COMMUNICATIONS LASER #17
February 07, 2012, 08:02:15 PM *
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Author Topic: [Data Mining und Abweichungsanalyse... ]  (Read 18413 times)
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« on: June 09, 2005, 03:42:11 PM »

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[...] González wollte Mobilitätsgewohnheiten untersuchen. Zu diesem Zweck wurden dann die Bewegungen von 100.000 Menschen über ein halbes Jahr ausgewertet – ohne dass diese ihr Einverständnis dazu gegeben haben, ohne auch nur gefragt zu werden. Es war in dem Fall dieser Studie völlig unklar, ob bestehende Datenschutzbestimmungen eingehalten wurden. Die Telefongesellschaft behauptet, die Daten wären anonymisiert worden, aber es ist nicht klar, was eigentlich anonymisiert in diesem Zusammenhang bedeutet. Es ist sehr, sehr einfach, herauszufinden, wer eine Person ist, wenn man ihren Aufenthaltsort und ihre Bewegungen kennt. Geografie ist Identität – wenn du weißt, wo jemand ist, weißt auch bald, wer er ist.

...


Aus: ""Position ist Identität"" Matthias Becker (TP, 11.05.2009)
Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30238/1.html


-.-

Quote
[...] Ein Gericht im schweizerischen Genf hat eine Klage gegen IBM wegen einer angeblichen Mitschuld des Konzerns am Holocaust zurückgewiesen. Der Fall sei bereits verjährt, begründeten die Richter die Entscheidung. Die Sinti- und Roma-Organisation "Gypsys International Recognition and Compensation Action" (GIRCA) hatte IBM im Namen von fünf Angehörigen von KZ-Opfern verklagt. Ihr Anwalt kündigte Berufung an.

[...] Die Lochkartenmaschinen von IBMs deutscher Tochterfirma "Deutsche Hollerith Maschinen GmbH" (Dehomag) hätten den Nazis dabei geholfen, den Holocaust effizienter zu organisieren. IBM weist die Vorwürfe zurück.

Das Unternehmen sei nicht verantwortlich dafür, wie die Maschinen während der Nazi-Zeit eingesetzt wurden. Außerdem, argumentiert IBM, sei die Dehomag von den Nazis kurz vor dem zweiten Weltkrieg übernommen worden. Man habe so keine Kontrolle mehr über den Einsatz der Maschinen gehabt. Nach Angaben der GIRCA habe der Konzern aber auch nach der Übernahme Kontakt zu seinen Kunden gehalten.

Ausgelöst wurde die Klage der GIRCA durch eine Arbeit des US-Wissenschaftlers Edwin Black aus dem Jahr 2001. In dem Buch "IBM und der Holocaust" beschreibt er, wie die Lochkarten des Unternehmens eingesetzt wurden, um den Massenmord in den Nazi-KZs effektiver zu machen.


Aus: "Holocaust-Klage gegen IBM zurückgewiesen - Schweizer Gericht betrachtet Fall als verjährt" (04.05.2005)
http://decus.silicon.de/cpo/news-wipo/detail.php?nr=20979

-.-

Quote
[...] Schon am 17. August 1935 hatte die Gestapo die Einrichtung einer reichsweiten „Judenkartei” angeordnet, um die deutschen Juden regional und lokal zu erfassen und zu überwachen.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichspogromnacht (10. November 2008)

« Last Edit: May 12, 2009, 11:30:22 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #1 on: June 16, 2005, 04:32:53 PM »

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Unter Data Mining versteht man das systematische (in der Regel automatisierte oder halbautomatische) Entdecken und Extrahieren unbekannter Informationen aus großen Mengen von Daten.

[...] Riesige Datenmengen entstehen heute in Unternehmen, in Forschungsprojekten, in Verwaltungen oder im Internet. Data Mining ermöglicht das automatische Auswerten solcher Datenbestände mit Hilfe von statistischen Verfahren, künstlichen neuronalen Netzwerken, Fuzzy-Clustering Verfahren oder genetischen Algorithmen. Ziel dabei ist das Aufspüren von Regeln bzw. statistischen Auffälligkeiten. So lassen sich z. B. Änderungen im Verhalten von Kunden oder Kundengruppen aufspüren und Geschäftsstrategien können darauf ausgerichtet werden. Es kann aber auch abweichendes Verhalten einzelner Personen erkannt werden.

[...] BENSBERG versteht Data Mining als integrierten Prozess, „der durch Anwendung von Methoden auf einen Datenbestand Muster entdeckt“. Der Begriff Data Mining wird hier aus prozessorientierter Sicht definiert; Ziel ist die Erkennung von Mustern.

[...] Die Interpretation der entdeckten Muster obliegt dabei dem jeweiligen Empfänger, ist folglich nicht dem Data-Mining-Prozess zuzuordnen und stellt konzeptionell die Abgrenzung zum Konzept des Knowledge Discovery in Databases dar. Der Data-Mining-Prozess umfasst somit, ausgehend von der Datenselektion, alle Aktivitäten, die zur Kommunikation von in Datenbeständen entdeckten Mustern notwendig sind.

[...] der Data-Mining-Prozess [wird] in vier Phasen unterteilt: Datenselektion, Datenvorbereitung, Mustererkennung und Kommunikation.

[...] Abweichungsanalyse:
Im Rahmen der Abweichungsanalyse werden solche Informationsobjekte ermittelt und analysiert, die für bestimmte Merkmalswerte von einer Norm oder einem erwarteten Wert abweichen. Das Ziel besteht darin, diese Abweichungen zu analysieren und zu interpretieren...

Bruchstücke aus: "Data-Mining" (16.06.2005)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Data-Mining
« Last Edit: December 06, 2007, 04:26:29 PM by Textaris » Logged
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« Reply #2 on: September 24, 2005, 09:35:02 AM »

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[...] "Bei Data Mining habe ich ein Terrabyte an Rohdaten und lasse ohne konkrete Spur Suchalgorithmen los und schaue, ob es irgendwelche Muster gibt", sagt Ralf Bendraht, Politikwissenschaftler und Betreiber der Mailingliste infowar.de. "Data Mining kommt ganz stark aus der Industrie. Versandhäuser und Firmen der Reisebranche lassen zum Beispiel solche Software laufen. Damit will man ermitteln, ob es neue Trends gibt oder spezielle Muster zu erkennen sind."

Der Software ist es dabei egal, was für Daten ihr vorgesetzt werden. "Es spielt also keine Rolle, ob es um eine Kundendatenbank oder eine Verbrecherkartei geht", erklärt der Mathematiker Holm Sieber, Projektleiter bei Prudsys, einem Anbieter von Data-Mining-Lösungen. "Es gibt natürlich verschiedene Algorithmen und Verfahren, die inhaltlich völlig andere Fragen beantworten können." Solche Verfahren werden auch bei den europäischen Sicherheitsbehörden eingesetzt, aber bei Europol oder dem deutschen Verfassungsschutz ist man sehr schweigsam, wenn es um den Einsatz von Software und Technologie geht.

Aus: "Überwachung auf dem Vormarsch" von Michael Voregger
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,376153,00.html (23.09.2005)
« Last Edit: December 06, 2007, 04:26:39 PM by lemonhorse » Logged
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« Reply #3 on: October 06, 2005, 12:41:51 PM »

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[...] 205 Mitarbeiter hat der Softwarehersteller "Autonomy", und die machen fast 65 Millionen Euro Umsatz. Das kostspielige Produkt des Unternehmens: Eine Software, die ganz automatisch große Datenmengen nach Mustern durchsucht, E-Mails zum Beispiel. Unternehmen und Geheimdienste sind Stammkunden.

Normale Nutzer kennen den Namen dieser Software-Firma nicht, denn ihre Produkte sind mit durchschnittlich 350.000 Dollar je Installation ausgesprochen teuer. Doch mehr als 1000 Firmenkunden - darunter große Namen wie BP, AstraZeneca, DaimlerChrysler, CNN, General Electric, Siemens, Philip Morris und Nestlé - fanden die Kosten nicht zu hoch. Und seit den Anschlägen am 11. September 2001 verzeichnet das britische Unternehmen Autonomy steigende Nachfrage aus einer unerwarteten Ecke: von Geheimdiensten und anderen Sicherheitsbehörden.

"Geheimdienste wollen Dinge wissen, von denen sie nichts wissen. Und von denen sie nicht wissen, wie sie danach suchen sollen", sagt Ian Black, Managing Director der Autonomy-Tochter Aungate. Tatsächlich kann ihnen dabei geholfen werden: Die Analyse-Software durchsucht automatisch große Mengen unstrukturierter Daten wie E-Mails und Telefongespräche unabhängig von der Sprache und erkennt die Kernaussage des Materials.

[...] Mittlerweile sollen etwa 30 Prozent der Autonomy-Umsätze von Nachrichtendiensten stammen. Beim Unternehmen selbst möchte niemand offen über dieses gute Geschäft sprechen - es könne dem guten Ruf schaden, heißt es. "Wir hatten nicht vor, eine Software für Geheimdienste zu entwickeln", sagt ein Mitarbeiter, "aber sie hat nun einmal die einzigartige Fähigkeit, den Sinn von Daten zu verstehen."


Von Johannes Klostermeier, Technology Review
Aus: "Der Liebling der Geheimdienste" (06. Oktober 2005)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,378099,00.html
« Last Edit: September 26, 2007, 11:14:36 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #4 on: November 13, 2005, 04:39:11 PM »

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Koalition fahndet in Datenbanken nach Hartz-IV-Betrügern - Millionen Datensätze sollen abgeglichen werden

Über einen riesigen Datenabgleich will die Bundesagentur für Arbeit Betrügern auf die Schliche kommen. So sollen über einen Vergleich der Rentenversicherungen und den Finanzen diejenigen identifiziert werden, die unrechtmäßig Arbeitslosengeld kassieren.

Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf ein internes Papier der künftigen Bundesregierung berichtet, sollen bereits im Oktober fünf Millionen Datensätze der Arbeitsagentur an den Verband der Rentenversicherungsträger übermittelt worden sein.

Die Ergebnisse werden im Dezember vorliegen. Solche Vergleiche will die Regierung in regelmäßigen Abständen durchführen. Zudem plant die angehende große Koalition, noch 2005 eine entsprechende Rechtsgrundlage für die elektronische Rasterfahndung in den Datenbanken durchzusetzen.

Konten und Depots im Ausland, die bei den Anträgen nicht angeführt wurden, würden dann ebenfalls in die Suche mit einbezogen. Eine Regelung der EU über den Austausch von Informationen zum Zinserwerb im europäischen Ausland mache das möglich.


Aus: "Koalition fahndet in Datenbanken nach Hartz-IV-Betrügern" (silicon.de / 11.11.2005 15:44)
Quelle: http://www.silicon.de/cpo/news-wipo/detail.php?nr=24860
« Last Edit: December 06, 2007, 04:26:52 PM by lemonhorse » Logged
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« Reply #5 on: December 19, 2005, 01:44:14 PM »

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[...] Nach den Erkenntnissen des Genossenschaftsverband Bayern (GVB) wandern inzwischen nicht mehr nur große Vermögen ab. "Die Kapitalflucht geht quer durch alle soziale Schichten und hat ein erschreckendes Ausmaß erreicht.

Die Folgen des im April 2005 faktisch abgeschafften Bankgeheimnisses sind dramatisch", sagte der Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern, Stephan Götzl. Auch bei den Sparkassen heißt es, dass mittlerweile von Kunden bereits Sparbüchern mit weniger als 10.000 Euro ins Ausland transferiert würden.

Nach einer Umfrage des GVB, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, sind alleine bei 140 bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken seit Anfang des Jahres Einlagen von etwa 350 Millionen Euro ins benachbarte Ausland abgeflossen. Auch die Sparkassen verzeichneten einen Abfluss in dreistelliger Millionenbereich, sagte Siegfried Naser, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, der SZ.

Betroffen seien dabei vor allem die Institute im Grenzland zu Österreich, heißt es. Eine genaue Statistik über die Kapitalflucht gibt es aber weder bei den bayerischen Sparkassen noch für ganz Deutschland. Auch die privaten Banken klagen über einen Exodus der Kunden. Günther Picker vom Bayerischen Bankenverband verwies auf Schätzungen, nach denen alleine in Österreich deutsches Kapital in Höhe von 50 Milliarden Euro angelegt ist.

Steuerfachanwälte berichten ebenfalls von einer verstärkten Bereitschaft, Geld aus Deutschland abzuziehen. "Die Kapitalflucht hat sich verstärkt. Was wir jetzt sehen, ist aber erst der Anfang, viele werden noch weggehen", sagte der Bremer Steuerfachanwalt Hanspeter Daragan...


Aus: "Kontoabfragen treiben Kunden ins Ausland - Die seit 1. April in Deutschland erlaubte Kontenabfrage durch Finanzämter und andere Behörden hat nach Angaben von Bankenverbänden zu einer verstärkten Kapitalflucht aus Deutschland geführt.
Von Caspar Busse und Thomas Öchsner" (19.12.2005)

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,wirm2/wirtschaft/artikel/456/66390/
« Last Edit: September 26, 2007, 11:14:59 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #6 on: January 16, 2006, 12:48:43 PM »

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[...] Das Aussieben der Kunden nach Arm und Reich ist zu einem wichtigen Instrument im Produktmarketing geworden. "Scoring" nennt sich das Verfahren, mit dem Kunden je nach Branche anhand hunderter Kriterien nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit benotet werden. Weil die Kundenbenotung heute in vielen Branchen üblich ist, hat jeder Bundesbürger viele Scores, denn Banken interessieren sich für andere Kriterien als Mobilfunkfirmen oder Versandhändler.

[...] Mithilfe von Computern, schlauer Statistiksoftware und Bergen von Kunden-, und soziodemografischen Daten produzieren die Datenhändler individuelle Konsumprofile, die sie für viel Geld an die Wirtschaft verkaufen. Selbst harmlose Kleinanzeigen werden ausgeschlachtet. Die Firma Koop Direktmarketing sammelt systematisch Autoannoncen, denn wer sein Auto verkauft, will sich oft wieder ein neues kaufen. Anhand der Telefonnummer lässt sich mit geeigneter Software die Anschrift des Inserenten herausfinden. Potenzielle Käufer der Adressen sind Autohersteller, Versicherungen und Banken. 1.000 "Autowechsler-Adressen" kosten derzeit 333 Euro - ganz legal.

Zwei große Player beherrschen die deutsche Szene: die Bertelsmann Tochter Arvato mit 4 Milliarden Euro Jahresumsatz und der weltweit größte Versandhändler, die Otto Gruppe. Sosehr sich die Datensammler im Hintergrund halten, so bewusst bewegen sie sich beim "Scoring" in einer juristischen Grauzone. Denn das Bundesdatenschutzgesetz definiert strenge Auflagen, was Unternehmen mit personenbezogenen Daten machen dürfen und was nicht. Doch die Wirtschaft leugnet schlicht, dass ihre Kundenbenotungen unter das Gesetz fallen, weil sie angeblich keine personenbezogenen Daten sind. Schließlich vermischten "Scores" individuelle Daten mit allgemeinen Daten wie der Wohngegend oder der Berufsgruppe. Datenschützer widersprechen dem vehement.


Aus: "Das Kundenraster - Mit Millionen von Persönlichkeitsprofilen sieben Firmen Kunden - und diskriminieren sie" von Tarik Ahmia (16.01.2005)
Quelle: http://www.taz.de/pt/2006/01/16/a0138.1/text
« Last Edit: September 26, 2007, 11:15:09 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #7 on: February 07, 2006, 10:37:46 AM »

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[...]  Ein Verkäufer in der BMW-Niederlassung am Offakamp weiß innerhalb von 15 Minuten, ob er einem Kunden einen Leasing-Vertrag anbieten darf. Er trägt am PC-Bildschirm Daten wie Familienstand, monatliches Einkommen, Beruf und Arbeitgeber ein. Das Computer-Programm der BMW-Bank überprüft diese Daten und fragt automatisch bei der Schufa nach. Handelt es sich um einen Gewerbetreibenden, recherchiert das Programm zudem bei der Wirtschaftsauskunftei Creditreform.

Mit sogenannten Scoring-Punkten bewertet das Programm auch die Branche, in der der Kunde tätig ist. Mediziner und Notare erhalten bei fast jedem Autokonzern ein besseres Rating als beispielsweise Gastronomen. "Guardean" heißt die Lösung, die von der SHS Informationssysteme entwickelt und bei BMW Financial Services eingeführt wurde.

Auch andere Hamburger Autohäuser, Versandhändler und Finanzunternehmen arbeiten mit solchen Kreditvergabe-Tools. Zu den Anbietern gehören neben US-Firmen auch deutsche Software-Unternehmen wie afb Application Services, der Bank-Verlag und die Hamburger PPI Financial Systems.


Bruchstück aus: "Der gläserne Kunde - Bonitätsprüfung mit der Maus" - Hamburger Banken, Versandhäuser und Autohändler setzen bei der Kreditvergabe zunehmend spezielle Computerprogramme ein von Jürgen Hoffmann (Artikel erschienen am Mon, 6. Februar 2006)
Quelle: http://www.welt.de/data/2006/02/06/841651.html

« Last Edit: September 26, 2007, 11:15:28 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #8 on: March 02, 2006, 08:53:43 AM »

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[...] Die Liste der Datensammler wird immer länger, daran gibt es keinen Zweifel. Auch der Handel hat großes Interesse, die Vorlieben der Kunden näher kennen zu lernen. Und die Kunden machen gerne mit. Kaum eine Firma, die nicht mit Kundenkarten wie Payback und Happy Diggets die Kaufgewohnheiten ermittelt. In Zukunft werden Funketiketten in so gut wieder jeder Ware zu erkennen geben, welche Krawatten man mag und wo man sie am liebsten einkauft. Hinzu kommt das Interesse des Staates an möglichst umfassenden Informationen. Videoüberwachung, biometrische Personenerkennung am Flughafen, Rasterfahndung. Nach drei Monaten gab das Team von Erich Schütz auf: „Es ist längst nicht mehr möglich, alle Datenbanken aufzuspüren, in denen die eigenen Daten gespeichert werden“, geben sich die Reporter geschlagen. (Kurt Sagatz)


Aus: "Wer hat meine Daten" (DER FERNSEH Tipp; 01.03.2006)
Quelle: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/01.03.2006/2381687.asp
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« Reply #9 on: March 13, 2006, 09:27:00 AM »

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[...] Für sich genommen [...] seien diese isolierten Daten zwar wenig aussagekräftig und - da über "Hunderte von Büchereien, Rathäuser und Gerichte im ganzen Land verteilt" - auch nur ein "geringes Risiko für die Privatsphäre". Mit "Datamining"-Methoden zueinander in Beziehung gesetzt und analysiert aber würden sie zu einem "gefährlichen Instrument in den falschen Händen".

[...] Eine geballte Datenmacht, die es in Kombination mit Informationen aus öffentlich zugänglichen Quellen, Lokalisierungs- und Routing-Services, elektronischen Telefonbüchern und Searchengines erlaubt, auch verdeckte Identitäten durch die Feststellung von biografischen Brüchen und Unregelmäßigkeiten offen zu legen. Vor der Veröffentlichung informierte die "Tribune" die CIA und legte den Geheimen die Ergebnisse der Recherchen vor.

Die zeigten sich beeindruckt. "Tarnung ist immer wieder ein Thema; wir bemühen uns immer wieder darum, sie zu verbessern", sagte CIA-Sprecher Tom Crispell der Nachrichtenagentur AP. Die Chefsprecherin der CIA, Jennifer Dyck, räumte in der "Chicago Tribune" ein, dass die Tarnung in Zeiten des Internets schwieriger geworden sei. "Dinge, die früher funktionierten, sind heute nicht mehr möglich."

[...] Die Zeitung konnte [ ] zwei Dutzend CIA-Einrichtungen in mehreren US-Staaten lokalisieren.

Eine ist das legendäre CIA-Trainingslager "The Farm" in Virginia, dessen Existenz über Jahrzehnte geheim gehalten wurde. Mit erschreckender Leichtigkeit sei es gelungen, 26 örtliche Angestellte zu ermitteln, zum Teil mit Privatadressen, die die Zeitung der CIA in Kombination mit Ausdrucken von Straßenkarten und Satellitenbildern der betreffenden Orte übergab. Über die "Farm" gelang auch die Identifizierung von 17 Flugzeugen, die die dortigen Anlagen genutzt haben sollen. Mit einigen dieser Maschinen sollen mutmaßliche Terroristen transportiert worden sein, von denen einige nachher aussagten, sie seien gefoltert worden, berichtet die "Tribune".


Aus: "Tausende CIA-Mitarbeiter enttarnt" (Desaster für den US-Geheimdienst: Mit völlig legalen Online-Recherchen konnte die "Chicago Tribune" Tausende  Angestellte, geheime Trainingslager und die berüchtigten Flugzeuge der CIA identifizieren. Der Dienst gestand ein, dass die Zeitung etliche verdeckt operierende Agenten enttarnte.) (spiegel.de; 12. März 2006)
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,405594,00.html
« Last Edit: September 26, 2007, 11:15:45 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #10 on: March 23, 2006, 08:57:53 AM »

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[...] Unternehmen können mittlerweile aus einem gigantischen Informationspool schöpfen: Gesellschaften wie die Schober Information Group bieten bereits bis zu 400 Daten über rund 90 Prozent der deutschen Haushalte an. Hinzu kommen die Datenbestände, die Firmen über ihre eigenen Kunden sammeln.

Bei den Klassifizierungen geht es darum, die Konsumenten zu bewerten und ihr künftiges Verhalten vorauszusagen. Um das zu erreichen, werden sie anhand der vorhandenen Daten benotet: Sie bekommen einen mit Hilfe statistischer Verfahren gewonnenen Score (zu deutsch: Auswertung, Note), der eine Zahl sein kann oder auch nur in einem schlichten Urteil wie "gut" oder "schlecht" mündet.

Da Scoring-Verfahren mittlerweile quer durch alle Branchen eingesetzt werden, hat der Durchschnittsbürger nicht nur einen, sondern viele Scores: Eine Bank wird ihn anders einschätzen als ein Telekommunikationsunternehmen oder ein Versandhändler. Ziel der Firmen ist es, sich mit Hilfe dieser persönlichen Noten eine attraktive Klientel zusammenzustellen: Die Banken wollen die Ausfälle im Kreditbereich minimieren, Versandhäuser wollen nicht auf ihren Rechnungen sitzen bleiben, und alle wollen vielversprechende Kundenbeziehungen ausbauen.

Der Kunde selbst wird von den Scoring-Verfahren meist kaum Notiz nehmen, denn oft sind die Hinweise darauf nur vage: Vielleicht drängt ihn ein Geldhaus zum günstigen Ratenkredit, oder er bekommt ungefragt einen Katalog zugesandt. Offensichtlicher wird ihr Einsatz erst dann, wenn ein Telekommunikationskonzern den Vertrag nicht zu den bestehenden Konditionen verlängern möchte, ein Händler plötzlich nur noch gegen Vorkasse versendet oder eine Bank den Kredit verweigert.

[....] In den kommenden Jahren wird der Einsatz von Scoring-Verfahren rasant zunehmen. Gerade im Bankenbereich, denn im Jahr 2007 werden die neuen Basel-II-Eigenkapitalrichtlinien eingeführt. Spätestens dann werden die meisten Banken ihre Kreditzinsen "risikoabhängig", also in Anlehnung an den Score gestalten.



Aus: "Scoring-Verfahren standardisieren den Verbraucher - Das ganze Leben in einer Zahl" Was in den USA seit vielen Jahren üblich ist, findet zunehmend auch in Deutschland statt: Automatisierte Verfahren, mit denen Unternehmen ihre Kunden klassifizieren.
Von Hans von der Hagen  (SZ vom 15.07.2005)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/780/56724/
« Last Edit: September 26, 2007, 11:17:18 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #11 on: May 24, 2006, 06:04:52 PM »

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[...] Die Computer-Rasterfahndung zur Kriminalitätsbekämpfung vergleicht Merkmale von Menschen auf etwaige Übereinstimmungen. Sie ist ein maschineller Vergleich von Datenbeständen öffentlicher und privater Stellen. Genutzt werden beispielsweise Daten von Einwohnermeldeämtern, polizeiliche Erkenntnisse, Sammlungen von Krankenkassen. Durch das Abgleichen der Daten wird der Kreis Verdächtiger immer enger gezogen.

Die systematisierte Fahndungsmethode wurde Mitte der 60er Jahre vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden entwickelt und spielte vor allem bei der Bekämpfung des RAF-Terrorismus in den 70-er Jahren in Deutschland eine wichtige Rolle. Bei der Rasterfahndung setzten die Ermittler damals voraus, dass Terroristen nicht polizeilich gemeldet sind und ihre Stromrechnungen bar bezahlen. Die Daten der Einwohnermeldeämter wurden dann mit denen barzahlender Stromkunden verglichen. Gegen die Rasterfahndung wurden damals erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken laut.

Heute ist das Vorgehen im Paragraf 98a der Strafprozessordnung geregelt. Voraussetzung für die Anwendung der Rasterfahndung ist das Vorliegen einer "Straftat von erheblicher Bedeutung". "Die Maßnahme darf nur angeordnet werden, wenn die Erforschung des Sachverhaltes oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes des Täters auf andere Weise erheblich weniger Erfolg versprechend oder wesentlich erschwert wäre", heißt es.



Aus: "Stichwort: Rasterfahndung" (Stand: 05.09.2002 15:53 Uhr)
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID264120_REF_NAV_BAB,00.html

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[...] Die von Bundesinnenminister Otto Schily nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gestartete Rasterfahndung hat nach ARD-Informationen auf die Spur keines einzigen Terroristen geführt.

 Wie "Panorama" berichtete sammelten die Landeskriminalämter mehr als 8,3 Millionen Datensätze. Bundesweit hätten sich daraus fast 19.000 "Prüffälle" ergeben, die sich jedoch sämtlich als harmlos erwiesen hätten. Lediglich in Hamburg sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, aber wieder eingestellt worden.

Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums wurden im Freistaat in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehr als 94.000 Personen erfasst. 2236 seien dabei überprüft wurden, hatte das Ministerium bereits am Mittwoch auf dpa-Anfrage erklärt. Ziel war es, potenzielle Terroristen zu finden, die wie der Hamburger Todespilot des 11. September 2001, Mohammed Atta, äußerlich unauffällig und angepasst lebten.


Aus: "Panorama-Recherche: Rasterfahndung ohne Erfolg" (Stand: 08.04.2004 22:28 Uhr)
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3184240_REF_NAV_BAB,00.html

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[...] Das Bundesverfassungsgericht hat die Rasterfahndung eingeschränkt. Eine allgemeine Bedrohung, wie sie seit den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 bestehe, reiche für die Anwendung der Rasterfahndung nicht aus, hieß es in dem Beschluss des Karlsruher Gerichts. Den Ermittlern müssten konkrete Beweise über beabsichtigte Anschläge in Deutschland vorliegen.

[...] Die Verfassungsrichter betonten, dass es sich bei der Rasterfahndung um Ermittlungen ohne Verdacht handelt. Nicht nur die Daten von Einwohnermeldeämtern und Ausländerbehörden könnten erhoben werden, auch private Dateien dürften mit staatlichen kombiniert werden. Die Betroffenen müssten davon nichts erfahren. Das seien schwerwiegende Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte, die nur bei einer konkreten Gefahr für hochrangige Rechtsgüter gerechtfertigt seien. Als "Vorfeldermittlung" zur Gefahrenanalyse nannten sie den Einsatz der Rasterfahndung unverhältnismäßig.


Aus: "Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Karlsruhe schränkt Rasterfahndung ein" (Stand: 24.05.2006 02:53 Uhr)
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5554122,00.html
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« Reply #12 on: July 15, 2006, 11:08:28 AM »

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[...] "Mehr als 200 Merkmale werden aus den Daten des Kunden wie Verdienst, Alter, Beruf, Arbeitgeber, Wohnort definiert und ausgewertet", sagt Tjiang. Details und Gewichtung bleiben das Geheimnis der Bank. "Aber sicher kann man davon ausgehen, daß das bisherige Zahlungsverhalten und die Dauer der Beschäftigung einen besonderen Einfluß haben", so Tjiang. Das Verfahren wird nicht nur bei der Kreditvergabe genutzt, sondern auch beim Abschluß von Handyverträgen oder von Versandhäusern. Hauptquelle für das Scoring ist die Schufa, die die Kreditbiographie von rund 63 Millionen Bundesbürgern speichert. Aber auch andere Firmen sammeln Daten. Die Bewertung der Anschrift erfolgt durch die Deutsche Post Adress GmbH, die auf Grund von Ort, Straße und Hausnummer eine Risikobewertung vornimmt. Dabei werden Rückschlüsse über das soziale Wohnumfeld gezogen.

"Sicher müssen einige Daten für die Bonitätsprüfung der Kunden herangezogen werden, das Problem ist nur, daß dieses System für die Kunden eine Black Box ist", sagt Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Verstärkt werde das Problem, wenn nicht nur die Kreditentscheidung, sondern auch der Zinssatz vom Scoring abhänge. "Es fehlt an Transparenz, um die Entscheidungen nachvollziehen zu können."

[...] Die Banken praktizieren Scoring unterschiedlich. Die Commerzbank nutzt zwar Scoring, möchte aber zur Art der Daten und zur Transparenz gegenüber dem Kunden nichts sagen, "weil das einen zu tiefen Einblick in die Geschäftspolitik der Bank geben würde", wie Thomas Henrich von der Commerzbank sagt. "Das Scoring ist nicht das letzte Wort, die Entscheidungsbefugnis hat der Mitarbeiter", sagt Marcus Schöne von der Haspa. Allerdings zahlen Kunden mit schlechterer Bonität einen höheren Zins. Die Spanne für Zu- und Abschläge beträgt bei der Haspa drei Prozentpunkte. Dagegen nutzt die ING-DiBa das Scoring nur, um die Kreditwürdigkeit des Kunden festzustellen. "Alle Kunden zahlen den gleichen Zins. Wir haben kein Interesse daran, etwas schlechter gestellte Kunden mit einem höheren Zins zu belasten", so DiBa-Sprecher Ulrich Ott.

Ganz anders die Citibank: Kunden mit einem Nettoeinkommen bis 1500 Euro zahlen 12,38 Prozent Zinsen, ab 2500 Euro Nettoeinkommen halbiert sich der Zins fast auf 6,96 Prozent. Die Deutsche Bank und die Postbank verzichten dagegen auf bonitätsabhängige Konditionen.




Aus: "Banken durchleuchten ihre Kunden - Scoring: Vor jeder Kreditvergabe wird die Bonität der Verbraucher geprüft. Wohnort, Einkommen, Geschlecht, Alter und Beschäftigungsdauer entscheiden über die Höhe der Zinsen. Datenschützer warnen. Von Steffen Preißler" (erschienen am 15. Juli 2006)
Quelle: http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/15/586753.html?s=1

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« Reply #13 on: August 17, 2006, 11:04:14 AM »

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[...] Die Verdoppelung des Ermittlungsdienstes von zwei auf 4,5 Stellen soll bis Herbst abgeschlossen sein. Die Kontrolleure sollen künftig pro Monat rund 60 Verdachtsfälle eingehend unter die Lupe nehmen. Dazu gehören auch Hausbesuche, insbesondere bei strittigen Fällen von eheähnlichen oder lebenspartnerschaftlichen Gemeinschaften.

Die meisten Verdachtsfälle ergeben sich aus automatisierten Datenabgleichen mit Sozialkassen. Das System wurde ausgeweitet; es erlaubt nun auch regelmäßige Informationen über ausländische Zinserträge sowie im Verdachtsfall Auskunft über Autobesitzer beim Kraftfahrt-Bundesamt.

Grundlage für die Kontrollmöglichkeiten ist das am 1. August in Kraft getretene Gesetz zur Fortentwicklung der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Von den weiteren Verschärfungen im Leistungsbezug erwartet sich die Bundesregierung jährliche Einsparungen von 1,5 Milliarden Euro, davon 350 Millionen Euro aus dem Leistungsmissbrauch. Die Kommunen sollen um 300 Millionen Euro jährlich entlastet werden. Träfe dies zu, ergäbe sich für die Stadt Stuttgart rechnerisch eine Einsparung von rund 1,7 Millionen Euro im Jahr.

Ein weiterer Baustein des Gesetzes ist die telefonische Befragung durch Mitarbeiter der Bundesagentur (BA) in drei eigens eingerichteten Call-Centern. Dem Vernehmen nach drängt die Stuttgarter Arbeitsagentur darauf, dass das hiesige Jobcenter das Angebot der BA, das zunächst den 120 größten Jobcentern bundesweit gemacht wird, annimmt. Das letzte Wort hat aber die Stadt.

Die drei städtischen Vertreter in der Trägerversammlung werden sich das Angebot am 25. September eingehend erläutern lassen. "Wir wollen die Kontrollinstrumente ausbauen", sagt Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU). Die Telefonbefragung werde man aber nur nutzen, wenn sie tatsächlich effektiv sei. Auch Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch (FDP) will "substanzielle Gründe" hören, ehe sie zustimmt. Außerdem liege die Missbrauchsquote aller Wahrscheinlichkeit niedriger als gemeinhin angenommen: Frühere Erfahrungen mit der damaligen Sozialhilfe hätten gezeigt, dass nur 0,5 Prozent der Empfänger betrügerisch gehandelt hätten.


Aus: "Mehr Kontrollen bei Hartz-IV-Empfängern" (16.08.2006)
Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1226351?_suchtag=2006-08-16

« Last Edit: September 26, 2007, 11:17:37 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #14 on: September 20, 2006, 11:20:31 AM »

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[...] Das Kontrollnetz der Finanzämter wird immer engmaschiger. 40.000 Studenten, die falsche Angaben über ihre Ersparnisse gemacht haben, gingen den Prüfern bereits ins Netz – sie haben sich durch diese Mogelei Bafög erschlichen. Anleger können kaum noch etwas vor den Prüfern verbergen, denn durch Kontrollen fliegt viel mehr als früher auf. Als nächstes sind die Rentner dran, warnt das Magazin 'Finanztest' (aktuelle Ausgabe). Steuersünden verjähren zwar nach zehn Jahren, aber bis dahin werden die Steuerschulden sogar von Erben eingetrieben.

Alle – und neuerdings auch Rentner – müssen mit verschärften Kontrollen rechnen. Mit Spezial-Software fahnden die Prüfer nach Schwarzgeschäften im Internet, fragen Kontodaten ab, überprüfen Rentenleistungen und Betriebe, informieren sich über Erbschaften, Zölle und hohe Bargeldeinzahlungen. (as)


Aus: "Finanzamt fahndet mit Spezial-Software bei Studenten und Rentnern - Kontrollnetz immer engmaschiger" (19.09.2006)
Quelle: http://www.de.internet.com/index.php?id=2045193&section=Marketing-News
« Last Edit: September 26, 2007, 11:17:47 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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