[...] Rechtzeitig zu ihrem 350-Jahr-Jubiläum hat die älteste und renommierteste Gelehrtengesellschaft der Welt, die britische Royal Society, im Vorjahr zu einer Konferenz mit einem öffentlichkeitswirksamen Thema eingeladen. Führende Wissenschafter aus verschiedenen Disziplinen sollten sich darüber Gedanken machen, was bei einem Kontakt mit Außerirdischen zu erwarten ist und wie wir uns darauf vorbereiten können.
Die Texte sind heute in einem Sonderheft der Philosophical Transactions der Royal Society A erschienen, das sich aus biologischer, astronomischer aber auch theologischer und politischer Sicht der Alien-Problematik annimmt. Gleich im Einleitungstext machen die britischen Forscher John Jarnecki (Open University) und Martin Dominik (Universität St. Andrews) klar, dass wir im Moment wohl eher zu unvorbereitet sein würden, um koordiniert auf eine Kontaktnahme durch Außerirdische zu reagieren.
Jarnecki und Dominik schlagen daher vor, dass sich die UNO darum kümmern sollte, und zwar im Rahmen ihres seit 1959 existierenden Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums (Copuos). Die Copuos-Mitgliedsländer sollten "Supra-Welt-Angelegenheiten" auf ihre Agenda setzen, so die Forscher, und ähnliche Strukturen schaffen, auf die im Fall von erdnahen Asteroiden zurückgegriffen werden kann.
Der Beitrag des US-amerikanischen Theologen Ted Peters wiederum weist - wie so manch anderer Beitrag - indirekt darauf hin, wie stark unser Nachdenken über Aliens durch unsere eigene Existenz bestimmt und begrenzt ist. Der kalifornische Professor für systematische Theologie macht sich nämlich in erster Linie darüber Gedanken, wie sich ein möglicher Kontakt mit Außerirdischen auf die Weltreligionen auswirken würde.
Gemeinhin geht man davon aus, dass die Religionen durch die Bestätigung einer extraterrestrischen Intelligenz, die womöglich sogar intelligenter ist als wir, Schaden nehmen. Doch Peters gibt sich optimistisch: "Theologen werden nicht arbeitslos werden." Sie würden vielmehr vor der Herausforderung stehen, die klassischen religiösen Bekenntnisse im Licht einer erweiterten Version von Gott neu zu formulieren."
Bereits im September hatte übrigens Guy Consolmagno, einer der Astronomen des Papsts, wissen lassen, dass er sich über die Entdeckung extraterrestrischer Intelligenz freuen und willige Aliens gegebenenfalls auch gerne taufen würde.
(tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 11.01.2011)
Das ist Denkbär
11.01.2011 15:47
Die Aliens kommen nicht!
Die sind nämlich der Meinung, daß wir stinken!
Und evangelikale Christen, die die Bibel wörtlich nämlich nehmen, stinken doppelt.
John Sandwich
11.01.2011 13:07
...aber es stellt sich z.B die Frage, ... ob die Ausserirdischen auch der Erbsünde anheim gefallen sind? Wenn nein, warum nur wir? Wenn ja, war Jesus schon auf allen Planeten und hat die Ausserirdischen erlöst?
Müssen ausserirdische Muslime in Richtung Erde-Mekka beten?
...
wo is des Messer?
11.01.2011 12:56
Naja die Erde ist das Zentrum des Universums ... daneben;
sie wurde in 7 Tagen erschaffen ... spielts auch net;
Menschen sind die Krone der Schöpfung ... wackelt;
Irgendwann ist man als Theologe halt ein bisl frustriert.
c_pes
11.01.2011 11:38
Guy Consolmagno will Aliens taufen?
ach, da kann ich mir abstruseres vorstelllen. stellt euch vor, ein zauberwesen hat das universum erschaffen, und entsendet seit zwei jahrtausenden bodenpersonal (inkl. einem stellvertreter des zauberwesens höchstselbst) auf unseren planeten - das es aus pädophilen-netzwerken rekrutiert.
also DAS wäre skurril!
hirnstroem
11.01.2011 12:40
Abstrusitäten sind im Reich der Religioten ohnehin keine.
Da Gott eine beständige Cashcow zu sein scheint, wäre empfehlenswert, schnellstmöglich eine Schule zur Ausbildung christlicher Missionare zur Bekehrung und Indoktrinierung hypothetischer extraterrestrischer Lebensformen zu eröffnen.
W_O_L_F_G_A_N_G
11.01.2011 10:31
Wernher von Braun soll ja schon vor Jahrzehnten vorausgesagt haben, dass nach dem kalten Krieg der Krieg gegen den Terror kommt und nach diesem der gegen Außerirdische.
So ein Krieg gegen Außerirdische wäre der ultimative Idealfall:
Dazu müssten diese ETs nicht einmal existieren, denn überprüfen kann es ohnehin niemand.
Und die Waffensysteme wären um Zehnerpotenzen teurer. Dabei müssten sie nicht einmal funktionieren.
In so einem "Krieg" könnten einige ganz schön abcashen - viel mehr als im kalten Krieg und Krieg gegen den Terror.
Von Braun arbeitete zuerst für ein Regime, das mit einer Lüge den 2. Weltkrieg gestartet hat (Sender Gleiwitz).
Heute wissen wir auch, dass das Regime, für das er später arbeitete, den Vietnamkrieg mit einer ähnlichen Lüge (oder "Falschmeldung an US-Präsident Johnson") begonnen hat.
Womöglich hat er sich ja von daher mit solchen Dingen ausgekannt.
rocknroll13
11.01.2011 09:16
Aliens-Chuck Norris-Versklaven!
Am besten wir schicken Chuck Norris zum ersten Kontakt -dan werden sie uns als höhere Wesen akzeptieren und bereitwillig unsere Sklaven werden!
der sportsmann
11.01.2011 07:36
Ich bin vorbereitet
Immer ein Gulasch im Tiefkühler und ein paar Bier im Kühlschrank. Man weiss ja nie wer heute nicht aller zur Tür reinschneit.
Kowosch
11.01.2011 03:03
"Allerdings ist alles was hier verfügbar ist an anderen Orten im Universum in weit höherer Konzentration zu finden."
Vielleicht stehen die aber auf Mangos? Oder Hominidenhirn im Backteig mit Pistazien?
Kulinarische Genüsse haben schon manchen weit reisen lassen. Man denke nur an den Gewürzhandel per Segelschiff, damals, hier auf Erden...
EquinoxOmega
10.01.2011 21:20
Die wahren Ferengi sind schon längst da und bilden unsere sogenannten "Wirtschaftseliten" und "Leistungsträger".
Aus: "Vorbereitungen für den Alien-Kontakt" von Klaus Taschwer (10. Jänner 2011)