sich teilweise um Kleinigkeiten drehte, eskaliert, sagte Schmidt. Der Täter habe vermutlich überraschend mit einem Werkzeug auf die Opfer eingeschlagen. Die drei wurden nach Erkenntnis der Staatsanwaltschaft Hildesheim nacheinander getötet. Es könnte sein, dass der zweite und dritte Mord begangen wurde, um die erste Tat zu vertuschen. Gegen den dringend tatverdächtigen Nachbarn werde wegen dreifachen Mordes aus niedrigen Beweggründen ermittelt. Der Fundort in einer Gartenkolonie sei nicht der Tatort, doch hätten sich die Morde in der Nähe ereignet.

Alle drei Opfer seien an stumpfer Gewalteinwirkung gestorben. "Sie sind offenbar mit einem Werkzeug sehr intensiv bearbeitet worden", sagte der Leiter der Mordkommission, Jürgen Schmidt. Die Schläge seien für sie offenbar sehr überraschend gekommen, weil man keine gravierenden Abwehrreaktionen gefunden habe. Der Spaziergänger, der die Leichen entdeckt hatte, sagte dem Sender N24, vor allem die Frau sei im Gesicht völlig entstellt gewesen.

Nach Aussage von Schmidt waren Polizei und Staatsanwaltschaft bereits in der Vergangenheit wegen Streitigkeiten in der Kleingartenanlage eingeschaltet geworden. In zwei Fällen - dabei habe es sich um Sachbeschädigung und leichte Körperverletzung gehandelt - seien die jetzt Ermordeten als Zeugen befragt worden und hätten angegeben, dass sie dem Beschuldigten diese Taten zutrauten. Umgekehrt habe der jetzt Tatverdächtige den 64-Jährigen und seine Frau wegen Brandstiftung an seiner Gartenlaube angezeigt. Es sei allerdings in keinem Fall zu einem Verfahren gekommen. Die Opfer hätten in ihrem Umfeld als ganz normale, gut bürgerliche Familie gegolten. Die Eltern seien im Sommer zusammen mit dem Sohn fast täglich im Garten gewesen, sagte Schmidt. Dagegen hätten Befragungen im Umfeld des Verdächtigen ergeben, dass man ihm dort die Tat durchaus zutraue.


Aus: "Dreifachmord in Gifhorn: Nachbar soll die Bluttat begangen haben" (24. September 2008)
Quelle: http://www.stern.de/politik/panorama/:Dreifachmord-Gifhorn-Nachbar-Bluttat/640133.html

-.-

Quote
[...] Nach dem Dreifachmord in Gifhorn (Niedersachsen) hat die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bestätigte, handelt es sich dabei um den gesuchten Nachbarn der getöteten Familie. Der 65-jährige Wilfrid R. war als dringend tatverdächtig gesucht worden.

Quote
Lou123 (25.9.2008, 12:31 Uhr)

Oje...

dass sich die Nachbarn bekriegen scheint normal zu sein. Bei unseren Nachbarn fängt es auch schon an. Sie haben irgendwann beschlossen, dass sie sich nicht leiden können. Es Kleinigkeiten die sich immer weiter hochschaukeln.
Manchmal hab ich ein bißchen Angst, das eine von den beiden Parteien kurzerhand den Gasboiler manipuliert und das Haus aus purer Boshaftigkeit sprengt. ...


Quote
Leseratte79 (25.9.2008, 10:14 Uhr)

Kleingartenkolonien

sind die Wurzel allen Übels:-). Schäuble übernehmen sie.


Quote
provocateur (25.9.2008, 9:35 Uhr)

Laubenpieper...

...haben alle einen Vogel, aber Hauptsache der Rasen ist im rechten Winkel.





Aus: "Dreifachmord in Gifhorn: Polizei fasst tatverdächtigen Nachbarn" (25. September 2008)
Quelle: http://www.stern.de/politik/panorama/:Dreifachmord-Gifhorn-Polizei-Verd%E4chtigen/640202.html

-.-

Quote
[...] Die Familie wurde laut Polizei „vermutlich erschlagen worden mit einem noch nicht bekannten Gegenstand“. Die Staatsanwaltschaft Hildesheim wollte die Öffentlichkeit am Vormittag genauer über die Festnahme informieren.

Quote
25.09.2008
09:18 Uhr
    Hans Klein meint:
    Ich habs doch immer gewusst. Wenn ich mir diese verklemmten spiessigen Kleingärtner anschaue mit ihrem immensen unterdrückten Aggressionspotential, wundert mich diese Meldung nicht.
    Ich schlage vor, präventiv jeden zweiten Kleingartenbesitzer zu verhaften und in Untersuchungshaft zu stecken. Sobald das juristisch nicht mehr zu verargumentieren ist, wird die andere Hälfte in Schutzhaft genommen. Und dann so weiter immer im Wechsel. Nur so kann verhindert werden, dass die sich gegenseitig abschlachten.


Quote
25.09.2008
11:27 Uhr
    besser so ? meint:
    Das liegt an der permissiven, wegkuckerischen, gesetzesmißachtenden und rücksichtsichtslosen Gesellschaft.
    Überall Typen(innen), die (kleinere) (z.B. Partylärm) Vergehen dauernd begehen, dabei nie geahndet werden. Die Leidtragenden werden auch noch veräppelt und beschimpf, wenn sie versuchen sich zu beschweren / wehren.

    Und irgendwann knallt einer durch.


    So was wird immer öfter vorkommen.


    P.S. Hans Klein, Sie sind so ein Toleranzeinforderer. Laß die Kleingärtner, gehen Sie in Ihr Cafe und meckern Sie dort mit vergreisenden 68ern über Spießbürger. Die sitzen dann garnicht weit weg.


Quote
25.09.2008
12:21 Uhr
    Ellen Langer-Denker meint:
    Das ist natürlich eine fürchterliche Tragödie. So wie ich das lese, passierten die Morde in einer Kleingartenkolonie. Warum haben die Vereinsvorsitzenden die Streithähne nicht aus der Anlage geworfen? Aber wahrscheinlich sind derartige Nachbarschaftsstreiterein in solchen Kolonien, in denen ordnungsfanatische Spießbürger und Leute, die ihren Garten als Schrottplatz und Tanzboden betrachten, aufeinander prallen, an der Tagesordnung. Hoffentlich werden die Vereinsmeier in Zukunft etwas sensibler für die Folgen, die Sticheleien, Gehässigkeiten, Beileidigungen und so weiter nach sich ziehen können, und wählen ihre Mitglieder entsprechend aus.

    Noch etwas: Mein neuer unerträglicher Gartennachbar wurde aus seiner Schrebergartenkolonie geworfen. Seit dem vergällt er mir die Freude am Garten...





Aus: " Kriminalität: Festnahme nach Dreifachmord in Gifhorn" (25. September 2008)
Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article2490242/Festnahme-nach-Dreifachmord-in-Gifhorn.html

-.-

Quote
[...] Der 66-Jährige bestritt vor dem Landgericht Hildesheim allerdings, dass er die Absicht gehabt habe, die Familie zu töten. Er sei angegriffen worden und habe sich mit einem Stock lediglich gewehrt. Er habe nicht geglaubt, dass die drei Menschen sterben könnten.

Die Anklage wirft dem Rentner vor, seine Nachbarn mit einem Knüppel erschlagen zu haben. Die Obduktion des 64-jährigen Hans K., seiner 59 Jahre alten Frau Gisela und ihres Sohns Martin, 33, ergab, dass der Täter mit einem stumpfen Werkzeug massive Gewalt auf die Köpfe seiner Opfer ausgeübt haben muss.

Die Tat soll sich nach Angaben des Landgerichts folgendermaßen zugetragen haben: Am Abend des 22. September soll Wilfried R. dem 33-jährigen Sohn mit einem Knüppel aufgelauert haben, um ihn wegen nicht ordnungsgemäß entsorgter Gartenabfälle zur Rede zu stellen, schilderte Staatsanwalt Wolfgang Scholz. Zunächst sollen sie gestritten haben. Dann soll Wilfried R. den Knüppel gezogen haben und auf Martin K. eingeschlagen haben.

Der Sohn schrie um Hilfe, brach zusammen, starb wenige Minuten später. Die Eltern eilten herbei. Doch auch sie soll der Gartennachbar mit wuchtigen Stockschlägen getötet haben, um die Tat zu vertuschen. Die Leichen soll er im Gebüsch verborgen haben.

Der Rentner selbst soll sich daraufhin zwei Tage lang auf einem Acker zwischen Strohballen versteckt haben. Die Polizei fahndete mit Hubschraubern und Suchhunden nach Wilfried R. Der Sohn eines Landwirts entdeckte schließlich das Versteck.

Zunächst gab Wilfried R. an, mit der Tat nichts zu tun zu haben. Später aber legte er ein Geständnis ab.

Der Streit zwischen den Laubennachbarn war bereits polizeibekannt: Jahrelang gab es eine Fehde zwischen den Kleingärntern. Es ging um Brandstiftung, zerstochene Autoreifen, Beleidigungen und Angriffe. Das Gericht hat zunächst sieben Prozesstage angesetzt sowie drei Sachverständige und 47 Zeugen geladen.


Aus: "Krieg im Kleingarten - Prozess um Dreifachmord in Gifhorn" (25.03.2009)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,ra2m1/panorama/257/462870/text/

-.-

Quote
[...] "Ich kenne die Familie etwa 30 Jahre. Anfangs hatten wir ein gutes Verhältnis", sagte der Angeklagte am Mittwoch vor Gericht. Die Opfer waren zunächst Pächter eines Grundstücks von ihm. Dann habe es aber immer wieder Streit gegeben: Mal um mangelnde Sauberkeit oder wildes Parken, dann um das unrechtmäßige Wegwerfen von Gartenabfällen oder die Kaninchenhaltung der Nachbarn.


Aus: "TÖDLICHER KLEINGARTENSTREIT - Rentner räumt Tat aus Notwehr ein" (25.03.2009)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,615415,00.html

« Last Edit: March 25, 2009, 02:52:20 PM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #129 on: September 25, 2008, 04:25:50 PM »

Quote
[...] Halle (AP) Ohne erkennbaren Grund hat ein Jugendlicher in Halle einen 48-jährigen Mann zu Tode geprügelt. In einer Vernehmung sagte der 16-Jährige, er habe zuvor Streit mit seinen Nachbarn gehabt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Deshalb werde Frust als Motiv angenommen.


Aus: "Jugendlicher prügelte Mann in Halle ohne erkennbaren Grund tot Erste Zusammenfassung" (24.09.2008)
Quelle: http://www.pr-inside.com/de/jugendlicher-pruegelte-mann-in-halle-ohne-r824929.htm

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« Reply #130 on: October 06, 2008, 02:36:33 PM »

Quote
[...] In Oberbayern hat eine Frau ihren Mann mit einem Beil getötet. "Ich habe meinen Mann umgebracht" - mit diesen Worten meldete sich die 50-Jährige am frühen Montagmorgen telefonisch bei der Polizei. Nach Angaben der Beamten wartete die Frau bis zum Eintreffen der Polizei und des Notarztes vor dem Haus im Starnberger Ortsteil Söcking.

Ihnen bot sich im Schlafzimmer im ersten Stock ein Bild des Grauens: Der Raum war mit Blut bespritzt, im Bett lag der getötete 49 Jahre alte Ehemann auf dem Rücken. Daneben lag auf dem Bett das Tatwerkzeug, ein altes Beil mit abgebrochenem Stiel.

Nach Angaben der Frau war ein 25 Jahre währender Eheterror ihres Mannes die eigentliche Ursache für die Tat in der Nacht zum Montag. Zuvor kam es zweimal zum heftigen Ehestreit zwischen der Hausfrau und dem Gärtner.

Nach dem Streit habe sie zunächst das Haus verlassen, sagte die Frau aus. Später sei sie mit dem Beil in der Hand ins Haus zurückgekehrt und habe ihrem schlafenden Mann damit mehrmals auf den Kopf geschlagen.

Die Frau sollte noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.

(dpa/odg)


Aus: "Starnberg: Ehefrau erschlägt schlafenden Mann mit Axt" (06.10.2008)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bayern/990/312900/text/

-.-

Quote
[...] SAARLOUIS/SAARBRÜCKEN - Familiendrama in Saarlouis: Ein Mann hat am Samstag in seinem Haus höchstwahrscheinlich seine 40 Jahre alte Frau, die 20-jährige Stieftochter und den sechsjährigen gemeinsamen Sohn mit einer Axt und einem Schlachtermesser umgebracht. Das teilte die Polizei in Saarbrücken am Sonntag mit. Nach ersten Erkenntnissen sei die Ehefrau im Erdgeschoss des Einfamilienhauses in Saarlouis-Roden mit der Axt, die beiden Kinder seien im Obergeschoss mit dem Messer getötet worden. Zwischen den Ehepartnern soll es seit längerem Streit gegeben haben, der Grund für die Tat sein könne.

Ergebnisse der Obduktion vom Sonntag wollte die Polizei erst am Montag bekanntgeben. Der 47 Jahre alte Verdächtige sei am Sonntag noch nicht verhört worden. Eine Vorführung beim Haftrichter sei für Montag angesetzt.

Beim Eintreffen der Polizeibeamten hatte der 47-Jährige volltrunken und unverletzt auf einem Sofa neben seiner toten Frau gelegen. Ein weiterer gemeinsamer Sohn des Ehepaares im Alter von drei Jahren blieb unverletzt. Das Kind wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ein viertes, 17 Jahre altes Kind lebt nach Angaben der Polizei im rheinland-pfälzischen Traben-Trarbach. Die beiden 17 und 20 Jahre alten Kinder stammten nach Angaben der Polizei aus einer ersten Ehe der Getöteten.

Eine Freundin der Familie hatte die Leichen am Abend entdeckt. Sie war mit der 40-Jährigen verabredet gewesen. Nachdem die Freundin am Samstagmorgen - wie vereinbart - am Einfamilienhaus erschien und ihr niemand öffnete, machte sie sich Sorgen und fuhr im Laufe des Tages noch mehrere Male zu dem Haus. Als sie bis zum Abend niemanden erreichen konnte und ihr auch niemand öffnete, gelangte sie mit einem Bekannten in das Haus. Hier entdeckten sie das Blutbad.

Ein weiterer Beziehungsmord ereignete sich bei Augsburg. Dort steht eine 33 Jahre alte Frau im Verdacht, ihren Ehemann erschlagen und dann zerstückelt zu haben. Die Leiche des 46 Jahre alten Polizeibeamten sei ohne Beine an einem Feldweg in der Nähe des Wohnorts gefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Beine wurden 600 Meter entfernt in einem Plastiksack entdeckt. Die 33 Jahre alte Ehefrau und Mutter der zwei eineinhalb und vier Jahre alten Kinder wurde festgenommen. Das Paar soll häufig gestritten haben. (dpa,ddp)


Aus: "Familiendrama: Mann tötet Frau, Tochter und Sohn" (Erstellt 25.01.09, aktualisiert 26.01.09)
Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1231945328346.shtml

« Last Edit: January 26, 2009, 09:45:43 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #131 on: November 18, 2008, 09:46:00 AM »

Quote
[...] Itzehoe - Vor dem Landgericht Itzehoe hat am Montag der Mordprozess gegen einen 37 Jahre alten Hamburger begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Ehefrau aus Eifersucht erstochen zu haben. Vor Gericht schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Laut Anklagebehörde lauerte der Mann seiner Frau am 19. Juli 2008 an einer Bushaltestelle in Elmshorn (Kreis Pinneberg) auf. Sie war aus Angst vor gewalttätigen Übergriffen durch ihn in ein Frauenhaus geflüchtet. In seinem Hosenbund steckte ein Küchenmesser mit einer immerhin 20 Zentimeter langen Klinge. Damit wollte er sie töten, wenn er sie nicht zur Rückkehr überreden konnte, so hieß es gestern vor Gericht. Die schreckliche Bluttat hatte sich an einer Bushaltestelle an der Ecke Gerberstraße/Reeperbahn in Elmshorn im Sommer ereignet. Dort wartete gerade ein PVG-Stadtbus der Linie 502, in den sich die junge Frau vor ihrem Verfolger geflüchtet hatte. Der 37-Jährige lief ihr hinterher - und stach dann im hinteren Bereich des Fahrzeugs wie von Sinnen auf die 31-Jährige ein.

Zwölf Personen, die entweder im Bus saßen oder an der Haltestelle standen, sahen die Tat, konnten oder wollten jedoch nicht eingreifen. Sie sind nun Zeugen vor Gericht. Ein Zeuge aus dem Bus äußerte gestern vor Gericht, er sei wegen des Messers aus Panik aus dem Bus gelaufen und konnte deshalb nicht helfen. Auch andere Zeugen äußerten sich ähnlich, dass sie sich wegen des sehr langen Messers ein Eingreifen nicht zutrauten.

Die Frau, Mutter zweier gemeinsamer Töchter, war laut den Ermittlungen über einen längeren Zeitraum von ihrem Mann misshandelt worden. Schließlich ergriff sie mit den Kindern die Flucht, fand in den Frauenhäusern in Wedel Zuflucht, berichtet die "Pinneberger Zeitung". In der Krückaustadt hatte sie kurz vor ihrem Tod eine eigene Wohnung in der Nähe des Tatortes beziehen können. Dort bereits lauerte ihr Mesut A. am Tattag auf, weil er offenkundig schwere Gewalt an ihr ausüben wollte.

Tatmotiv ist laut Anklage grundlose Eifersucht. So hatte Mesut A. seiner Ex-Frau fälschlicherweise unterstellt, dass die jüngste Tochter von einem anderen Mann gezeugt worden war. Der in Hamburg lebende Angeklagte hat laut Staatsanwaltschaft die Bluttat längerfristig geplant und dem späteren Opfer brieflich ihre Ermordung angedroht.

Offenbar hatte die hübsche Kumru einen Freund - das zumindest will ihr eifersüchtiger Noch-Ehemann erfahren haben. Bei der Bluttat im Bus folgte der Angeklagte dem Opfer bis zur hintersten Sitzbank und stach mehrfach auf die junge Frau ein. Der schwer verletzten Frau gelang es noch, aus dem Bus zu flüchten.

Auf dem Bürgersteig stieß der Angeklagte sie jedoch zu Boden und stach weiter auf sie ein, bis sie sich nicht mehr bewegte. Wenige Minuten nach der Bluttat wurde er festgenommen. Auf der Fahrt zur Wache habe er "ununterbrochen geweint", sagte ein Polizist als Zeuge: "Warum hat mich keiner zurückgehalten", soll er gesagt haben. Das Opfer hatte er mit 20 Messerstichen getötet. Der Prozess wird am 26. November fortgesetzt. Ein Urteil wird frühestens im Dezember erwartet. dpa/esh


Aus: "Hamburger ersticht Ehefrau an Bushaltestelle - Mann soll 31-Jährige aus Eifersucht mit 20 Messerstichen in Elmshorn ermordet haben - Prozess vor Landgericht" (18. November 2008)
Quelle: http://www.welt.de/welt_print/article2741265/Hamburger-ersticht-Ehefrau-an-Bushaltestelle.html

http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/17/973933.html


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« Reply #132 on: December 02, 2008, 10:14:49 AM »

Quote
[...] Magnus Gäfgen (* 11. April 1975 in Frankfurt am Main) wurde 2002 als Entführer und Mörder des elfjährigen Bankierssohns Jakob von Metzler bekannt. Er verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Gäfgen stammt aus einfachen Verhältnissen, wuchs im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen auf und engagierte sich dort in einer katholischen Kirchengemeinde. Er legte 1995 das Abitur an der Carl-Schurz-Schule ab. Anschließend absolvierte er seinen Zivildienst in der Altenpflege. 1996 nahm er an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ein Studium der Rechtswissenschaft auf.

Am 27. September 2002 lockte er den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler unter einem Vorwand in seine Wohnung und tötete ihn dort. Später versteckte Gäfgen die Leiche in der Nähe des osthessischen Ortes Birstein. Zuvor hatte er den Eltern des Jungen ein Erpresserschreiben mit einer Lösegeldforderung zukommen lassen.

Gäfgen wurde nach der Übergabe des Lösegeldes beobachtet. Als er auch über Stunden sein – von der Polizei als noch lebend vermutetes – Opfer nicht aufsuchte, sondern stattdessen einen Urlaub buchte, wurde er am 30. September 2002 festgenommen. Nachdem Gäfgen die Erpressung im polizeilichen Verhör fortsetzte und den Verbleib und Zustand seines Opfers verschleierte, wobei er wiederholt unbescholtene Bekannte als Mittäter denunzierte, ordnete der damalige Polizeivizepräsident Wolfgang Daschner an, durch massive Gewaltandrohungen die aus seiner Sicht mutmaßlich lebensrettende Aussage zu erzwingen. Gäfgen sagte daraufhin aus, so dass die Polizei die Leiche des Entführungsopfers finden konnte. Für diese Gewaltandrohung musste sich Daschner später strafrechtlich verantworten ([ ] Daschner-Prozess).

[...] Der Fall Gäfgen diente als Vorlage für zwei Fernsehfilme. Die ARD sendete am 29. März 2006 das Kriminaldrama „Eine Frage des Gewissens“. Knapp einen Monat später folgte das ZDF am 22. April 2006 mit einer Folge der Krimiserie „Kommissarin Lucas“. Gegen die Ausstrahlung des letztgenannten, stärker am Tatgeschehen orientierten Films wehrte sich Gäfgen erfolglos vor dem Landgericht Koblenz.

...


Aus: "Magnus Gäfgen"
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4fgen (1. Dezember 2008)

-.-

Quote
[...] Es war nicht nur die Grausamkeit der Tat, die damals die Gemüter bewegte. Es war auch die Weinerlichkeit des Täters: ein Waschlappen von einem Jurastudenten, ein Gernegroß und Aufschneider, der, so sagt es auch sein damaliger Richter Hans Bachl in Engels Film, echtes Mitgefühl zeigte - allerdings nur mit sich selbst.

Viele kommen zu Wort in dem Film: Gäfgens Anwalt, sein Richter, der ermittelnde Staatsanwalt, ein Freund der Familie von Metzler. Aber auch ein ehemaliger Freund Gäfgens und dessen Mutter. Nach deren Erzählungen war Magnus Gäfgen eben nicht der brave Junge, der sich in seiner Kirchengemeinde rührend um Kinder kümmerte und in dessen Vita der Mord wie ein Betriebsunfall daherkommt. Da zeigt sich eher das Bild eines Psychopathen, der schon früh auffällig wird, der aus verschmähter Freundschaft zum Stalker wird und auch schon mal mit Mord droht. Die Mutter des Freundes - den Gäfgen übrigens Jahre später als eigentlichen Entführer bei der Polizei anschwärzte - informierte damals sowohl die Schule als auch die Kirchengemeinde über Gäfgens seltsames Treiben. Konsequenzen hatte das nicht.

Der Film zeigt die Lebensumstände Gäfgens, wie sie auch aus dem Prozess bekannt sind: ein junger, unsicherer Mann, der zu Gleichaltrigen keinen Kontakt findet, irgendwie in einer intellektuell völlig hohlen Luxusclique landet, mit der er in Ibiza auf dicken Max macht, der seine viel jüngere Freundin mit allerlei Geschenken bei Laune hält - bis er völlig blank ist und Entführung und Mord als legitimen Ausweg sieht. Wie so einer tickt, ist nach dem Film genauso unverständlich wie zuvor.

Natürlich beleuchtet der Film noch einen anderen Fall: den Fall Daschner, der mittlerweile untrennbar mit dem Fall Gäfgen verbunden ist. Wolfgang Daschner, damaliger Vizepolizeichef in Frankfurt, hatte Gäfgen im Verhör mit Folter drohen lassen, um herauszufinden, wo Jakobs Versteck ist. In der Bevölkerung hatte er damit größtenteils Zustimmung, in Justiz- und Ermittlerkreisen Entsetzen geerntet.

Daschner zeigte sich bis zuletzt zutiefst von der Richtigkeit seines Tuns durchdrungen. Aber vor allem Daschners Drohung führte dazu, dass Gäfgen bis zum heutigen Tag mit Hilfe eines neuen Anwalts, der bei Betrachtern ähnliche Sympathiewerte wie Gäfgen hat, aus seiner Zelle heraus jammernd Gott und die Welt verklagt, sich zum Opfer stilisiert, unappetitliche Bücher schreibt und noch unappetitlichere Stiftungen gründet.

Allerdings kann auch der Film nicht klären, weshalb Daschner lediglich wegen Nötigung im Amt mit einer eher symbolischen Strafe davonkam. Unklar bleibt auch bis heute, von wem in Wiesbaden er grünes Licht für die Folterandrohung bekommen hatte. Daschner, so erfährt man im Film, will sich in der Öffentlichkeit nicht mehr zu dem Fall äußern.

...


Aus: "Mitgefühl nur mit sich selbst" VON STEFAN BEHR (30.11.2008)
Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1638267_Mitgefuehl-nur-mit-sich-selbst.html?sid=8507313eaa3db6f5e7eba0ba9caaf89c

-.-

Quote
[...] Elena, der 16-jährigen Schwester des Entführungsopfers, von der bekannt ist, wie sehr Gäfgen sie bewundert. Sie war bereit, dem Entführer das Leiden ihrer Familie zu schildern, doch Daschner ließ sie stundenlang auf dem Flur des Polizeireviers warten und schickte sie dann nach Hause. Stattdessen bereitete er die Folterung von Gäfgen vor.

Er wies den Kriminalhauptkommissar Ortwin E. an, Gäfgen mit Schmerzen zu drohen, wie er sie noch nie erlebt habe. Um die Drohung notfalls wahrzumachen, wurde extra ein kampfsportgeübter Polizist aus dem Urlaub zurückgeholt. Die Folter sollte gefilmt und von einem Arzt überwacht werden. Doch letztlich blieb es bei der Drohung. Schon nach zehn Minuten gab Gäfgen auf und führte die Beamten zur Leiche des Jungen.

Als das Vorgehen des Polizeivize drei Monate später bekannt wurde, polarisierte es sofort die Öffentlichkeit. Daschner berief sich nämlich nicht auf einen quälenden Gewissenskonflikt. Er behauptete vielmehr, dass sein Vorgehen von geltendem Recht gedeckt gewesen sei. Die Verbote, eine Aussage mit Gewalt oder Drohungen zu erzwingen - festgeschrieben im Polizeigesetz, in der Strafprozessordnung, im Grundgesetz und im Völkerrecht -, ignorierte er einfach. Es fehlte nur noch, dass er nach dem Muster des Hamburger Richters Schill eine eigene Partei gründete. Populär genug wäre er gewesen. In Umfragen forderten 69 Prozent der Deutschen einen Freispruch für Daschner.

[...]  Am Ende gab es eine Geldstrafe auf Bewährung. Eine mildere Strafe ist kaum möglich. Aber immerhin wurde Daschner verurteilt und das Landgericht billigte ihm keinen übergesetzlichen Notstand zu. Am meisten hat Daschner vermutlich eh seine Versetzung in den Innendienst geschmerzt.

Angesichts dieser aufgewühlten Debatte, die zeigte, wie schnell auch in Deutschland die rechtsstaatliche Fassade bröckeln kann, spielte Gäfgen zunächst keine große Rolle mehr. Auch der Prozess gegen ihn verlief eher unspektakulär. Denn er kooperierte mit dem Gericht und gestand die Tat ausführlich. Doch die von ihm erhoffte Gegenleistung der Richter blieb aus. Das Landgericht verurteilte ihn nicht nur zu lebenslänglicher Haft, sondern stellte auch noch eine "besondere Schwere der Schuld" fest. Gäfgen kann also nicht damit rechnen, bereits nach 15 Jahren wieder freizukommen.

Seither kämpft Jurist Gäfgen, der in der Haft sein Staatsexamen ablegte, um einen neuen Prozess. Plötzlich war die Folterdrohung der Polizei wieder ein Riesenthema. "In drei Jahren" sei Magnus Gäfgen wieder frei, prophezeite sein damaliger Anwalt Hans Ulrich Endres und provozierte damit einen gewaltigen Aufschrei der Öffentlichkeit. Doch weder der Bundesgerichtshof noch das Bundesverfassungsgericht konnten in der Folterdrohung ein generelles Verfahrenshindernis sehen, das jeden Prozess gegen Gäfgen verhindert hätte.

Gäfgen sorgte sich nun auch um sein Bild in der Öffentlichkeit. Er schrieb ein Buch "Allein mit Gott - der Weg zurück". Veröffentlicht wurde es im Eigenverlag von seinem neuen Anwalt Michael Heuchemer. Kritische Leser attestieren dem 215-Seiten-Werk vor allem ein Übermaß an Selbstmitleid.

Das nächste Projekt war die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung, die Gäfgen zusammen mit Heuchemer und dem FDP-Politiker Joachim Schultz-Tornau gründen wollte. Ziel war die Hilfe für jugendliche Opfer von Straftaten. Als Name war "Magnus-Gäfgen-Stiftung" im Gespräch, doch die Öffentlichkeit war erneut empört. Statt sich als Wohltäter aufzuführen, solle Gäfgen lieber still seine Strafe abbüßen. Die Stiftungsverwaltung in Rheinland-Pfalz sah sogar einen Verstoß gegen die "guten Sitten".

Im Moment verfolgen Heuchemer und Gäfgen das Projekt nicht weiter, um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Denn auch Anwalt Heuchemer musste sich schnell Publicity-Sucht nachsagen lassen. Dass er sich auf seiner Homepage als Rolls-Royce-Kenner und Sammler teurer Weine outete, tat noch ein Übriges dazu.

Doch selbst nach der gestrigen Niederlage in Straßburg geht das Prozessmarathon weiter. Gäfgen hat nämlich noch eine Schmerzensgeld-Klage gegen das Land Hessen laufen. Er sei von der Folterdrohung traumatisiert, sagt er. Im März hat das Bundesverfassungsgericht dafür gesorgt, dass der mittellose Gäfgen Prozesskostenhilfe bekommt, um sein Recht verfolgen zu können. Gäfgen geht es dabei, so sein Anwalt, weniger ums Geld. Vielmehr will er herausfinden, ob und wer Daschners Vorgehen im hessischen Innenministerium gedeckt hat. Eigentlich ist das wirklich interessant.


Aus: "Wie sich Magnus Gäfgen als Opfer stilisiert - Ein wehrhafter Mörder" (30.06.2008)
Quelle: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ein-wehrhafter-moerder/

-.-

Quote
[...] Selbst unter Schwerstkriminellen gelten Kindesentführung und Kindermord als besonders abscheuliche Verbrechen. Kindesentführer und Kindermörder sind das Allerletzte, sie leben im Knast gefährlicher als in der Freiheit.

[...] Juristisch ist der Fall geklärt und (beinahe) abgeschlossen, moralisch wirft er noch immer Fragen auf: Darf und kann ein Mörder von der Gesellschaft das Mitleid verlangen, das er seinem Opfer verweigert hat? Darf und kann er alle Mittel ausschöpfen, um sich trotz erwiesener Schuld als der Leidtragende seiner eigenen Tat zu präsentieren?

[...] Jakob von Metzler aber ist tot. Ermordet von einem überdurchschnittlich intelligenten Soziopathen, der bei der Bergung der Leiche, die er in einem Teich versteckt hatte, nicht dabei sein wollte.

Er war so "erschüttert", dass er sich das nicht antun konnte.


Aus: "Der Fall mit dem F-Wort" Henryk M. Broder (01.12.2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,593677,00.html

« Last Edit: December 02, 2008, 10:27:32 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #133 on: December 07, 2008, 02:15:02 PM »

Quote
[...] Der mutmaßliche Bombenleger Peter J. soll zwei Anschläge auf seine Familie verübt haben, ein Sprengsatz riss seiner 12-jährigen Nichte fast den Arm ab. Nun wurde der Flüchtige am Berliner Ostbahnhof gefasst - und ein weiterer möglicher Sprengsatz gefunden.

Berlin - Zehn Tage nach dem Sprengstoffanschlag in einem Berliner Wohnhaus, bei der eine 12-Jährige lebensgefährlich verletzt wurde, ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Der bundesweit gesuchte 32-jährige Peter J. wurde auf dem Ostbahnhof von Beamten der Bundespolizei überwältigt. Über Einzelheiten wollten Ermittler der Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages informieren.

Der seit der Tat flüchtige Mann hatte sich am frühen Abend auf dem Ostbahnhof im Stadtteil Friedrichshain aufgehalten. Er habe bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet, hieß es von Seiten der Polizei. Eine Gefährdung von Unbeteiligten habe es nicht gegeben.

Der Mann war Bundespolizisten aufgefallen, als er auf dem Areal herumlungerte. Ihm wird vorgeworfen, am 26. November zwei Sprengfallen im Stadtteil Rudow gelegt zu haben - Ziel war J.s eigene Familie. Eine Bombe detonierte und riss dabei der zwölfjährigen Nichte des Tatverdächtigen fast einen Arm ab, als sie in den Briefkasten des Hauses schaute.

Die Polizei hatte in den vergangenen Tagen befürchtet, dass der 32-Jährige möglicherweise auch einen Sprengsatz bei sich tragen und diesen zünden könnte. Bei seiner Festnahme sollen jedoch keine Sprengmittel oder Waffen gefunden worden sein, hieß es bei der Polizei.

Wenige Stunden später entdeckten Polizisten einen möglichen Sprengsatz unter einem Altkleidercontainer im Stadtteil Mitte. Der Fund stehe im Zusammenhang mit der Festnahme des Gesuchten, sagte ein Polizeisprecher, ohne zunächst Details zu nennen. Während Experten des LKA mit einem Roboter den verdächtigen Gegenstand in einen Spezialanhänger brachten, war die Straße mehrere Stunden gesperrt.

Das schwerverletzte Mädchen ist inzwischen außer Lebensgefahr, ihr Arm konnte gerettet werden. Weitere Operationen stehen ihr aber noch bevor. Tagelang hatten Spezialisten um das Leben und den Arm der Zwölfjährigen gekämpft. Hintergrund der Tat soll ein langjähriger Familienstreit sein.

Für Hinweise zur Ergreifung des Mannes hatte der Polizeipräsident eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt. Insgesamt waren 76 Hinweise auf den Flüchtigen aus der Bevölkerung eingegangen.

pad/ddp


Aus: "NACH ANSCHLÄGEN AUF FAMILIE: Mutmaßlicher Berliner Bombenleger gefasst" (07.12.2008)
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,594873,00.html

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« Reply #134 on: December 11, 2008, 10:36:46 AM »

Quote
[...] Die „Anthrax attacks“ von 2001 in den USA wurden im Verlauf mehrerer Wochen nach dem 18. September 2001 (eine Woche nach den Terroranschlägen am 11. September 2001) verübt. Briefe mit Milzbranderregern wurden an mehrere Nachrichtensender und Senatoren verschickt. Fünf Menschen starben. Ein Nachspiel der Anschläge war der Erlass des Anti-Terrorgesetzes USA PATRIOT Act. Am 6. August 2008 beschuldigten FBI und Justizministerium Bruce E. Ivins, alleinig für die Anschläge verantwortlich gewesen zu sein, eine Woche zuvor beging er Selbstmord.[1]


[...] Es wird davon ausgegangen, dass die Briefe mit dem Milzbranderreger aus Princeton (New Jersey) verschickt wurden. Im August 2002 stießen Ermittler auf Milzbrandsporen an einem öffentlichen Briefkasten auf der Nassauerstraße nahe dem Campus der Princeton University. Um die 600 Briefkästen wurden auf Milzbrand hin untersucht. Nur der Briefkasten auf der Nassauer Straße fiel im Test positiv aus.

Die Briefe an die New York Post und an die NBC News enthielten folgende Worte:

    09-11-01
    THIS IS NEXT
    TAKE PENACILIN NOW
    DEATH TO AMERICA
    DEATH TO ISRAEL
    ALLAH IS GREAT

Der Inhalt der Briefe an die Senatoren Daschle und Leahy lautete:

    09-11-01
    YOU CAN NOT STOP US.
    WE HAVE THIS ANTHRAX.
    YOU DIE NOW.
    ARE YOU AFRAID?
    DEATH TO AMERICA.
    DEATH TO ISRAEL.
    ALLAH IS GREAT.

Die Absenderadresse der Briefe an Daschle und Leahy:

    4th Grade
    Greendale School
    Franklin Park NJ 08852

Die angegebene Adresse des Absenders ist frei erfunden.

[...]


 Einzelnachweise:

   1. ↑ Officials Say Documents Tie Scientist to Anthrax Attack
   2. ↑ Emerging Infectious Diseases • Vol. 9, No. 6, June 2003 (englisch)
   3. ↑ DNA-Analyse des Milzbrands des ersten Opfers (englisch)
   4. ↑ NPR-News: Justice Department Settles Anthrax Probe Suit (englisch)
   5. ↑ Yahoo News/Associated Press: Dead Army vaccine scientist eyed in anthrax probe (englisch)
   6. ↑ Die Presse: FBI: Anthrax-Anschläge von 2001 sind aufgeklärt, 7. August 2008


Aus: "Anthrax-Anschläge 2001" (18. November 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Anthrax-Anschl%C3%A4ge_2001

-.-

Quote
[...] Die tödlichen Milzbrand-Briefe vom Herbst 2001 kamen aus einem Forschungslabor der Army. Verschickt hat sie ein Angestellter

[...] Am Ende sterben fünf Menschen, nachdem sie Anthrax-Sporen beim Öffnen von Briefen eingeatmet haben, 17 erkranken an Lungenmilzbrand, Tausende werden behandelt. Senator Patrick Leahy lässt wissen, an den Bakterien in der ihm zugedachten Post hätten 100.000 Menschen sterben können.

Die Bush-Regierung kann sich angesichts der Ereignisse in ihrem "Krieg gegen den Terror" bestätigt fühlen und mutmaßt, Saddam Hussein könne Anstifter der Biopiraterie sein. Bald wird in aller Eile der Patriot Act erlassen, der bürgerliche Grundrechte empfindlich einschränkt und das Aufspüren islamischer Extremisten erleichtern soll, doch bleibt die Administration jeden Beweis dafür schuldig, dass die Attentäter aus dieser Richtung kommen.


[...] Nachdem das FBI sieben Jahre unter dem Codenamen Amerithrax ermittelt hat, heißt es 6. August 2008 plötzlich in einer Erklärung, man habe leider den falschen Mann gejagt. Und das bei den umfangreichsten Recherchen aller Zeiten, gab es doch 9.100 Verhöre, die FBI-Kontrolle von über 26.000 E-Mails und 75 Hausdurchsuchungen, dazu Nachforschungen auf sechs Kontinenten.

Man hätte in der Nähe bleiben können, denn im Sommer 2008 wird völlig überraschend der inzwischen 62-jährige Bruce E. Ivins als der gesuchte Serienmörder präsentiert. Der Täter litt laut Selbstdiagnose an einer "paranoiden Persönlichkeitsstörung", als er verseuchte Briefe losschickte. Ivins schrieb seinerzeit in einer E-Mail: "... mir fällt es schon schwer, mein Verhalten im Griff zu behalten. Wenn es wieder wütet in mir, versuche ich, mir weder zu Hause noch im Dienst etwas anmerken zu lassen, damit ich die Pest nicht weiter verbreite."

Ivins trieb augenscheinlich brennender Hass auf die moderne Welt zum Handeln. Ein militanter Feind der Abtreibung, der fürchtete, sein Einsatz für eine Schutzimpfung gegen den Milzbranderreger könnte sich als sinnlos erweisen, weil der Staat seinen finanziellen Part verweigert, also sah er sein Lebenswerk in Gefahr. Als ihn das FBI bereits eingekreist hat, er mit einer Mordanklage und der Todesstrafe rechnen muss, bedroht er sogar Kollegen und seine Psychotherapeutin. Als man ihm schließlich dicht auf den Fersen ist, schluckt er am 29. Juli 2008 eine Überdosis Schlafmittel. Neben seinen Aufzeichnungen findet sich ein Exemplar von Albert Camus´ Roman Die Pest.

Es liegt kein Geständnis vor, doch werten die Ermittler den Selbstmord als Eingeständnis. Der gute Staatsbürger Bruce Ivins war nach Ansicht des US-Justizministeriums allein verantwortlich für die Serie von Milzbrandanschlägen (der irrtümlich beschuldigte Hatfill erhält 5,8 Millionen Dollar Entschädigung). Zwar gilt der Fall seither als aufgeklärt, nur bleiben beängstigende Fragen: Wie war es möglich, dass in einem der gefährlichsten militärischen Forschungslabore der Welt jahrelang ein Psychopath tätig sein konnte, der offenbar versuchte, sich zu therapieren, indem er anderen Leben und Gesundheit raubte?

Die Analyse der Milzbrandbriefe brachte noch etwas anderes ans Licht: Die US-Regierung hatte heimlich eine neue Form von trockenem Milzbrandpulver herstellen lassen, das sich als biologische Angriffswaffe eignet. Hoch konzentriert, leicht zu verteilen und schon in kleinen Mengen tödlich. Angeblich diente die Forschung allein der Landesverteidigung. Experten halten das für unglaubwürdig, die Biowaffenexpertin Barbara Hatch Rosenberg schätzt ein: "Warum man trockenes, waffentaugliches Milzbrandpulver herstellt, ist ganz klar. Man will prüfen und testen, wie es sich im Krieg einsetzen lässt. Man will wissen, wie es sich über große Gebiete verteilt, und wie tödlich es dann noch ist. Ich glaube nicht, dass diese Tests mit waffentauglichem Milzbrand, irgendeinen Sinn für die Verteidigung haben."

...


Aus: "Wenn es wütet in mir" Wolfgang Kötter (11.12.2008)
Quelle: http://www.freitag.de/2008/50/08500801.php

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