COMMUNICATIONS LASER #17
February 07, 2012, 08:13:21 PM *
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News: LASER#17 | TEXT MEMORY UNIT | ZITAT MONTAGEN | TEXT DATENBANK
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Author Topic: [Data Mining und Abweichungsanalyse... ]  (Read 18414 times)
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« Reply #90 on: March 07, 2009, 02:28:20 PM »

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[...] Handys zeichnen unsere Bewegungen nach, Kreditkartenunternehmen speichern unsere Einkaufsvorlieben und Internet-Dienstleister kennen unsere Interessen. Heute können Menschen kaum noch einen Schritt tun, ohne Daten zu hinterlassen. Alleine Yahoo sammelt jeden Monat 110 Milliarden Datenfragmente seiner Kunden – ein schier endloses Datenmeer. Für sich genommen sind diese Datenschnipsel bedeutungslos. Doch fügt man sie zusammen, entstehen Muster unserer Vorlieben, Wünsche und Geheimnisse. Diese Datenmengen können nur einige wenige Top-Mathematiker, Informatiker und Ingenieure entschlüsseln. Sie können mit mathematischen Modellen Muster daraus entwickeln, die wiederum auf unser künftiges Verhalten schließen lassen.

Der US-Autor Stephen Baker hat sich auf eine Reise in die Welt dieser Mathematik-Genies begeben, in die Welt der Numerati. Und die wollen nicht nur unser Verhalten analysieren, sondern es ändern. Wenn wir einkaufen, sollen wir mehr kaufen, wenn wir arbeiten, sollen wir produktiver werden und als Patienten sollen wir billiger sein.


...

Stephen Baker:  „Die Numerati – Datenhaie und ihre geheimen Machenschaften“. Hanser, 264 Seiten


Aus: "Die Numerati: Datenhaie wissen alles über uns" Redaktion: Sebastian Matthes (07.03.2009)
Quelle: http://www.wiwo.de/technik/die-numerati-datenhaie-wissen-alles-ueber-uns-389552/

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« Reply #91 on: March 26, 2009, 01:18:03 PM »

Quote
[...] Die Regierung in London plant laut einem Bericht der „BBC“, Seiten wie Facebook, MySpace oder Bebo zu überwachen. Das Ziel: Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität. Das Innenministerium teilte demnach mit, es gehe ausschließlich um Kontaktdaten. Das heißt, es würde aufgezeichnet, wer wen kennt und anderen Nutzern Nachrichten schreibt, aber nicht, welche Inhalte ausgetauscht werden.

Die Informationen könnten nach Plänen der britischen Regierung in einer zentralen Datenbank gespeichert und diese möglicherweise von einer privaten Firma betrieben werden. Kritiker wie die Liberaldemokraten sprechen von einer „Schnüffel-Charta“. Die Opposition gibt zu bedenken, dass die Netzwerke sensible Informationen beinhalten. Sie befürchtet zudem, dass eine solche Datenbank nicht sicher sei.

Shami Chakrabarti, Mitglied einer Protestgruppe gegen die Pläne, sagte der „BBC“: „Man kann ein sehr detailliertes Bild von mir entwerfen, wenn man sich ansieht, welche Seiten ich im Internet aufrufe und mit wem ich Kontakt habe.“ Sie bemängelt, dass ein solches Profil von jedem Mitglied erstellt werde, nicht nur bei potenziellen Terroristen.

In dem zentralen Speicher sollen auch weitere Kommunikationsdaten enthalten sein, zum Beispiel: Wer hat mit wem telefoniert, zwischen welchen Internet-Surfern werden E-Mails ausgetauscht und wann war das?
Diese Daten werden in Deutschland bereits von Providern und Telefonanbietern erfasst, das schreibt das umstrittene Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung vor. Die EU hat diese Richtlinie mit dem Ziel der Abwehr terroristischer Bedrohung beschlossen. Das Bundesverfassungsgericht trifft in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung zum Thema.

Quote
Osvaldo (25.03.2009 15:11)
Standardphrase ohne Wert
"Zur Terrorismusbekämpfung" heißt es stereotyp bei der Durchsetzung von Überwachungssystemen. Es ist der Durchschnittsbürger, der hier überwacht wird. Weil die an der Überwachung Intressierten mit paranoider Angst vor möglichen Überreaktionen des durch Ihre Politik drangsalierten Volkes leben. Der einfache Bürger ist Staatfeind Nr. 1 geworden. Um mehr geht es nicht, als um Big Brothers Kontrolle.


Quote
Mephistopheles (25.03.2009 14:14)
Es erstaunt mich immer wieder: die Politik...
...in Großbritannien nimmt immer mehr totalitäre Züge an - und doch springen immer noch alle jubelnd auf den Zug auf, wenn England salbungsvoll die Einhaltung der Menschenrechte in anderen Ländern anmahnt. Eigentlich hat die ganze Nummer doch nur noch Unterhaltungswert - die Chinesen werden sich wohl die Bäuche halten vor Lachen...!!!


Quote
  patric73 |  1336 Kommentare  (25.03.2009 14:08)
So So
Die Terroristen tummeln sich unter uns im Netz, na und! So lange sie mich nicht kontaktieren! Aber bespitzelt ruhig mal alles, ich habe nichts zu verbergen!



Aus: "Facebook & Co. - Soziale Netzwerke sollen bespitzelt werden" Claudia Frickel (25.03.09)
Quelle: http://www.focus.de/digital/internet/facebook-und-co-soziale-netzwerke-sollen-bespitzelt-werden_aid_383916.html

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« Reply #92 on: March 29, 2009, 03:10:13 PM »

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[...] Kanadische Forscher haben ein globales Überwachungssystem entdeckt. Das berichtet die "New York Times". Dabei handelt es sich um den den größten Spionagefall seit Erfindung des Computers.

Es handelt sich um ein riesiges Spionagenetzwerk, das Computer in aller Welt zur Überwachung benutzt. Mithilfe dieses Netzwerkes  hat der Betreiber Zugriff auf geheime und zum Teil auch verschlüsselte Computer-Dateien. Auch Raumüberwachung sei nach Auskunft der Forscher per Kamera und Mikrophon möglich - falls diese angeschlossen seien. Das Spionagenetzwerk ist noch aktiv.

Betroffen sind Botschaften in aller Welt, aber auch Hilfsorganisationen und politische Gruppen, sowie Nachrichtenorganisationen, unabhängige Medien, Studenten, Privatpersonen. Auspioniert wurden Computer in fast allen Ländern, besonders in Asien, aber auch in Europa und Deutschland.

Das Munk Center for International Studies in Toronto gehe davon aus, dass mindestens 1295 Rechner in 103 Staaten infiltriert worden seien. Dazu gehörten Computer von Botschaften, Außenministerien, der Nato und des Dalai Lama. Die infizierten Rechner stünden unter anderem in Brüssel, London und New York. Der Betreiber sei unbekannt. Nach ersten Erkenntnissen führen die Spuren allerdings nach China. 

Das Netzwerk - von den Forschern "GhostNet" (Geisternetz) genannt - sei innerhalb der letzten 5 Jahre aufgebaut worden und noch aktiv.

Die Systemeinbrüche wurden dem Blatt zufolge entdeckt, nachdem Mitarbeiter des Dalai Lama die Kanadier gebeten hatte, ihre Rechner auf schädliche Programme wie Viren zu untersuchen.

Mit Hilfe der manipulierten Computer seien Dokumente aus Büros in aller Welt gestohlen worden, berichten die Forscher. Die Maschinen könnten zudem zur Raumüberwachung genutzt werden, in dem angeschlossene oder eingebaute Mikrofone und Kameras angeschaltet würden.
 Ausgangspunkt der Angriffe seien Computer, die fast alle in China stünden. Die Wissenschafter vermieden es jedoch ausdrücklich, der Regierung in Peking eine Beteiligung vorzuwerfen. Dafür seien die Vorgänge im Untergrund des Internets zu differenziert, sagte der Munk-Forscher Ronald Deibert. "Das könnte auch der CIA oder die Russen sein."
 
Ein Vertreter der chinesischen Regierung in New York sprach von "alten Geschichten, die blödsinnig sind". Sein Land lehne jede Form der Computerkriminalität ab.


Aus: "Globales Computer-Spionage-Netzwerk entdeckt" (Sonntag, 29. März 2009 )
Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/200903292631/MM-News/Globales-Spionagenetzwerk.html

-.-

Quote
[...] Wissenschafter des in Toronto ansässigen Munk Centre for International Studies haben bei einer Überprüfung des Rechnersystems der in Indien residierenden tibetischen Exil-Regierung des Dalai Lama das bislang größte computergesteuerte Spionage-Netzwerk entdeckt. Das von ihnen als Ghostnet bezeichnete Netzwerk würde von fast ausschließlich in China stationierten Rechnern kontrolliert und habe in den vergangenen zwei Jahren 1295 Rechner in 103 Ländern befallen. Pro Woche kämen etwa ein dutzend Rechner hinzu. Dabei gehe das Bot-Netz nicht wahllos vor, sondern versuche gezielt, Rechner von Regierungen und Botschaften aus dem asiatischen Raum zu infiltrieren.

Der Dalai Lama hatte im Sommer vergangenen Jahres zwei Mitarbeiter des Information Warfare Monitor eingeladen, das Computersystem der tibetischen Exil-Regierung auf Sicherheitsmängel zu überprüfen. Dabei waren die Forscher dem Ghostnet auf die Spur gekommen.

Die Spionage-Software könne nicht nur den Mail-Verkehr und Dokumente der befallenen Rechner überwachen, sondern den kompletten PC fernsteuern und angeschlossene Kameras und Mikrofone zur Raumüberwachung einschalten. Dies habe in der Vergangenheit für die tibetanische Exil-Regierung bereits handfeste Konsequenzen gehabt. So habe sich die chinesische Regierung bei einem Diplomaten gemeldet und ihm von einem Besuch des Dalai Lama abgeraten, nachdem dieser per E-Mail eingeladen worden war. Eine Aktivistin, die Kontakte zwischen Exil-Tibetern und Chinesen vermittelte, sei von den chinesischen Behörden an der Grenze zu Tibet festgenommen worden. Die Beamten hätten ihr abgehörte Mail-Korrespondenzen gezeigt und sie aufgefordert, ihre politische Arbeit einzustellen.

Trotz dieser Vorkommnisse halten sich die kanadischen Wissenschaftler zurück, das Bot-Netz der chinesischen Regierung zuzuordnen. Es sei auch möglich, das patriotische Privatpersonen aus China oder gar die CIA oder Russland hinter dem Spionage-Netzwerk stünden. Ein chinesischer Konsulats-Sprecher stritt in New York jedwede Verbindungen der chinesischen Regierung zu dem Bot-Netz ab. "Das sind alte Geschichten und sie sind Unsinn," sagte er gegenüber der New York Times. "Die chinesische Regierung verbietet streng jedwede Cyber-Verbrechen und beteiligt sich nicht an ihnen."

Derweil beschuldigen Wissenschafter der britischen Cambridge Universität, die parallel ebenfalls das Bot-Netz untersuchten, in ihrem detaillierten Bericht direkt die chinesische Regierung. Demnach wurde die Spionage-Software in Mails vorgeblicher anderer Mönche an tibetische Mönche verschickt. Die Angreifer drangen vermutlich in einen tibetischen Mail-Server ein, lasen den Mail-Verkehr mit und konnten anhand der gewonnenen Informationen gefälschte E-Mails verschicken oder Dateianhänge echter E-Mails gegen infizierte austauschen. Die Spionage-Software verbarg sich mittels Rootkit-Techniken im Windows-System und sendete über das HTTP-Protokoll Dokumente und E-Mails an Server in der chinesischen Provinz Sichuan. Um die Verbindungen zu verschleiern, sollen die geklauten Dokumente später über anoymisierende Proxy-Server des Dynaweb verschickt worden sein, die der Falun-Gong-Sekte zugeordnet werden. Mit Hilfe eine Key-Loggers konnte die Software sämtliche Tastatureingaben überwachen. Ein Mönch berichtete gar, wie sich vor seinen Augen die Outlook-Express-Software öffnete und ohne sein Zutun eine infizierte Mail an einen seiner Bekannten verschickte. (hag/c't)


Aus: "Chinesische Spionage-Software infiltriert Rechner tibetanischer Exil-Regierung" (29.03.2009)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Chinesische-Spionage-Software-infiltriert-Rechner-tibetanischer-Exil-Regierung--/meldung/135387


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TORONTO — A vast electronic spying operation has infiltrated computers and has stolen documents from hundreds of government and private offices around the world

"Vast Spy System Loots Computers in 103 Countries " By JOHN MARKOFF (Published: March 28, 2009)
Source: http://www.nytimes.com/2009/03/29/technology/29spy.html?_r=2

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« Reply #93 on: March 29, 2009, 03:17:21 PM »

Quote
[...] Weil sich immer mehr Menschen an sozialen Netzwerken beteiligen, wird es zunehmend leichter, aus anonymisierten Daten auf die Identität der zugehörigen Person zu schließen. Das wollen zwei Wissenschaftler der Universität in Texas, Austin durch ihre Forschungsergebnisse zu statistischen Verfahren beweisen, wie die britische Rundfunkanstalt BBC auf ihrer Webseite berichtet.

In einem fünfseitigen PDF [http://www.cs.utexas.edu/~shmat/shmat_oak08netflix.pdf] mit dem Titel "Robust De-anonymization of Large Sparse Datasets" fassen Arvind Narayanan und Vitaly Shmatikov ihre Erkenntnisse zusammen. Es geht dabei um sogenannte Mikrodaten, das sind Sammlungen von Datensätzen aus statistischen Erhebungen, die von einzelnen Individuen stammen und vor der Weitergabe an Firmen oder Marktforschungsunternehmen anonymisiert wurden. Die Wissenschaftler haben einen Algorithmus entwickelt, mit dem es in vielen Fällen möglich ist, einen anonymisierten Datensatz wieder dem Namen und der Adresse der zugehörigen Person zuzuordnen. Der Algorithmus verwendet dazu Informationen über die Beziehung von Mitgliedern sozialer Netzwerke zueinander. Die Forscher analysierten beispielsweise die anonymen grafischen Beziehungs-Darstellungen in Twitter, Flickr und Live Journal und fanden heraus, dass etwa ein Drittel der Personen, die sowohl Flickr als auch Twitter nutzten, aufgrund ihres Twitter-Graphs erkannt werden konnten.

Ihre Forschungsergebnisse sollten nicht nur Fans sozialer Netzwerke zu denken geben, so die Wissenschaftler. Auch die Betreiber der Netzwerke, die Mitglieder-Daten in anonymisierter Form verkaufen, müssten diese Praxis überdenken, erklärten Arvind Narayanan und Vitaly Shmatikov gegenüber der BBC. Sie dürften ihren Anonymisierungs-Mechanismen nicht länger blind vertrauen und sollten Mitgliedern die Möglichkeit einräumen, selbst die Weitergabe von anonymisierten Daten zu ihrer Person zu untersagen. (dwi/c't)


Aus: "Anonymisierte Daten aus sozialen Netzwerken sind oft verräterisch" (28.03.2009)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Anonymisierte-Daten-aus-sozialen-Netzwerken-sind-oft-verraeterisch--/meldung/135369

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« Reply #94 on: April 01, 2009, 10:18:00 AM »

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[...] "Die Datensätze stammen vermutlich vom Bundeskriminalamt", vermutet die Gipfelsoli Infogruppe. Ihre Weitergabe sei bei internationalen Protestereignissen "inzwischen üblich geworden". In den meisten Fällen würden die Betroffenen nicht von der Speicherung erfahren, oft sei auch nicht nachvollziehbar wie ihre Daten in die Dateien gelangten.

...


Aus: "NATO-Proteste - Polizei verweigert offenbar mobiler Großküche für Demonstranten die Einreise" (31. März 2009)
Quelle: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=19553


-.-

Quote
[...] Heute mittag hat die französische Polizei die Einreise einer sogenannten "Volxküche Le Sabot" nach Frankreich untersagt. Die Großküche, ausgelegt für die Versorgung von 3.500 Menschen war,auf dem Weg zum Widerstands-Camp in Strasbourg Ganzau und wollte die Grenze am Übergang Lauterbourg überqueren.

Als Begründung gab die Grenzpolizei an, es gebe einen Datenbank-Eintrag der die Fahrerin als "Mitglied des Black Block" ausweisen würde. Die Betroffene ist allerdings weder jemals in Gewahrsam gewesen noch hat es Verurteilungen oder Ermittlungsverfahren gegeben. Tatsächlich ist die Küche aber regelmäßig bei internationalen Protestcamps präsent.

Als weitere Begründung für die Verweigerung der Einreise monierte die französische Polizei das Mitführen von Rechtshilfeinformationen zum Umgang mit französischen Behörden und der Polizei. Diese Broschüren werden von zahlreichen Solidaritätsorganisationen, dem Legal Team sowie von AnwältInnen herausgegeben und können im Internet heruntergeladen werden.

Die Polizei hat den Betroffenen eine Übersetzung ihrer rechtlichen Möglichkeiten, Einspruch zu erheben, verweigert. Auch gab es keine Aussage, wie lange die Betroffene nicht einreisen dürfe.

Die Datensätze stammen vermutlich vom Bundeskriminalamt. Ihre Weitergabe ist bei internationalen Protestereignissen inzwischen üblich geworden. In den meisten Fällen erfahren die Betroffenen nicht von der Speicherung, oft ist nicht nachvollziehbar wie ihre Daten in die Dateien gelangen.

Die "Volxküche" wurde nach der Verweigerung der Einreise von der deutschen Grenzpolizei festgesetzt. Alle Gemüsemesser wurden beschlagnahmt. Die Polizei besitzt die Unverfrorenheit zu behaupten, die Messer würden zeigen dass militante Aktionen geplant gewesen wären.

Die deutsche Polizei hat angedroht, der Betroffenen nun auch die Ausreise zu verweigern.

Quelle: Pressemitteilung 31.3.2009
AutorIn: Matthias Monroy, Gipfelsoli


Aus: "NATO-Selbstfeier: Volxküche "Le Sabot" darf nicht einreisen - Gemüsemesser werden zu militanten Waffen" (stattweb.de-News und -Mitteilungen, 31.März 2009)
Quelle: http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=4911

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« Reply #95 on: April 02, 2009, 08:48:31 AM »

Quote
[...] Die Deutsche Telekom (DT) hat dem Bundeskriminalamt (BKA) laut einem Zeitungsbericht nach dem 11. September 2001 Millionen von Kundendaten für groß angelegte Rasterfahndungen bereitgestellt.

Dabei sei es nicht um die Suche nach bestimmten Straftätern oder konkrete Gefahren gegangen, sondern um eine Durchrasterung von nahezu allen Kunden-Datenbeständen der Telekom ohne ersichtliche Rechtsgrundlage, berichte die "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf gut informierte Konzernkreise.

In den Kundendaten sei nach den Terroranschlägen von New York 2001 anhand bestimmter Kriterien nach potentiellen "Schläfern" gesucht worden. Die Rasterfahndung habe unter anderem in einem Rechenzentrum der Telekom stattgefunden.

Wie die Zeitung weiter berichtet, sehen Führungskreise des Unternehmens bis heute keine ausreichende Rechtsgrundlage für das heimliche Durchforsten von Millionen Kundendaten. Das Bundesverfassungsgericht hatte die bundesweite Rasterfahndung nach "Schläfern" 2006 für verfassungswidrig erklärt.

(AFP)


Aus: "KONTROLLE: Bericht: DT-Kundendaten für Rasterfahndungen" (2. 4. 2009)
Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1503768/

-.-

Quote
[...] Bei der Telekom waren in der letzten Zeit mehrere Vorfälle bekannt geworden, bei denen Mitarbeiterdaten missbräuchlich verarbeitet oder Kundendaten im illegalen Datenhandel auftauchten. Die allgemeine Rasterfahndung, die deutsche Ermittlungsbehörden nach den Anschlägen des 11. September 2001 bundesweit durchführten, ist nach einem 2006 ergangenen Urteil des Bundesverfassungsgerichts verfassungswidrig. Eine massenhafte Datenermittlung sei nur bei einer "konkreten Gefahr für hochrangige Rechtsgüter" erlaubt. Eine allgemeine Bedrohungslage, wie sie seit den Terroranschlägen von New York und Washington "praktisch ununterbrochen" bestanden habe, reiche nicht aus.  (jk/c't) 


Quote
2. April 2009 09:31
Die Langstrumpf-Telekom
Back2Roots (102 Beiträge seit 13.04.06)

"Wir sind nicht befugt, über Auskunftsersuchen staatlicher Stellen,
die wir aufgrund unserer Stellung als Telekommunikationsprovider zu
beantworten haben, Dritten gegenüber irgendwelche Informationen zu
erteilen", erklärte ein Telekom-Sprecher gegenüber der Frankfurter
Rundschau.

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt*

(Quelle: Pipi Langstrumpf Liedtext)





Aus: "Kundendaten der Telekom für die Rasterfahndung" (02.04.2009)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Kundendaten-der-Telekom-fuer-die-Rasterfahndung--/meldung/135637


-.-

Quote
[...] Das Bundeskriminalamt hat dementiert, dass die Telekom nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Millionen von Kunden-Daten für eine Rasterfahndung zur Verfügung gestellt habe. Man weise die Darstellung, die nicht den Tatsachen entspreche, zurück, erklärte das BKA in einer Stellungnahme zu dem Bericht, den die Frankfurter Rundschau veröffentlicht hatte. Einen "massenhaften Abgleich vertraulicher Kundendaten" habe es nicht gegeben. Dem BKA seien von der Telekom im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11.September 2001 und auch in anderem Kontext keine Kundendaten übermittelt worden, die in eine Rasterfahndung eingeflossen seien. Auch die Behauptung, "Informationen der Deutschen Telekom würden vom BKA oft auf dem kleinen Dienstweg beschafft", entbehre jeder Grundlage.

Allerdings räumt das BKA ein, dass man nach dem 11. September "aus Gründen der Gefahrenabwehr Daten von öffentlichen und nichtöffentlichen Stellen erhoben" habe. Darin sei auch die Telekom einbezogen gewesen: "Angefragt waren seinerzeit weder Bestands- oder Verbindungsdaten noch Kundendaten anderer Art, sondern ausgewählte Daten von Mitarbeitern und innerhalb des Konzerns zugangsberechtigten Dritten. Die Deutsche Telekom war im Übrigen gebeten worden, nur Daten von Mitarbeitern zu übermitteln, die vom BKA mitgeteilte Kriterien erfüllten", betonte das Bundeskriminalamt. Dies sei auch im Einklang mit den Regelungen des BKA-Gesetzes durchgeführt worden. Zu einem Datenabgleich sei es aber danach gar nicht gekommen; die erhobenen Daten seien dann bereits im Jahr 2003 vernichtet worden. Die Anforderung der Daten bei der Telekom sei zudem vom Bundesdatenschutzbeauftragten geprüft und nicht beanstandet worden.

Die Maßnahme habe bezweckt, vor dem Hintergrund der angespannten Sicherheitslage die kritischen Infrastrukturen in Deutschland zu schützen, betonte das BKA: "Ausgangspunkt der Erhebung war die Annahme, dass sich in Deutschland weitere Personen islamistisch-extremistischer Gesinnung aufhalten, die Anschläge planen, vorbereiten und durchführen."

Die Frankfurter Rundschau wirft dem BKA in diesem Zusammenhang nun vor, eine Art "delegierte Rasterfahdnung" unternommen zu haben: Die Telekom habe praktisch in ihren Mitarbeiterdaten die für das BKA relevanten Datensätze vorselektiert. Unklar bleibe, "wie viele Mitarbeiter betroffen waren, mit welchen Kriterien gesucht wurde und auf welcher Rechtsgrundlage die Rasterung erfolgte". "Dieser Sache muss auf den Grund gegangen werden", betonte Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, gegenüber der Zeitung. "Das wird ein parlamentarisches Nachspiel haben."

Quote
4. April 2009 00:30
Versteckte Botschaft von Presse-Mitteilungen: Das Gegenteil
BvdB (mehr als 1000 Beiträge seit 30.07.02)

Wenn in einer Pressemitteilung etwas abgewiesen oder wiederum betont
wird - dann ist dies häufig ein Hinweis darauf, dass genau das
Gegenteil des Formulierten der Fall ist.

Wiederum, dass da amtierende und ehemalige Beamte sich gegenseitig
lustig "Amtshilfe" leisten, zumal bei "Gefahr im Verzug", das kann
kaum überraschen.


Quote
3. April 2009 19:56
Ach, das BKA ist nur ein "bisschen" schwanger?
nichtglauben (mehr als 1000 Beiträge seit 07.11.01)

Wie schön, dass man die Terroristen nur unter den
-T-elekommitarbeitern gesucht hat. Das schränkt die Suche natürlich
sehr ein *hust*....

...

rgds
nichtglauben



Aus: "BKA: Keine Rasterfahndung mit Telekom-Kundendaten" (03.04.2009)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/BKA-Keine-Rasterfahndung-mit-Telekom-Kundendaten--/meldung/135713

« Last Edit: April 04, 2009, 09:15:58 PM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #96 on: April 02, 2009, 09:19:57 AM »

Quote
[...] Auch Airbus Deutschland hat heimlich flächendeckend Daten der Mitarbeiter abgeglichen. Ein Airbus-Sprecher bestätigte entsprechende Informationen des "Hamburger Abendblatts".
 
Im Jahr 2007 seien die Kontonummern aller Beschäftigten mit den Kontonummern von Zulieferern abgeglichen worden. Das neue Airbus-Management habe angesichts des Datenaffären bei der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom überprüft, ob es ähnliche Fälle auch bei Airbus gegeben habe und dann unverzüglich den Betriebsrat informiert, sagte der Sprecher. Von der Überprüfung seien alle rund 20 000 Beschäftigte betroffen gewesen.
 
Der Betriebsrat war über diese Aktion nach eigenen Angaben zuvor nicht informiert worden. "Wir lassen den Sachverhalt jetzt juristisch prüfen", sagte der Betriebsratschef des Hamburger Werks, Horst Niehus, dem "Abendblatt".
 
Nach Informationen der Zeitung soll es in einigen Fällen Verdachtsmomente gegeben haben, dass die Kontonummern von Beschäftigten und Zulieferern übereinstimmten. Nachdem die Überprüfungen aber keine konkreten Korruptionsfälle ergeben hätten, seien sie 2007 wieder eingestellt worden, hieß es.


Aus: "Airbus Deutschland gibt zu: Mitarbeiterdaten abgeglichen" (Mittwoch, 1. April 2009)
Quelle: http://www.n-tv.de/1130955.html

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« Reply #97 on: April 03, 2009, 09:42:20 AM »

Quote
[...] Die inhaltlichen Fragen bleiben ungeklärt: Ob die Weitergabe von Daten des BKA an die Nato rechtmäßig war, und warum die beiden Journalisten durch die Sicherheitsprüfung des BKA fielen. "Eine endgültige Klärung der aufgeworfenen Rechtsfragen ist nur im Rahmen eines etwaigen Hauptsacheverfahrens möglich", schreibt das Gericht.

...



Aus: "JUBILÄUMSGIPFEL IN STRASSBURG: Nato sperrt Journalisten aus" Von Malte Göbel (02.04.2009)
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,616828,00.html

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« Reply #98 on: April 06, 2009, 09:17:41 PM »

Quote
[...] Lidl war vor fast genau einem Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil das Unternehmen Mitarbeiter in zahlreichen Filialen systematisch per Videokamera bespitzeln und Details aus deren Privatleben protokollieren ließ. Schon früher war der Konzern wegen heimlicher Videoüberwachungen seiner Angestellten negativ aufgefallen. Lidl musste deshalb später insgesamt 1,5 Millionen Euro Strafe bezahlen. Um sicherzustellen, dass datenschutzrechtlichen Vorschriften künftig "in vollem Umfang" entsprochen wird, präsentierte Lidl im April 2008 den früheren Bundesdatenschutzbeauftragten Joachim Jacob als neuen Berater.

Doch auch mit Jacob konnte der Lebensmittel-Discounter den nächsten Skandal nicht verhindern: Der Spiegel berichtete in der vergangenen Woche von "einem Zufallsfund in einer Mülltonne", der darauf schließen lasse, dass Lidl die Krankheiten seiner Mitarbeiter systematisch protokolliert und festgehalten habe – was arbeitsrechtlich nicht zulässig sei. Der Konzern hat die Vorwürfe laut Spiegel inzwischen bestätigt: "Dabei wurden Informationen erfasst, die persönliche Belange berücksichtigten". Dies sei "nicht datenschutzkonform" gewesen.

...


Quote
6. April 2009 20:24
Also irgendwie glaub ich ja nicht...
Faltkanute (mehr als 1000 Beiträge seit 25.06.03)

... dass dieser Fund wirklich Zufall war.

Zitat Spiegel: "In einem Mülleimer einer Autowaschanlage in Bochum
wurden Hunderte von internen Unterlagen des Lebensmitteldiscounters
Lidl entdeckt"

Sowas schiebt man durch den Shredder oder gibt es 'ner
Aktenvernichtungsfirma. Kein Unternehmen dieser Größenordnung wird -
sofern irgendwelcher gesunde Rest-Menschenverstand bei den
zuständigen Leuten noch vorhanden ist - solch brisantes Zeug in
irgendwelche Parkplatztonnen entsorgen...

Die Dinger _sollten_ wahrscheinlich gefunden werden. Und das zurecht!


Quote
6. April 2009 21:13
Was mich interessieren würde:
Solon der Schreckliche (147 Beiträge seit 20.06.08)

Wurde er jetzt eigentlich deswegen gefeuert, weil
a) die Akten überhaupt angeschafft wurden, oder
b) weil man sie in der Mülltonne gefunden hat.

Ich würde mal auf "b" tippen. Er wurde gefeuert, weil er sein
Unternehmen nicht in Griff hat und nicht verhindern konnte, daß man
die Akten aufspürt.


Quote
6. April 2009 20:14
Das wird doch der Normalfall sein.
der_spiegel (mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.04)

Ich kann mir kaum vorstellen, dass anderswo keine "Notizen" zum
Krankheitsverhalten gemacht werden. In jeder Branche.

Wenn´s verboten ist war es natürlich dämlich Klartext zu schreiben.
Irgend welche Kürzel wie BM für Blaumacher oder CH für Chroniker
sollten reichen.

LIDL ist trotzdem Scheiße.




Aus: "Datenschutz-Affären: Lidl trennt sich von Deutschland-Chef" (06.04.2009)
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Datenschutz-Affaeren-Lidl-trennt-sich-von-Deutschland-Chef--/meldung/135847

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« Reply #99 on: May 07, 2009, 11:04:57 AM »

Quote
[...] Maurice Lemoine, editor in chief of Le Monde diplomatique, said: "Hernando Calvo Ospina is a Colombian political exile in France who writes a lot denouncing the government of (President) Alvaro Uribe and the role of the United States in Latin America, and as a journalist has had occasion to interview top members of the Farc (leftist guerillas in Colombia). That seems enough for him to be considered a terrorist."

Since the Sept 11, 2001 attacks, American officials have maintained a secret "terrorist watch list" of individuals forbidden to fly into or out of the US because they are thought to pose a security threat.

Critics claim that, instead of simply targeting known extremists who pose a potential danger in the "war against terror", it has been abusively extended to peaceful critics of US policy. People with similar names to suspected militants have also been listed.

...


US authorites divert Air France flight carrying 'no-fly' journalist to Mexico
American authorities reportedly refused an Air France flight from Paris to Mexico entry into US airspace because a left-wing journalist writing a book on the CIA was on board.
By Henry Samuel in Paris
Last Updated: 11:35PM BST 24 Apr 2009
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/northamerica/usa/5217186/US-authorites-divert-Air-France-flight-carrying-no-fly-journalist-to-Mexico.html


-.-

Quote
[...] Die Sperrung des Luftraums war dem Piloten des Fluges AF 438 [19. April 2009] während einer Reise von Paris nach Mexiko-Stadt mitgeteilt und damit begründet worden, dass sich an Bord eine für die USA unerwünschte Person befindet. Dabei handelte es sich um den französisch-kolumbianischen Journalisten und Buchautor Hernando Calvo Ospina.

...

Quote
3. Mai 2009 12:30
wie erlangt der westliche 'Rechtstaat' seine Glaubwürdigkeit zurück
kimschmitzii (mehr als 1000 Beiträge seit 18.02.02)

Darüber sollten sich einige mal Gedanken machen...


Aus: "Zwischenlandung mit Folgen" (Harald Neuber, TP, 03.05.2009)
Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/8/137153

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[...] Hernando Calvo Ospina ist Buchautor und Journalist, u.a. für die Wochenzeitung "Le Monde diplomatique"

...

ND (Neues Deutschland): Vor wenigen Tagen waren Sie an Bord einer Air-France-Maschine von Paris nach Mexiko-Stadt, als es zu einem Zwischenfall kam.

Ospina: Es war am 19. April, einem Samstag. Etwa fünf Stunden vor unserer Ankunft in Mexiko-Stadt kam eine Durchsage aus dem Cockpit: Die US-Behörden hätten uns untersagt, den US-Luftraum zu benutzen. An Bord befinde sich eine Person, von der nach Ansicht der US-Behörden eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA ausgehe.

Diese Person waren Sie.

Ospina: Das wussten wir zunächst aber nicht. Einige Minuten später wurden wir über eine Zwischenlandung in Fort de France auf Martinique, also auf französischem Territorium, informiert. Wir mussten dort auftanken. Wir waren müde und deswegen ungehalten. Aber natürlich gingen auch die Mutmaßungen los. Es müsse ein »Terrorist« an Bord sein, hieß es. [...]

Wussten Sie, dass Ihr Name auf einer schwarzen Liste der US-Behörden steht?

Ospina: Nein. Und wenn eine solche Liste existiert, dann sollte sie auch nur die Namen anerkannter Krimineller enthalten.

Wie kann die Flugreise eines Journalisten die nationale Sicherheit der USA gefährden?

Ospina: Was für ein Unsinn, nicht wahr? Allein der Gedanke ist so lächerlich, dass es dem Kopiloten sichtbar unangenehm war, mir die Situation zu erklären. [...]

Hatten Sie in der Vergangenheit Probleme mit den US-Behörden?

Ospina: Ich habe viel über die Geheimdienste dieses Landes geschrieben, ebenso über gewaltbereite Gruppen des kubanischen Exils und die antikubanische Leitung des Bacardí-Konzerns. Ich konnte mir denken, dass diese Arbeit eines Tages Probleme verursachen könnte.


[...]

Fragen: Harald Neuber


Aus: "Gefährdet ein Journalist die USA?" (2. Mai 2009, Neues Deutschland)
Quelle: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/ospina.html

« Last Edit: May 07, 2009, 11:06:57 AM by Textaris(txt*bot) » Logged
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« Reply #100 on: May 08, 2009, 09:41:22 AM »

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[...] Laut ACLU hatte das Justizministerium gut 68.000 der insgesamt 1,1 Millionen Einträge auf der Verdächtigenliste vom Dezember 2008 überprüft. Davon seien 24.000 Einträge nicht auf dem neuesten Stand gewesen, so dass bei der Liste von einer Fehlerquote von 35 Prozent auszugehen sei. Mehrere Namen seien nicht gelöscht worden, obwohl die Verdachtsmomente gegen die Betroffenen ausgeräumt worden seien, bemängelte ACLU.

So habe jemand auf der Liste gestanden, obwohl seine Akte schon vor fast fünf Jahren geschlossen worden sei. Zwei weitere aufgelistete Verdächtige seien laut Prüfbericht nicht mehr am Leben. Weitere 50.000 Menschen standen den Angaben zufolge auf der Liste ohne einen Hinweis darauf, warum sie weiter als verdächtig eingestuft werden.

...


Aus: "FBI soll Hunderttausende als Terrorverdächtige führen" (07.05.2009)
Quelle: http://de.news.yahoo.com/2/20090507/tpl-fbi-soll-hunderttausende-als-terrorv-ee974b3.html

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« Reply #101 on: May 14, 2009, 09:48:59 AM »

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[...] Die Staatsanwaltschaften Oldenburg und Aurich ermittelten deshalb gegen die IKK Weser-Ems, hieß es weiter. Schaar zufolge habe die Privatversicherung mit Hilfe der Daten Kunden angerufen und ihnen dabei den Eindruck vermittelt, dass sie im Auftrag ihrer gesetzlichen Kasse Zusatzversicherungen anbiete.

Dabei sollen die Mitarbeiter der Privatversicherung auch Gesundheitsdaten der Angerufenen wie "Krebs/darmkrank", "keine Zähne" erhoben und in Listen gespeichert haben.

Schaar sieht in dem Verhalten der Kassen einen strafbaren Verstoß gegen den Datenschutz, da die Kassen die Daten gegen Bezahlung weitergegeben haben.

Der Zeitung sagte er: "Die Krankenkassen hätten Daten, die dem Sozialgeheimnis unterliegen, nicht ohne Einwilligung der Versicherten weitergeben dürfen." Er gehe davon aus, dass es sich bei betroffenen Krankenkassen nicht um Einzelfälle handle: "Ich fürchte, dass auch andere gesetzliche Krankenkassen ähnlich mit Privatversicherungen zusammenarbeiten."

...

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13.05.2009 18:13:09

queenB61:

Da bekommt die elektronische Krankenkassen-Karte, mit der Frau "Bitte-bleiben-Sie-gesund-weil-anders-wäre-schlecht" Ullalala Schmidt den absolut gläsernen Patienten herstellen möchte, einen ganz neuen Sinn. Endlich müssen die Praktikanten in den Krankenkassen die Krankheiten der einzelnen Patienten nicht mehr mühselig im Computer zusammensuchen und können sich wieder dem Kaffeekocheen widmen. Zusätzlich kann Frau Schmidt ja mit dem Verfassungsfeind im Rollstuhl lustig Daten austauschen.

Wir gehen sorgfältig mit ihren Daten um, wir verhökern sie nur noch an die meistbietenden. Eure Arbeitgeber, den Verfassungsschutz, der Polizei..... Keine Angst, DIE gehen auch gaaaaanz sorgfältig mit euren Daten um.


Quote

13.05.2009 17:11:42

Polemikus: Kann nicht sein!

Herr Schäuble versichert uns regelmäßig, dass mit dem Datenschutz in unserem Land alles in Ordnung sei. Und er muss wissen - er weiß schließlich mehr als jeder andere über uns alle.


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13.05.2009 16:53:18

Halteverbot:

Fragen sie nicht ihren Apothker sondern ihren Versicherungsvertreter! Denn der weiß in Zukunft besser bescheid über sie, als sie selber.

Es wird unerträglich in diesem Land.


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13.05.2009  16:31:27

Onsom: Gesundheitskarte

Super das jetzt die Gesundheitskarte kommt. Dann liegt die komplette Krankengeschichte bei der Versicherug. Damit lässt sich sicher noch viel mehr knete machen! ...



Aus: ""Keine Zähne" - viel Geld" (13.05.2009)
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/finanzen/828/468393/text/

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« Reply #102 on: May 17, 2009, 09:01:18 AM »

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[...] Bonn (dts) - Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Klaus Zumwinkel, und ihr Ex-Chef Kai-Uwe Ricke sind offenbar tiefer in die Bespitzelungsaffäre der Deutschen Telekom verstrickt als bisher bekannt. Das ergibt sich aus Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Bonn, schreibt der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Demnach sollen Zumwinkel und Ricke bereits im Herbst 2005 gewusst haben, dass von der Telekom-Konzernsicherheit Verbindungsdaten von Mobilfunkanschlüssen gespeichert und illegal ausgewertet wurden. Außerdem soll die Telekom im Jahr 2000 auch Verbindungsdaten an die Lufthansa geliefert haben, mit denen ein Kontakt zwischen einem Aufsichtsrat der Fluggesellschaft und einem Journalisten belegt werden sollte. Brisant werden könnte für Zumwinkel und Ricke laut "Spiegel" die Zeugenaussage des Düsseldorfer Rechtsanwalts Michael Hoffmann-Becking. Der Staranwalt hatte die Telekom 2005 juristisch beraten. Damals wollten Zumwinkel und Ricke das Aufsichtsrats- mitglied Wilhelm Wegner überführen, der ihrer Ansicht nach die Presse mit Informationen aus dem Aufsichtsrat versorgte. In mehreren Gesprächen mit Hoffmann-Becking will der Jurist mit Zumwinkel und Ricke darüber gesprochen haben, dass in diesem Zusammenhang auch Verbindungsdaten verwendet worden seien. Dabei sei möglicherweise ein Kontakt zwischen einem Journalisten und dem Telekom-Konzernbetriebsrat nachgewiesen worden. Weder Zumwinkel noch Ricke, heißt es in der Vernehmung des Anwalts, hätten irgendein Unrechtsbewusstsein über die Erhebung der Telefonverbindungsdaten gezeigt. Im Gegenteil: Es sei sogar erwogen worden, den Konzernbetriebsrat mit den gespeicherten Nummern unter Druck zu setzen.


Aus: "Magazin: Zumwinkel und Ricke noch tiefer in Datenschutz-Affäre verwickelt" (16.05.2009)
Quelle: http://www.dernewsticker.de/news.php?id=113221

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« Reply #103 on: May 17, 2009, 12:13:47 PM »

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[...] Die von einem Datenskandal schwer belastete Deutsche Bahn (DB) hat auch für die Gewerkschaft Transnet Datenabgleiche vorgenommen. Transnet wollte Insidern zufolge abgeklärt haben, ob die Gewerkschaftsmitglieder auch satzungsgemäß ihre Mitgliedsbeiträge in der festgelegten Höhe ihres jeweiligen Einkommens entrichtet haben, wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete.

Die Abgleiche sollen in den Jahren 1994 und 1998 stattgefunden haben. Aber auch noch Ende 2008 soll dem Bericht zufolge der damalige Transnet-Boss Lothar Krauß die Bahnführung darum gebeten haben.

...


Aus: "Gewerkschaft bat DB um Datenabgleiche" (16.05.2009)
Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1603377/

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« Reply #104 on: May 19, 2009, 10:49:15 AM »

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[...] Jebara ist Mitbegründer des New Yorker Start-ups Sense Networks, das in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Mobilfunkanbietern Millionen von Kundendaten auswertet. Teil dieser Arbeit ist die Analyse der Mobilfunknutzung in San Francisco. Sense Networks konnte dort im vergangenen Herbst dramatische Veränderungen beobachten. Jebara dazu: "San Franciscos Banker kamen plötzlich sehr, sehr früh zur Arbeit."

Sense Networks kann solche Trends mit Hilfe der Verkehrsdaten der Mobilfunkkonzerne ermitteln. Wer jeden Tag neun oder zehn Stunden im Bankenviertel verbringt und sein Mobiltelefon dann abends in eine Gegend mit neuen, teuren Lofts bringt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Banker.

Wer dagegen jede Nacht ins Bankenviertel fährt und frühmorgens in eine ärmere Wohngegend zurückkehrt, ist vermutlich eher eine Putzkraft oder ein Hausbesorger. Jebara erklärt: "Wenn dein Mobiltelefon Ortsdaten ermittelt, entsteht dadurch ein Profil von dir. Einfach durch die Plätze, an denen du dich aufhältst. Wir schauen uns diese Daten an, und können dann sagen: Diese Person ist ganz offensichtlich ein Student oder ein Geschäftsreisender. Oder eine Mutter, die in Einkaufszentren geht."

Jebaras Firma nutzt diese Modelle, um Mobilfunknutzer in rund 20 Kategorien einzuteilen. Dazu gehören beispielsweise Gruppen wie die "jungen Nachteulen", die nachts viel ausgehen und eine Bar nach der anderen besuchen. Oder Menschen, die aufgrund ihrer Berufs- und Wohnorte schätzungsweise mehr als 100.000 Dollar pro Jahr verdienen. "Aufenthaltsorte verraten einem wirklich viel über eine Person", glaubt Jebara.

Für Werbetreibende sind derartige Daten Gold wert. So setzte eine Marketing-Firma auf Erkenntnisse von Sense Networks, um die Promotion für eine Biermarke in San Francisco zu koordinieren. Autohändler könnten damit ermitteln, ob ihre Kundschaft eher an teuren Neuwagen oder an gebrauchten Schnäppchen interessiert sei, erklärt Jebara. Mobilfunkkonzernen sei es möglich, ihre Angebote besser ans tatsächliche Nutzungsverhalten ihrer Kunden anzupassen.

Datenschützern mag angesichts solcher Datenanalysen mulmig werden. Jebara glaubt jedoch, dass Sense Networks helfen kann, Daten privat zu halten. "Wir brauchen für unsere Analysen keine exakten Aufenthaltsorte, sondern nur Kategorien von Orten", erklärt er. "Uns geht es nicht darum, wo jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt war, sondern ob er nachts lange ausgeht."

Sense Networks löscht für diese Analysen alle spezifischen Ortsangaben. Damit helfe man auch Mobilfunkfirmen, verantwortungsvoller mit Kundendaten umzugehen. "Diese Firmen haben all diese Daten, die sie nicht richtig nutzen. Unsere Strategie ist, die sinnvollen Daten auszuwerten und den Rest wegzuwerfen. Damit hilft man dem Datenschutz, da nicht mehr jeder Anruf und jeder Aufenthaltsort gespeichert wird."

Gleichzeitig erkannte man bei Sense Networks, dass man Verbrauchern für die Nutzung ihrer Daten auch einen Mehrwert bieten muss. Die Firma entwickelte deshalb ein Programm für iPhones und Blackberrys, das Nutzern beim Navigieren durch das Nachtleben hilft. Das Citysense genannte Programm weiß automatisch, welche Bars besonders belebt sind und wohin die Besucher eines Konzerts gehen, wenn die Zugabe vorbei ist.

In Zukunft soll Citysense Nutzern zudem mit Hilfe sozialer Filter mitteilen, welche Restaurants oder Bars ihnen gefallen könnten. Das Ziel sei es, ähnlich den von Amazon bekannten Buchempfehlungen Ausgehtipps für die Welt jenseits des Monitors zu geben.

[...] So ganz scheint das Auswerten der Mobilfunkdaten allerdings noch nicht immer zu klappen. Jebara weiß von einem Fall zu berichten, in dem sich das Sense-Networks-Team testweise in das Nachtleben San Franciscos stürzte. Nachdem die normalen Bars aufgrund der Sperrstunde dichtgemacht hatten, zeigte ihnen Citysense ein paar sehr belebte Alternativen an. "Wir dachten, dass das ganz tolle Afterhour-Bars sein müssen", erinnert sich Jebara, "Doch ihr Wirklichkeit waren es Krankenhäuser, und die Leute dort hatten einfach zu viel getrunken."


Aus: "Trendbarometer Handy" Janko Röttgers (19.05.2009)
Quelle: http://futurezone.orf.at/stories/1603276/

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