– Visuelle Notiz (04.04.2026): Laterna besucht mit einer 16mm Kamera und Audioaufnahmegerät die Die Turbo-Klima-Kampf-Gruppe (TKKG) / Voßbrook für Alle! – Kontext: Besetzung mit Meerblick – Die Bundeswehr fordert in Kiel ein Ex-Militärgelände zurück, auf dem ein Wohnviertel entstehen soll. Die Turbo-Klima-Kampf-Gruppe hat es nun besetzt (28.10.2025) https://taz.de/TKKG-ist-gekommen-um-zu-bleiben/!6124987/
Ein Gespräch. … Und „Den Spieß umdrehen“ bedeutet hier, in einer Situation von der Verteidigung zum Angriff überzugehen. Ein Tausch der Positionen … (Memo, Dreh Phantome Film, Preetz, 20.03.2026)
Laterna magica – Helioscopic Latern. Großer Glasdia-Projektor aus dunkelgrünem Metall mit Messing-Objektiv und Kamin (ca. 50 x 32 x 15 cm.) mit 14 frühen handbemalten Glasdias (25 x 10 cm., Frankreich ? um 1860 und London, Walter Tyler um 1890). … Der Projektor ist stellenweise etwas angerostet, 1 Glasdia mit Fehlstelle u. 2 Sprüngen, das Dia mit der Ansicht ohne ein ursprünglich vorhandenes bewegliches Teil, sonst von wenigen Alters- u. Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten. | via [Antiquariat Haufe & Lutz, Kaiserstraße 99, D-76133 Karlsruhe] –> https://www.haufe-lutz.de/detail/99302BB/
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“ … Die Laterna magica (lateinisch für „Zauberlaterne“) oder Skioptikon ist ein Projektionsgerät, das vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein in ganz Europa verbreitet war und sich im 19. Jahrhundert zum Massenmedium entwickelte. Sie bildete die technisch-apparative Zusammenfassung bekannter optischer Effekte in einem einzigen Instrument. Die verschiedenen Formen der Bildprojektion der Laterna magica werden unter der Bezeichnung „Projektionskunst“ zusammengefasst. … Anbieter der Vorführungen waren vor allem umherziehende Schausteller, die ihre Laterna-magica-Programme auf Jahrmärkten, Messen oder in Varietétheatern präsentierten. Auch in Kirchen und Wirtshäusern wurden Laterna-magica-Aufführungen veranstaltet. Die Vorführungen dauerten bis zu zwei Stunden und wurden von Musik sowie von einem Rezitator oder „Lecturer“ begleitet, der die Bilder kommentierte und dabei das Publikum mit einbezog. …“ | https://de.wikipedia.org/wiki/Laterna_magica
Chaos in UK — Ein Reisebericht von Karsten Weber (03.02.2026)
Exploding Cinema ist sowohl der Name eines in London ansässigen Filmkollektivs als auch der Name für die regelmäßigen Kurzfilmvorführungen, die das Kollektiv organisiert. Die letzte Zusammenarbeit der Filmgruppe Chaos mit den Exploders liegt nun schon 2 Jahrzehnte zurück.
Der Willibald T. Adorno Verein, die angehende Parteistiftung der „Partei“ (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) hat uns dieses Jahr einen UK Besuch gesponsort.
Wir haben „Jeder ist verantwortlich – Vier Filme der Filmgruppe Chaos über Menschen im Räderwerk der politischen Verhältnisse“ im Gepäck. [„Die Bilder verweigern sich einer glatten digitalen Bildästhetik, sie wurden komplett auf 16mm Filmmaterial aufgenommen und handentwickelt. … “ –> http://www.filmgruppe-chaos.de/verantwortlich/verantwortlich.html]. Die Filme wurden für die Vorführungen natürlich eigenhändig mit englischen Untertiteln ausgestattet.
Die Zeiten haben sich geändert und man überquert nicht mehr einfach den Ärmelkanal, man braucht heute ein Visum. Den Ex-Terroristen Lutz Taufer wollte man nicht ins Land lassen. Die angekündigte Diskussion mit dem Protagonisten mußte auf eine Online-Zuschaltung umdisponiert werden. –
– Nach der langen Abwesenheit fielen mir die Veränderungen auf. London hat eine ganze Reihe neuer Hochhäuser bekommen, Gentrifizierung macht vor ehemaligen Problemvierteln nicht halt, und die fortschreitende Verarmung der einfachen Menschen ist spürbar. Daß man in einem antifaschistischen Pub sein Bier nicht bar bezahlen konnte, sondern nur auf Karte, war schon überraschend.
Die Filmveranstaltung fand in Hackney im DNA Café statt. Das Café hatte einen großen Veranstaltungsraum im Keller und dort zeigt man regelmäßig Filmprogramme mit politischem Anspruch. Direkt neben dem Café befindet sich das Rio Cinema, das offensichtlich auch Interesse an politischen Filmen zeigt.
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Die Werbung für einen Monat Arbeiterkino mit stark ermäßigtem Eintritt für Gewerkschaftsmitglieder.
Der Film Kurts Schluss erzählt die Geschichte von Vaddern und seinen Versuchen, den Lauf der Welt nicht einfch hinzunehmen und sich widerständig zu zeigen [“ … Kurts Schluss beschreibt ein Stück bundesrepublikanische Nachkriegsgeschichte, indem der Film der Lebensgeschichte des Elektrikers Kurt Weber folgt, der wegen des Aufrufs zu einer Friedensdemo aus der SPD ausgeschlossen wurde und später zu einem frühen Opfer der Berufsverbote wurde. …“]. –
– In den 90ern besuchte Kurt gemeinsam mit seinem Sohn London. Unser Anlaufpunkt war damals das Collin Roach Center, der Stadtteilladen Hackneys, nur 500m weiter an der Straße, an der auch das DNA Café liegt. Kurt war wieder in Hackney, diesmal auf der Leinwand.
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– Unser Publikum mit rund 40 Zuschauern war eine interessante Mischung. Lutz fand die Fragen interessanter als die ihm bisher in Deutschland gestellten. Viele hatten, teilweise als Migranten, eigene Erfahrungen mit politischen Kämpfen. Man versuchte die im Film thematisierten internationalistischen Kämpfe mit den heutigen Protesten zu vergleichen und war recht unzufrieden mit der aktuellen Situation. Als Lutz sagte, es sei jetzt nicht die Zeit, mit der Waffe zu kämpfen, Kommentierte eine Zuschauerin das mit dem Zwischenruf „noch nicht!“. Im Wesentlichen ging es den Leuten darum, wie man die eigene Hilflosgkeit angesichts der schlimmen politischen Entwicklungen überwinden kann. Lutz wurde auch gefragt, wie er es geschafft hätte, all die Jahre Knast und alle Bosheiten, die man ihm angetan hat ungebochen zu überstehen. Lutz spielte es ein wenig herunter, als er sagte, daß er sie einfach nicht gewinnen lassen wollte, die sich mit Knast und Folter an der Macht halten, das war seine Grundhaltung. Er möchte aber nicht als Held gesehen werden, er sei oft gescheitert und möchte nicht glorifiziert werden.
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Die Zeit war für eine längere Diskussion zu knapp, denn einige wollten als Cineasten oder als Filmemacher das Filmprogramm diskutieren. Eine griechische Kuratorin begeisterte sich für die Bildsprache und möchte die Filme gern auf einem griechischen Festival unterbringen. Ein anderer Filmemacher setzt sich filmisch mit der RAF Mitte der 80er auseinander und eine Filmemacherin erzählte sehr aufgewühlt davon, daß ihre Eltern seinerzeit mit Holger Meins filmisch zusammenagearbeitet hätten, sie berichtete von den Debatten über Inhalt und Form des Filmemachens, aber auch über Konflikte und Paranoia unter den Filmern. Es wäre schön gewesen, all diese Gespräche weiterzuführen, doch wir mußten den Saal räumen.
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In London fande wir auch Spuren der Sehnsucht nach dem analogen Film. Ein guter Teil mag aber auch ein Stück Vintage Chick sein.
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Bristol war der nächste Veranstaltungsort. In Bristol wurde die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston im Rahmen der Black Lives Matter Proteste im Hafenbecken versenkt.
Aus Bristol kommen viele interessante Musiker, Punk, Reggae, Electronic, On-U-Sound Größen, Gary Clail, Massive Attack, Portishead, Tricky und auch Banksy kommt aus dieser Hafenstadt.
Und auch im Bristol fanden wir den wehmütigen Blick auf die verschwindende analoge Filmkultur.
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Zwei Läden versprachen Zeitreisen in die Welt ratternder Projektoren. … –
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Unser Veranstaltungsort war die People’s Republic of Stokes Croft, ein selbstverwaltetes Kulturzentrum.
Dort war der Rechtsruck ein Diskussionsthema. Und die Repression. Der Gruppe Palestine Action wurde Terrorismus unterstellt, mit neu eingeführten Terrorism Act 2000 wurde die größte Verhaftungswelle der letzten Jahrzehnte in UK durchgesetzt. In den hungerstreikenden inhaftierten Aktivisten sah man einen Bezug zu „Jeder ist verantwortlich“.
Wir diskutierten auch die wachsenden Probleme für Veranstaltungen Räumlichkeiten zu finden, durch verängstigte Veranstalter, die um ihre Fördergelder bangen. In Bristol konnte die Repression die Stimmen für Palästina nicht zum Schweigen bringen. Aus so manchem Fenster hing die Palästinaflagge und in eingen Schaufenstern erinnert man an den Konflikt im Nahen Osten.
Chaosfilm war mal wieder unterwegs. Bewegte Bilder in bewegten Zeiten. Anderes Kino. Austausch mit dem Publikum. Könnte gern öfter passieren.
– “ … «Die Tödliche Doris, und das ist ihre ästhetische Strategie, ist immer dort, wo du sie nicht erwartest», schrieb Filmkritiker Dietrich Kuhlbrodt 1982 in der Frankfurter Rundschau über die Gruppe Berliner Kunststudenten. … Wolfgang Müller [zeigte 2014] eine Auswahl von Super-8-Filmen aus dem insgesamt mehr als 300-minütigen filmischen Gesamtwerk der Tödlichen Doris. Erwartungsfroh sehen wir Filmen entgegen mit Titeln wie Edith Müller putzt ein Fenster, Energiebeutel und Zeitblase Energy, Die unsichtbare LP Nr.5Materialisiert als Super8 Film oder Niemand sieht die Blindschleiche. …“ | Aus: „Die Tödliche Doris 1980 – 1987 auf Super8“ Wolfgang Müller, Berlin Mi., 12.03.2014, 20:00 | Quelle: https://acc-weimar.de/veranstaltungen/t/die_toedliche_doris_1980_87_auf_-1105.html
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“ … Anfang 2000 hat Martin Schmitz alle Super 8-Filme von die Tödliche Doris digitalisieren lassen. …“ Aus: „Die Tödliche Doris – Kino, Das filmische Gesamtwerk (1980–1987) Teil I – III“ | Quelle: https://www.martin-schmitz-verlag.de/Die_Toedliche_Doris/Film.html -.-
“ … Die Tödliche Doris, die Erwartungshaltungen des Publikums, entfachten Anarchie auf der Bühne und ignorierten tradierte Formen des Musikmachens. Doch im Gegensatz zu deren eher maskuliner Vehemenz arbeitete die Doris eher spielerisch und mit „kluger Rotzigkeit“, wie Weserburg-Direktorin Janneke de Vries die künstlerische oder gerade auch bewusst nichtkünstlerische Herangehensweise bestimmt. Westberlin 1980, Mauerstadt, Kalter Krieg, Endzeitstimmung, dunkle Hinterhauswohnungen mit Kohleöfen – aber eben auch die große Freiheit für Hausbesetzer, Künstler, Punks. In diesem Milieu gründeten die beiden Kunst- und Filmstudenten Wolfgang Müller (Jahrgang 1957) und der 1996 verstorbene Nikolaus Utermöhlen Die Tödliche Doris, die sich zunächst in Gestalt einer Punkband manifestierte. … Bei der Doris-Werkschau in der Weserburg steht nicht umsonst das Medium Film im Mittelpunkt. „Dort finden Musik, Performance, Fotografie, Text und Malerei zusammen“, erklärt Radek Krolczyk den Ansatz. … “ | Aus: „Das ewige Leben der Tödlichen Doris“ York Schaefer (23.12.2025) | Quele: https://taz.de/Punkkunst-Ausstellung-in-Bremen/!6129113/
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Das Haus der Tödliche Doris wurde von 1987 bis 1991 bespielt, diente seitdem als Lagerraum für die Kunstwerke der Tödlichen Doris und beherbergt ihr Archiv. | https://dashausdertoedlichendoris.de/
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“ … Die Tödliche Doris war eine Berliner Künstlergruppe, die 1980 von den Kunststudenten Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen als Musikband gegründet wurde und der sich ein paar Monate später die Kunststudentin Chris Dreier anschloss und die in ihrer bis zur Auflösung 1987 währenden Geschichte auch in Kunst, Fotografie, Filmkunst, Video, Performance und Literatur aktiv war. … – Filmografie – Super 8: Sabine – aus meinem Tagebuch, 10 Min., 1980 Material für die Nachkriegszeit, 25 min., 2. dramatisierte und gekürzte Fassung: 9 min., beide 1981 Das Leben des Sid Vicious, 12 min., 1981 Energiebeutel und Zeitblase, 12 min., 1981 Fliegt schnell laut summend, 10 min., 1981 Niemand sieht die Blindschleiche, 3 min., 1981 Das Graupelbeerhuhn, 20 min., 1982 Berliner Küchenmusik, 5 min., 1982 Textfilm, 3,5 min., 1983 Die Tödliche Doris live auf Helgoland, 23. Juli 1983, 6 min., 1983 Blumen am Grab des Vaters, 12 min., 1983 Der Fotomatonreparateur, 2 min., 1983 Live, 2,5 min., 1983 Wasserballet, 3 min., 1984 Tapete, 23 min., 1984 Mädchenherzen, 3 min., 1984 Kulisse, 60 min., 1984 Tanz 2, 0,5 min., 1984 Zwei Witwen, 2,5 min., 1984 Die Tödliche Doris, 9 min., 1984 Zoom, 2,5 min., 1985 Die unsichtbare 5. LP materialisiert als Super-8-Film, 3 min., 1985 Städte, 105 min., 1987 (Der darin enthaltene Städtefilm Berlin West[18]) Unbefleckte Empfängnis, 1 min., 1986 (Episode in Jesus – Der Film) Die Gesamtheit allen Lebens und alles Darüberhinausgehende, 1,83 Sekunden, 1987 Eine Frau zur selben Zeit an einem anderen Ort, 9 min., 1987 …“ https://de.wikipedia.org/wiki/Die_T%C3%B6dliche_Doris // https://k-strich.de/de/kunstler/die-todliche-doris/
There is a Bauer B8 35mm projector located in Bielefeld, Germany, being given for free (including its rectifier). My understanding is that it is located in a cinema, and last used 15 years ago, although turned on once a year to keep it running. If no one picks it up it will go in the trash :(
I thought maybe someone from here would be interested. I attach the only picture I received. If interested, please reply and I will forward the email address of the person offering it.
Die Eugen Bauer GmbH, auch bekannt als Kino-Bauer, war ein deutscher Hersteller von Heim- und Kinofilmprojektoren, zuletzt als Tochter des Bosch-Konzerns. Das Unternehmen wurde 1905 von Eugen Bauer in Stuttgart gegründet. … https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Bauer_(Unternehmen)
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