Author Topic: [Das Vorhaben mit dem Codenamen "Sentinel"... (FBI)]  (Read 2045 times)

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[Das Vorhaben mit dem Codenamen "Sentinel"... (FBI)]
« on: May 30, 2007, 02:48:14 PM »
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[...] Über die Spezifikationen des neu geplanten IT-Vorhabens hüllen sich die Verantwortlichen in Schweigen. Mueller zufolgte verfügten seine Agenten nach wie vor nicht über ein intelligentes, leicht zu bedienendes Informationssystem. Stattdessen müssten sie sich mühsam und langwierig durch Papierarchive wühlen, um an für ihre Ermittlungen wichtige Informationen zu kommen. Das soll sich mit Sentinel ändern. Das FBI erhofft sich damit eine effektive Verwaltungs-Software, um ihre Fälle zu bearbeiten. Außerdem sollen Informationen künftig nur noch digital vorliegen und sich elektronisch abrufen lassen. Dazu müsse das System Schnittstellen zu verschiedenen Datenbanken mitbringen. Über die voraussichtlichen Kosten will die FBI-Spitze bislang nicht spekulieren. Insider rechnen jedoch damit, dass die Behörde für Sentinel fast 800 Millionen US-Dollar auf den Tisch legen muss. (Martin Bayer/uba)


Aus: "FBI nimmt neuen Anlauf für IT-Erneuerung" Nachdem das US-amerikanische Federal Bureau of Investigation (FBI) Anfang des Jahres einräumen musste, mit seinem IT-Projekt für ein neues "Virtual-Case-File"-System (VCF) gescheitert zu sein, unternimmt die Behörde nun einen neuen Anlauf.
Das Vorhaben mit dem Codenamen "Sentinel" soll VCF ablösen und die Agenten irgendwann in der Zukunft mit einem funktionierenden Informationssystem ausrüsten. 40 Bewerber wurden aufgefordert, Angebote für das Großprojekt einzureichen. (12.08.2005, tecchannel.de)
Quelle: http://www.tecchannel.de/news/themen/business/431595/

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[...] Das Federal Bureau of Investigation (FBI), der Inlandsgeheimdienst der USA, muss sich wegen IT-Fragen vor einer Rechnungsprüfungskommission fürchten.

Eine Blamage, eine Frechheit und eine Geldverschwendung - so nannten amerikanische Bürgerrechtler gegenüber dem Fernsehsender CNN die IT-Budgetierung im FBI. Jetzt geht das Government Accountability Office (GAO), etwa vergleichbar unserem Bundesrechnungshof, den Vorwürfen der Geldverschwendung gründlich nach.

Vor allem die aktuellen IT-Ausgaben sind den Prüfern ein Rätsel. Deshalb haben sie eine eigene Jury, die mit der FBI-Buchprüfung betraut ist, beauftragt. Sie beurteilt derzeit eine Antwort des FBI auf die Frage, wie effektiv und kostenkontrollierend die Schlapphüte mit dem IT-Budget umgehen. Besondere Aufmerksamkeit genießt dabei das mit 305 Millionen Dollar veranschlagte Projekt 'Sentinel', das eine Erfassung, Überwachung und Kontrolle für jeden US-Bürger vorsieht. Außerdem enthält es - und das ist der eigentliche Pferdefuß - eine Vernetzung zwischen Exekutive, Legislative und Judikative mittels gemeinsamen Datenbanken.

Die GAO-Beamten haben jetzt gefordert, dass das FBI über seine Projekte und deren Umsetzung besser Bescheid wissen sollte - sie sind also mit der Antwort auf ihre Anfrage vom Mai dieses Jahres nicht zufrieden. Außerdem kritisierten sie scharf die laxe Umgehensweise des FBI-IT-Departments mit Freiberufler-Verträgen und deren Kostenstruktur. Das FBI müsse ferner eine bessere Kontrolle über die eigenen IT-Einkäufe an den Tag legen, hieß es vom GAO. Ansonsten werde das Sentinel-Projekt scheitern. Die Steuermillionen wären unwiederbringlich verschwendet.


Aus: "Vorwurf: IT-Budget des FBI gibt Rätsel auf" (silicon.de, 14.06.2006)
Quelle: http://www.silicon.de/enid/cio/19998