Über uns
Das "B-Movie, Kulturinitiative auf St. Pauli e.V." ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Die Vereinsmitglieder sind gleichzeitig KinobetreiberInnen, OrganisatorInnen, ProgrammplanerInnen, VorführerInnen, Tresenkräfte und Ausführende aller anderen, im Kino anfallenden Arbeiten. Dabei arbeiten alle Mitglieder ehrenamtlich und mit einem hohen persönlichen und zeitlichen Aufwand.
Das B-Movie bildet seit 1987 einen festen Bestandteil im kulturellen Angebot des Hamburger Stadtteils St. Pauli und bietet ein abwechslungsreiches, innovatives und vor allem einmaliges Kinoangebot. Jeden Monat wird eine thematische Filmreihe präsentiert, die entweder das filmische Schaffen einer cineastisch relevanten Persönlichkeit vorstellt oder sich mit einem bestimmten künstlerischen, politischen, sozialen oder kulturellen Thema auseinander setzt.
Hinzu kommen regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, die aus dem Verein heraus oder in Zusammenarbeit mit anderen Hamburger Initiativen und Institutionen aus dem Filmbereich entstehen, dazu gehören das Gehörlosenkino, die DIEnstagsDOKU und das DienstagsKino der KurzFilmagentur und das Open Air Kino auf dem Stintfang. Auch finden zahlreiche Einzelveranstaltungen vereinsexterner Gruppen statt. Darunter als prominenteste die Hörbar, welche sich als "Treffpunkt für ProduzentInnen und KonsumentInnen experimenteller Musik" wöchentlich im B-Movie trifft und monatlich ein Konzert im Kinosaal veranstaltet. Die Veranstaltungen werden dabei häufig mit einer Filmvorführung verbunden. Zudem kann man das B-Movie auch für private Veranstaltungen mieten.
Außerdem hat sich das Kino als Festivalkino etabliert. So finden jedes Jahr das Internationale KurzFilmFestival Hamburg, das Japan Filmfestival und die Lesbisch-Schwulen Filmtage zum Teil im B-Movie statt.
Daneben zeichnet sich das Kino durch seinen sozial verträglichen Eintrittspreis von 3,50 Euro aus (das einmal im Monat stattfindende DienstagsKino der KurzFilmAgentur ist sogar kostenlos). Seit März 2008 kann man auch eine Jahreskarte zum Preis von 50 Euro bei uns im Kino erwerben.
Quelle:
http://www.b-movie.de/info/info_selbst.php3 (Stand 11/2009)
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[...] Das Kino auf St. Pauli
ohne Werbung,
im Hinterhof
und in Stereo!
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Verbotsfilme aus der DDR
Die bereits im Oktober begonnene Reihe setzen wir mit sechs weiteren verbotenen und gegenwartskritischen Filmen fort. Protagonisten aller Filme sind Randgruppen und Außenseiter der Gesellschaft, die es in der DDR offiziell aber nicht gegeben hat und die deshalb auch nicht porträtiert werden durften. Einige mutige Regisseure haben sich dennoch dieses Sujets angenommen und erstklassige sowie sehr seltene Zeitdokumente der DDR der 80er Jahre geschaffen.
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Was war heute Mittag hier los?
Stellungnahme zu Sonntag, den 25.10.09
Das B-Movie wurde unter Gewaltandrohung daran gehindert, den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann zu zeigen. "Warum Israel" sollte im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit Kritikmaximierung Hamburg um 15 Uhr in unserem Kino aufgeführt werden. Personen aus dem Spektrum des internationalen Zentrums B5 hatten den Zugang zum B-Movie versperrt.
Trotz mehrmaliger Kommunikationsversuche wurde uns unmissverständlich klar gemacht, dass die Veranstaltung auf keinen Fall zugelassen werde. Um eine gewalttätige Auseinandersetzung zu verhindern, sahen wir uns gezwungen, die Veranstaltung abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Einen derartigen Eingriff in unsere Programmgestaltung lehnen wir prinzipiell ab.
Eine ausführliche Stellungnahme folgt.
Quelle:
http://www.b-movie.de/ (Stand 04.11.2009)
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[...] Stellungnahme zu den Vorfällen am 25.10.2009
Das B-Movie wurde am 25.10.2009 daran gehindert, den Film "Warum
Israel" von Claude Lanzmann zu zeigen. "Warum Israel" sollte im Rahmen
einer Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit Kritikmaximierung
Hamburg um 15 Uhr in unserem Kino aufgeführt werden. Personen aus dem
Spektrum des benachbarten internationalen Zentrums B5 hatten den
Zugang zum B-Movie abgesperrt. In einer Agitprop-Vorstellung wurde ein
"israelischer Checkpoint" errichtet. Die dargestellten israelischen
Soldaten waren mit selbstgeschnitzten Holzgewehren ausgerüstet. Andere
an der Blockade beteiligte Personen waren mit Fahrradschlössern und
Schlaghandschuhen bewaffnet. Bei mehrfachen Gesprächsversuchen wurde
uns unter Gewaltandrohung deutlich gemacht, dass die Veranstaltung auf
keinen Fall zugelassen werde. Um eine Eskalation zu verhindern, sahen
wir uns gezwungen, die Veranstaltung abzusagen. Dennoch kam es zu
nicht tolerierbaren Beschimpfungen und mindestens drei unserer Gäste
wurden durch Faustschläge ins Gesicht verletzt.
Bereits im Vorfeld wurden wir von Vertretern der B5 besucht, die sich
gegen die Veranstaltung aussprachen, da sie sich als unsere Nachbarn
durch den Film und unsere Gäste gestört fühlen würden. Unser Angebot,
sich die Filmvorführung anzuschauen und an der Diskussion
teilzunehmen, wurde abgelehnt. Wie sich dabei herausstellte, hatten
weder die Vertreter noch die restlichen Kritiker aus der B5 den Film
überhaupt gesehen.
Das B-Movie ist ein selbstverwaltetes und unkommerzielles Kino. Wir
zeigen die Filme, die wir zeigen wollen und machen Veranstaltungen mit
unterschiedlichen Partnern. Dabei sind wir offen für viele Meinungen
und Überzeugungen, für Diskussion, Kritik oder auch Streit. Aber nicht
für Gewalt.
Die Veranstaltung "Warum Israel" ist in Absprache mit
Kritikmaximierung Hamburg auf Sonntag, den 13.12.09 um 16:00 Uhr
verlegt worden.
Wir appellieren an alle, einen gewaltfreien Ablauf der Aufführung und
der anschließenden Diskussion zu ermöglichen.
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Aus: "Stellungnahme zu den Vorfällen am 25.10.2009"
Email: B-Movie Programm im November
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Nachtrag:
Regisseur Lanzmann "schockiert" über Krawalle bei Israel-Film
Von Sebastian Hammelehle (19.11.2009)
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,661980,00.html-.-
[...] Eine Filmaufführung zu verhindern, Bilder zu verbieten, war eine bewährte Methode der Nationalsozialisten.
"Israel-Film blockiert - Antifas als Antisemiten" Christiane Peitz (22.11.2009)
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 22.11.2009)
Quelle:
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Claude-Lanzmann;art772,2956204