COMMUNICATIONS LASER #17
February 09, 2012, 06:57:32 AM *
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Author Topic: [Unterhaltung... (Notizen)]  (Read 1431 times)
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« on: May 26, 2008, 08:57:33 AM »

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Ich habe das bekommen wofür ich ins Kino gehe. Unterhaltung, verschont mich mit tiefgründigen Interpretationen!



Kommentar zu: "Der Mann mit der Bullenpeitsche..." (Neophron percnopterus, 26. Mai 2008)
Quelle: http://www.heise.de/tp/foren/S-Habe-den-Film-gerade-gesehen/forum-137855/msg-14950144/read/
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« Reply #1 on: May 26, 2008, 10:38:30 AM »

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[...] Nach dem kurzen Intermezzo des „Trümmerfilms“ setzte man in den 50er Jahren in Westdeutschland wieder vorwiegend auf Unterhaltung, besonders auf den Heimatfilm, den Schlagerfilm und auf Kriegsfilme. Weitere typische Genres der Zeit waren Operetten- und Arztfilme sowie Gesellschaftskomödien.

Der Erfolg deutscher Heimatfilme begann mit dem ersten deutschen Nachkriegsfarbfilm „Schwarzwaldmädel“ (1950), nach der gleichnamigen Operette von August Neidhart und Leon Wesel. Regie führte Hans Deppe. Sonja Ziemann und Rudolf Prack stellten das Traumpaar dieses Films dar. Weitere erfolgreiche Heimatfilme waren „Grün ist die Heide“ (1951), ebenfalls von Hans Deppe, „Wenn die Abendglocken läuten“ (1951) von Alfred Braun, „Am Brunnen vor dem Tore“ (1952) von Hans Wolff, „Der Förster vom Silberwald“ (1954) von Alfons Stummer, „Das Schweigen im Walde“ (1956) von Helmut Weiß und „Das Mädchen vom Moorhof“ (1958) von Gustav Ucicky. Insgesamt wurden in den 50er Jahren mehr als 300 Filme dieses Genres gedreht.

Charakteristisch für Heimatfilme der 50er Jahre waren eine melodramatische Handlung, die meistens eine Liebesgeschichte beinhaltete, sowie komische oder tragische Verwechselungen. Häufig gab es Musikeinlagen. Die Handlung spielte in abgelegenen, aber spektakulären und durch den Zweiten Weltkrieg unzerstörten Landschaften wie dem Schwarzwald, den Alpen oder der Lüneburger Heide. Es werden insbesondere konservative Werte wie Ehe und Familie betont. Frauen werden meistens nur als Hausfrau und Mutter positiv dargestellt. Die Obrigkeit darf nicht in frage gestellt werden und Heiraten waren nur innerhalb derselben sozialen Gruppe möglich.

Viele Heimatfilme dieser Zeit waren Remakes alter UFA-Produktionen, die nun allerdings weitgehend von der Blut-und-Boden-Schwere der Vorbilder aus der NS-Zeit befreit waren. Der Heimatfilm, von der seriösen Kritik lange ignoriert, wird seit einigen Jahren auch zwecks Analyse früher westdeutscher Befindlichkeiten ernsthaft untersucht.

[...]


Aus: "Deutsche Filmgeschichte - Westdeutscher Film in den 1950er-Jahren" (24. Mai 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Filmgeschichte

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« Reply #2 on: May 26, 2008, 10:49:31 AM »

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[...] Während im Ort ein Volksfest gefeiert wird und Polizei die Heide durchstreift, kommt es zur Entscheidung. Lüdersen trifft bei seinem letzten Spaziergang durch die Heide auf einen anderen Wilderer und wird im Kampf mit ihm verwundet. Der Förster und die Polizei aber können ihn retten und seinen Gegner, den gesuchten Mörder des Gendarms, festnehmen. Somit steht auch dem Glück Helgas mit dem Förster nichts mehr im Wege. Als zweites Paar finden sich der Amtsrichter und die Zirkusreiterin Nora, die eigentlich nach Amerika wollte.

[...]

* „Auch bei der x-ten Wiederholung auf der Mattscheibe bringt die Heimatschnulze um ein Flüchtlingsmädchen und einen Förster immer wieder traumhafte Einschaltquoten.“ (Heyne Filmlexikon, 1996)

* „Einer der ersten und geschäftlich erfolgreichsten deutschen ‚Heimatfilme‘ der Nachkriegszeit. Inhalt: Förster und vornehmer Wilderer, Flüchtlingsschicksal, Trachtenfest und zur Belustigung drei alberne Landstreicher. Gekünstelt und lebensfern.“ – 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 172

* „Der Film klingt in der geselligen Runde eines schlesischen Vertriebenenverbandes aus, der voll Inbrunst und wehmütiger Sehnsucht nach der guten alten Zeit ‚Riesengebirglers Heimatlied‘ zum Besten gibt, anstatt darüber nachzudenken, warum man als versammelte Festgesellschaft nicht auf der Schneekoppe, sondern dröge trauernd in der flachen Heide herumhängt.“ – Das große TV Spielfilm Filmlexikon. Digitale-Bibliothek-Sonderband (CD-ROM-Ausgabe). Directmedia, Berlin 2006, ISBN 3-89853-036-1, S. 5234

* „Ein kitschiges Heidepostkarten-Album, das sich zur Stimmungsmache schmalziger Lieder von Hermann Löns und des Riesengebirgsliedes bedient.“ (Filmdienst)


Aus: "Grün ist die Heide (1951)" (16. April 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCn_ist_die_Heide_%281951%29

-.-

Quote
[...] Das Genre Heimatfilm zeigt Landschaften, die sich durch ihre Unberührtheit auszeichnen. Dazu gehören Almwiesen, Täler und Berghänge, aber auch die norddeutsche Heidelandschaft. Im Vordergrund stehen zudem meistens Traditionen, Trachten und volkstümliche Musik.

[...] Im Mittelpunkt der Heimatfilme stehen meistens örtliche Autoritäten wie Ärzte, Förster, Pfarrer, Gastwirte oder Bürgermeister. Gut und Böse sind sauber getrennt, Konflikte handeln oft von Erbstreitigkeiten oder Wilderei, die Handlung ist meistens vorhersehbar. Stets kommen in diesen Filmen tief ineinander Verliebte vor, die durch äußere Hindernisse wie Standesunterschiede, Feindschaft der Eltern, Intrigen oder unglückliche Umstände lange an ihrem Glück gehindert werden. Durch irgend eine Begebenheit wird die Trennung aber schließlich überwunden, so dass es doch noch zu einem allgemein versöhnlichen Happy-End kommt.

[...] Heute wird von Filmwissenschaftlern und -kritikern der Heimatfilm als typisch deutsch-österreichisches Genre und auch als eine Art "deutsch-österreichischer Western" betrachtet, da es das einzige Filmgenre ist, das Deutschland und Österreich hervorgebracht haben und das es außerhalb der beiden Länder so nicht gibt.



Aus: "Heimatfilm" (22. April 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Heimatfilm

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« Reply #3 on: May 26, 2008, 10:58:07 AM »

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[...] Ausnahmsweise freuen sich Marion, Jaqueline, Uschi, Gaby und Connie nach dem Ferienende auf die Rückkehr in ihr Internat, denn im Zug lernen sie die fünf „Musik-Lords“ Jochen, Mackie, Bud, Billy und Frankie kennen, die ganz in der Nähe im Jazzkeller zur Alten Mühle auftreten wollen. Die jungen Leute freunden sich schnell an, und bald haben sich fünf Paare gefunden.

Dummerweise will gerade jetzt der Schulrat das Internat inspizieren lassen, weshalb die Internatsleiterin ein Ausgehverbot verhängt. Der Schulrat schickt einen Referenten, der sich inkognito das Internat ansehen soll. Der Referent landet jedoch statt im Internat in der Mühle, während Bandleader Jochen für den Schulreferenten gehalten wird. Natürlich löst sich schließlich alles in Wohlwollen auf, und selbst der Schulrat und die Internatsleiterin freunden sich an.

[...] Die Handlung tritt gegenüber den zahlreichen Schlagern ganz in den Hintergrund. Hauptdarstellerin Marion Michael ist gegen das ihr anhaftende Klischee aus Liane, das Mädchen aus dem Urwald im damals modischen Kurzhaarschnitt mit ihren original dunklen Haaren zu sehen. [...]


Aus: "Davon träumen alle Mädchen (1961)" (15. März 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Davon_tr%C3%A4umen_alle_M%C3%A4dchen



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Quote
[...] Der Schlagerfilm ist ein deutsches Filmgenre, das durch die ausgiebige Verwendung von Schlagern in einer oft nur einen Rahmen bildenden Filmhandlung gekennzeichnet ist. Die Handlung wird meist von verliebten jungen Leuten dominiert. Auch komödiantische Elemente haben regelmäßig ihren Anteil am Filmgeschehen.

[...] Um 1960, nach dem Niedergang des Heimatfilms und des Revuefilms, hatte der Schlagerfilm seine Blütezeit. Von besonderer Bedeutung war in dieser Zeit das Aufkommen der Vinylschallplatte, welche die Verbreitung der Schlagermusik bei jungen Leuten stark förderte. Peter Kraus, Cornelia Froboess, Gitte Hænning, Rex Gildo und Freddy Quinn waren nun die bekanntesten Schlagerstars, die in den Filmen erlebt werden konnten. Auch in der DDR entstanden einige Produktionen ähnlicher Ausrichtung, inbesondere mit Frank Schöbel.

Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre konnten Roy Black, Chris Roberts und Heintje dem Schlagerfilm noch einmal zu neuen Erfolgen verhelfen, doch im Zuge einer allgemeinen Kino- und Schlagerkrise kündigte sich das Ende dieses Genres an. Der Film Zwei im siebten Himmel aus dem Jahr 1974 mit Bernd Clüver und Peter Orloff ist der letzte Schlagerfilm klassischen Zuschnitts. Später entstandene deutsche Musikfilme behandeln historische Vorgänge (wie Die Roy Black Story) oder sind Parodien (wie Der Trip – Die nackte Gitarre 0,5, mit Dieter Thomas Kuhn und Johnny Flash mit Helge Schneider).

Von der zeitgenössischen Filmkritik wurden Schlagerfilme entweder ignoriert oder, besonders in der Spätphase, mit verächtlichen Worten wie „blöder Schlager-Klamauk“ oder „an der Grenze zur Idioten-Komik“1 abgetan. Sie erwiesen sich jedoch später im Fernsehen als recht beliebt und werden häufig ausgestrahlt.





Aus: "Schlagerfilm" (10. Mai 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlagerfilm

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Quote
[...] Der Erzählstil ist sehr geradlinig, aus diesem Grunde ist der Schwank für die kurzweilige Unterhaltung gut geeignet.


Aus: "Schwank" (16. Mai 2008)
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwank

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